Das RidersDeal Pferdelexikon

Das RidersDeal Pferdelexikon erklärt alle wichtigen Fachbegriffe rund ums Pferd und den Reitsport - von klassischen Ausdrücken der Dressur bis zu Begriffen aus Haltung, Gesundheit und Ausrüstung. Ob Du gerade ins Reiten einsteigst oder schon seit Jahren im Sattel sitzt: Hier findest Du schnell, was Du suchst. Alle Begriffe sind von Reiterinnen für Reiterinnen geschrieben - praxisnah und ohne unnötigen Fachjargon.

Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) reiten 81% unserer Community seit mindestens 15 Jahren - und trotzdem stolpert fast jede irgendwann über einen Begriff, den sie nicht sofort einordnen kann. Dieses Lexikon ist Deine erste Anlaufstelle. Den vollständigen Überblick zu Pferden findest Du in unserem Ratgeber: Pferd: Alles über Haltung, Pflege, Ausrüstung und Kosten.

Du suchst einen vollständigen Überblick zu Pferden? Unser Ratgeber Pferd: Alles über Haltung, Pflege, Ausrüstung und Kosten erklärt die wichtigsten Themen rund um Pferdebesitz - von Rassen über Grundausstattung bis Gesundheit.

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Ein Pferdelexikon von A bis Z, erstellt von RidersDealEin Pferdelexikon von A bis Z, erstellt von RidersDeal

Pferdelexikon A: Von Aalstrich und Abzeichen bis Ausbildungsskala und Axthieb

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit A - von Fellmerkmalen wie Aalstrich und Abzeichen über Ausrüstung und Ausbildung bis zur Ankaufsuntersuchung.

Aalstrich: Was ist ein Aalstrich?

Der Aalstrich ist ein dunkler Längsstreifen entlang des Pferderückens vom Widerrist bis zum Schweifansatz. Er tritt vor allem bei Falben, Islandpferden und anderen primitiv gefärbten Rassen auf und gilt als Zeichen ursprünglicher Färbung.

Abfohlen: Was heißt Abfohlen?

Abfohlen bezeichnet den Geburtsvorgang bei der Stute - sie "fohlt ab", wenn sie ihr Fohlen zur Welt bringt. Die Tragzeit der Stute beträgt durchschnittlich 335 bis 340 Tage; die Geburt selbst dauert meist nur 20 bis 30 Minuten.

Abreiteplatz: Was ist ein Abreiteplatz?

Der Abreiteplatz ist die Aufwärmfläche bei Turnierwettkämpfen, auf der Pferd und Reiter sich vor dem Einreiten in die Prüfung einspielen. Er ist von der Wettkampfbahn getrennt und wird von einem Steward beaufsichtigt, der die Einhaltung der Ausrüstungsregeln prüft.

Abstammung: Was bedeutet Abstammung beim Pferd?

Die Abstammung gibt die Vorfahren eines Pferdes in einem festgelegten Schema an: Vater (Vaterseite) und Mutter (Mutterseite) bilden die erste Generation, dahinter folgen Großeltern und Urgroßeltern. Eingetragen wird sie im Equidenpass; für die Zucht ist eine klare, nachvollziehbare Abstammung Pflicht.

Abzeichen: Was sind Abzeichen bei Pferden?

Abzeichen sind helle Fellmarkierungen an Kopf und Beinen, die zur eindeutigen Identifikation eines Pferdes im Equidenpass eingetragen werden. Am Kopf unterscheidet man Stern, Blesse, Laterne und Schnippe; an den Beinen Fessel, Halbe Bahn, Dreiviertel Bahn und Strumpf.

American Quarter Horse: Was ist ein American Quarter Horse?

Das American Quarter Horse ist die weltweit am häufigsten registrierte Pferderasse und stammt aus den USA. Es ist bekannt für extreme Sprintstärke auf der Viertelmeile (daher der Name), einen ruhigen Charakter und Eignung für Western, Ranch- und Freizeitreiten.

Ankaufsuntersuchung: Was ist eine Ankaufsuntersuchung beim Pferd?

Die Ankaufsuntersuchung (AKU) ist eine tierärztliche Untersuchung vor dem Pferdekauf, die den Gesundheitszustand des Tieres zum Kaufzeitpunkt dokumentiert. Sie umfasst Lahmheitsuntersuchung, Herzcheck, Atemwege und Röntgenbilder der Gelenke - und schützt Käuferin und Verkäuferin vor späteren Streitigkeiten. Alles zum Pferdekauf: Der große Ratgeber für Erstkäuferinnen.

Anlehnung: Was ist Anlehnung?

Anlehnung bezeichnet den gleichmäßigen, weichen Kontakt des Pferdes zum Zügel - weder drückend noch ausweichend. Sie ist die dritte Stufe der Ausbildungsskala und zeigt, dass das Pferd die Verbindung zur Hand der Reiterin akzeptiert.

APO: Was ist die APO bei Pferden?

APO steht für "Allgemeine Prüfungsordnung" - das Regelwerk der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), das alle Grundregeln für Turniere im deutschen Pferdesport festlegt. Sie regelt unter anderem Ausrüstungsvorschriften, Richterregeln und das Verhalten auf dem Abreiteplatz.

Arabisches Vollblut: Was ist ein Vollblutaraber?

Das Arabische Vollblut (Vollblutaraber) ist eine der ältesten und reinsten Pferderassen der Welt mit über 5.000 Jahren Zuchtgeschichte. Es zeichnet sich durch Ausdauer, Feuer, Intelligenz und das typische Schüsselgesicht mit großen Augen aus - und ist die Grundlage vieler moderner Warmblut-Rassen. Vollblutaraber: Steckbrief, Charakter und Haltung.

Aufzäumen: Was bedeutet Aufzäumen beim Pferd?

Aufzäumen bezeichnet das Anlegen des Zaumzeugs - also das Überstreifen von Trense oder Kappzaum über den Kopf des Pferdes und das Einlegen des Gebisses ins Maul. Korrekt aufgezäumt sitzt das Zaumzeug ohne Druck, der Nasenriemen lässt zwei Finger Spielraum.

Ausbildungsskala: Was ist die Ausbildungsskala?

Die Ausbildungsskala ist das Grundlagensystem der klassischen Reitlehre und beschreibt sechs aufeinander aufbauende Stufen der Pferdeausbildung: Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung. Sie gilt als Leitfaden für die systematische, pferdegerechte Ausbildung und ist Grundlage aller FN-Dressurprüfungen.

Außengalopp: Was ist Außengalopp?

Beim Außengalopp galoppiert das Pferd auf dem äußeren Vorderbein als führendem Bein - also auf der linken Bahn mit dem linken Bein vorn. Er gilt als Gangfehler, wenn er unbeabsichtigt auftritt, ist aber als Kontergalopp eine gezielte Gymnastiizierungsübung.

Aussitzen: Was bedeutet Aussitzen beim Reiten?

Aussitzen bedeutet, den Trab des Pferdes ohne Leichttraben mitzusitzen - der Reiter bleibt in jedem Trittschlag im Sattel. Es fordert einen tiefen, schwingenden Sitz und ist Voraussetzung für eine feine Einwirkung; in Dressurprüfungen ist Aussitzen in der Regel Pflicht.

Axthieb: Was ist ein Axthieb beim Pferd?

Der Axthieb beschreibt eine stark ausgeprägte Einziehung hinter dem Widerrist - das Profil des Pferderückens fällt direkt hinter dem Widerrist abrupt ab wie ein Axthieb. Er gilt als Exterieur-Fehler, der den Sattelsitz erschwert und auf eine schwache Muskulatur oder Konformation hinweisen kann.

Pferdelexikon B: Von Bandagen und Behang bis Blesse und Brandzeichen

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit B - von Ausrüstungsbegriffen wie Bandagen und Beschlag über Fellfarben wie Brauner und Braunfalbe bis zum Bundeschampionat.

Bandagen: Was sind Bandagen?

Bandagen sind gewickelte Schutzverbände aus elastischem Fleece- oder Polstermaterial, die um die Pferdebeine gewickelt werden. Sie schützen Sehnen und Gelenke beim Training oder Transport und werden über einer Bandagierunterlage angebracht. Wie man korrekt bandagiert, erklärt unser Ratgeber Pferd bandagieren: Schritt für Schritt.

Barhuf: Was bedeutet Barhuf beim Pferd?

Barhuf bedeutet, dass ein Pferd ohne Hufeisen gehalten wird. Befürworter sehen Vorteile für die natürliche Huffunktion und Durchblutung; Voraussetzung sind gesunde, gut geformte Hufe und regelmäßige Hufpflege durch einen ausgebildeten Hufbearbeiter alle 6 bis 8 Wochen.

Behang: Was ist der Behang beim Pferd?

Behang bezeichnet die langen Haare an den Fesselgelenken und Unterschenkeln des Pferdes - besonders ausgeprägt bei Kaltblütern wie Shire Horse, Friese und Tinker. Er wird auch als "Fesen" bezeichnet und ist ein rassetypisches Merkmal, das regelmäßige Pflege erfordert, da sich darunter leicht Mauke entwickeln kann.

Belgischer Brabanter: Was ist ein Belgisches Brabanter Pferd?

Der Belgische Brabanter ist eines der schwersten und stärksten Kaltblutpferde der Welt, ursprünglich als Zugpferd in der Landwirtschaft gezüchtet. Er zeichnet sich durch massigen Körperbau, kurze kräftige Beine und einen ruhigen, gutmütigen Charakter aus.

Beschäler: Was ist ein Beschäler?

Beschäler ist ein veralteter Begriff für einen Zuchthengst, der zur Deckung von Stuten eingesetzt wird. Der Ausdruck stammt aus der staatlichen Landgestüt-Tradition, in der "Landbeschäler" als staatliche Hengste für die Volksveredelung eingesetzt wurden.

Beschlag: Was ist der Beschlag beim Pferd?

Als Beschlag bezeichnet man das Aufnageln von Hufeisen auf die Pferdehuf-Hornwand durch einen Hufschmied. Beschlagene Pferde erhalten alle 6 bis 8 Wochen neue Eisen; die Alternative ist die Barhufhaltung. Ob Beschlag oder Barhuf sinnvoll ist, hängt von Huфqualität, Untergrund und Einsatz ab.

Beugeprobe: Was ist eine Beugeprobe beim Pferd?

Bei der Beugeprobe hält der Tierarzt ein Pferdebein gebeugt und lässt das Pferd danach im Trab losschicken. Eine verstärkte Lahmheit nach der Beugeprobe kann auf Gelenk- oder Sehnenproblemen hinweisen und ist Teil der Ankaufsuntersuchung.

Blesse: Was ist eine Blesse beim Pferd?

Eine Blesse ist ein breites, helles Abzeichen im Gesicht des Pferdes, das mindestens die Nasenbreite einnimmt und vom Stirnbereich bis zur Nüster reicht. Schmalere Gesichtsabzeichen heißen Schnippe oder Stripe; ein sehr breites, auf die Nüstern ausgeweitetes Abzeichen wird als Laterne bezeichnet.

Bodenarbeit: Was ist Bodenarbeit beim Pferd?

Bodenarbeit umfasst alle Übungen mit dem Pferd vom Boden aus - ohne Reiter. Dazu gehören Führübungen, Longieren, Freiarbeit und Arbeit an der Hand. Bodenarbeit stärkt das Vertrauen zwischen Pferd und Mensch, schult Körperbewusstsein und Gehorsam und ist auch für junge oder verletzte Pferde geeignet.

Brandzeichen: Was ist ein Brandzeichen?

Das Brandzeichen ist das in die Haut des Pferdes eingebrannte Zuchtverbandszeichen, das die Rassezugehörigkeit und den Herkunftszuchtverband kennzeichnet. Jeder Zuchtverband hat ein eigenes Zeichen - der Hannoveraner trägt beispielsweise das stilisierte "H". Heute wird häufig der Mikrochip als Identifikationsmittel bevorzugt.

Brauner: Was ist ein Brauner?

Brauner bezeichnet Pferde mit braunem bis rotbraunem Fell und schwarzen Beinen, Mähne und Schweif. Er ist eine der häufigsten Grundfarben beim Pferd. Varianten sind Dunkelbrauner (fast schwarzbraun), Hellbrauner und Rotbrauner je nach Farbintensität.

Braunfalbe: Was ist ein Braunfalbe?

Der Braunfalbe ist eine Fellfarbe mit gelblich-braunem Grundton, schwarzen Beinen, Mähne und Schweif sowie häufig einem Aalstrich auf dem Rücken. Er ist eine Variante der Falben-Färbung und tritt besonders bei Islandpferden und Fjordpferden auf.

Bundeschampionat: Was ist das Bundeschampionat?

Das Bundeschampionat ist das jährliche deutsche Championat für junge Sport- und Freizeitpferde, das in Warendorf stattfindet. Es gilt als wichtigste Leistungsschau für Nachwuchspferde in Dressur, Springen und Vielseitigkeit und dient Züchtern und Käufern als Orientierung für Qualität und Potential.

Pferdelexikon C: Von Cavaletti und Cavesson bis CHIO und Cushing-Syndrom

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit C - von Trainingsgeräten wie Cavaletti und Cavesson über das CHIO Aachen bis zum Cushing-Syndrom als häufiger Stoffwechselerkrankung älterer Pferde.

Cavaletti: Was ist ein Cavaletti?

Ein Cavaletti ist eine niedrige Stange auf X-förmigen Holzkreuzen, die beim Training auf dem Boden oder leicht erhöht eingesetzt wird. Cavaletti-Arbeit schult Rhythmus, Takt und Körperbewusstsein des Pferdes und ist ein klassisches Mittel der Gymnastiizierung für Pferde aller Disziplinen.

Cavesson: Was ist ein Cavesson beim Pferd?

Der Cavesson ist ein Longier-Kopfstück mit verstärkter, oft metallverstärkter Nasenplatte, an der die Longe befestigt wird. Im Unterschied zum einfachen Kappzaum ermöglicht der Cavesson eine feinere, direktere Einwirkung auf die Nase und wird vor allem in der klassischen Ausbildung und Handarbeit eingesetzt.

Chip: Was ist ein Chip beim Pferd?

Der Chip (Mikrochip, Transponder) ist ein reiskorngroßes elektronisches Gerät, das in den Hals des Pferdes implantiert wird und eine weltweit eindeutige 15-stellige Nummer speichert. Er dient der fälschungssicheren Identifikation und ist in der EU seit 2009 für alle neu geborenen Pferde Pflicht. Ausgelesen wird er mit einem Lesegerät beim Tierarzt oder auf Turnieren.

CHIO: Was ist das CHIO Aachen?

Das CHIO Aachen (Concours Hippique International Officiel) ist das bedeutendste Pferdesportturnier der Welt und findet jährlich im Juli in Aachen statt. Es vereint Weltklasse-Wettbewerbe in Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren und gilt in der Szene als "Wimbledon des Pferdesports".

Cross-country: Was ist Cross-country beim Reiten?

Cross-country (auch: Geländeritt) ist die zweite Phase der Vielseitigkeit, bei der Pferd und Reiter einen Parcours aus festen Geländehindernissen im Freien absolvieren. Anders als beim Springreiten können Hindernisse nicht umgeworfen werden - Sicherheit und Mut sind entscheidend. Pflichtausrüstung sind Geländegamaschen zum Schutz der Pferdebeine.

Cushing-Syndrom: Was ist das Cushing-Syndrom beim Pferd?

Das Cushing-Syndrom (PPID - Pituitary Pars Intermedia Dysfunction) ist eine Hormonstörung der Hirnanhangsdrüse, die vor allem ältere Pferde ab 15 Jahren betrifft. Typische Anzeichen sind ein langes, lockiges Fell das nicht ausfällt (Hypertrichose), erhöhte Anfälligkeit für Hufrehe, Muskelschwund und vermehrtes Schwitzen. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) sind 2,8% der Pferdebestände betroffen. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich; Frühdiagnose verbessert die Lebensqualität deutlich. Seniorenpferd fit halten: Gesundheit und Pflege im Alter.

Pferdelexikon D: Von Dämpfigkeit und Dressur bis Durchlässigkeit und Doppellonge

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit D - von Gesundheitsbegriffen wie Dämpfigkeit über Ausbildungsbegriffe wie Dehnungstrab und Durchlässigkeit bis zu Verbänden wie FN und DOKR.

Dämpfigkeit: Was ist Dämpfigkeit beim Pferd?

Dämpfigkeit ist eine chronische Atemwegserkrankung des Pferdes, bei der die Lungenalveolen dauerhaft überdehnt und die Atemwege verändert sind. Betroffene Pferde husten, zeigen eine erhöhte Atemfrequenz in Ruhe und eine sichtbare "Dampfrinne" an der Flanke durch verstärkte Atemmuskulatur. Dämpfigkeit ist nicht heilbar, aber durch staubarmes Management und Haltungsoptimierung gut kontrollierbar.

Deckhengst: Was ist ein Deckhengst?

Ein Deckhengst ist ein zur Zucht eingesetzter Hengst, der Stuten deckt. Er muss in Deutschland für die offizielle Zucht von einem Zuchtverband gekört sein. Deckhengste können im Natursprung oder per Besamung (KB) eingesetzt werden.

Dehnungstrab: Was ist der Dehnungstrab beim Pferd?

Im Dehnungstrab wird dem Pferd der Zügel lang gegeben, sodass es Hals und Kopf tief und weit nach vorn-unten dehnt. Er dient der Entspannung der Rückenmuskulatur, zeigt die Durchlässigkeit und ist in vielen Dressurprüfungen als Pflichtübung gefordert.

Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN): Was ist die FN?

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ist der Dachverband des deutschen Pferdesports mit Sitz in Warendorf. Sie regelt Ausbildungsstandards, gibt die Ausbildungsskala heraus, richtet nationale Turniere aus und vertritt Deutschland in der FEI (Internationaler Reiterverband). Der FN gehören rund 700.000 Mitglieder in über 7.000 Vereinen an.

DOKR: Was ist das DOKR?

Das DOKR (Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei) ist die Organisation innerhalb der FN, die für die Förderung und Nominierung von Spitzensportlern im deutschen Pferdesport zuständig ist. Es koordiniert die Kaderstruktur und die Entsendung von Reiterinnen und Reitern zu Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.

Doppellonge: Was ist eine Doppellonge?

Die Doppellonge ist ein Longiersystem mit zwei Leinen, die beidseitig am Kappzaum befestigt und durch die Trensenringe oder Sattelgurtringe geführt werden. Sie ermöglicht eine feinere, beiderseitige Einwirkung als die einfache Longe und bereitet das Pferd gut auf die spätere Zügelverbindung vor. Mehr dazu: Doppellonge richtig einsetzen: Anleitung und Tipps.

Dressur: Was ist Dressur bei Pferden?

Dressur ist die systematische Ausbildung des Pferdes zur Entwicklung von Gehorsam, Gleichgewicht und Durchlässigkeit nach den Prinzipien der Ausbildungsskala. Als Wettkampfdisziplin werden Lektionen wie Piaffe, Passage und Pirouette in einem Viereck gezeigt und von Richtern bewertet. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) ist Dressur mit 36,5% die beliebteste Disziplin in der deutschen Reiterszene.

Durchlässigkeit: Was ist Durchlässigkeit beim Pferd?

Durchlässigkeit beschreibt die Fähigkeit des Pferdes, die Einwirkungen des Reiters ohne Widerstand durch den gesamten Körper fließen zu lassen - von der treibenden Hilfe über den Rücken bis zur Hand. Sie ist die fünfte Stufe der Ausbildungsskala und Voraussetzung für Versammlung und alle höheren Lektionen.

Pferdelexikon E: Von Einreiten und Ekzem bis Equidenpass und Exterieur

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit E - von Ausbildungsbegriffen wie Einreiten über Gesundheitsthemen wie Ekzem und EMS bis zu wichtigen Begriffen wie Equidenpass und Exterieur.

Einreiten: Was bedeutet Einreiten beim Pferd?

Einreiten bezeichnet den systematischen Prozess, ein junges oder ungerittenes Pferd an Reiter, Sattel und Zügel zu gewöhnen. Es beginnt mit Bodenarbeit, Longieren und dem ersten Aufsitzen und dauert je nach Pferd und Methode mehrere Monate. Ziel ist ein sicheres, vertrauensvolles Pferd, das die Grundhilfen versteht.

Einschuss: Was ist ein Einschuss beim Pferd?

Ein Einschuss ist eine akute, schmerzhafte Schwellung des Fesselgelenks oder Unterschenkels, oft ausgelöst durch Überbelastung, Zerrung oder ein leichtes Trauma. Er geht häufig mit Wärme und Lahmheit einher und sollte tierärztlich abgeklärt werden, um schwerere Sehnenverletzungen auszuschließen.

Ekzem: Was ist das Sommerekzem beim Pferd?

Das Sommerekzem ist eine allergische Hautreaktion auf den Speichel von Gnitzen (Culicoides-Mücken) und die häufigste Hauterkrankung beim Pferd - besonders verbreitet bei Islandpferden und Noriker. Betroffene Pferde scheuern sich intensiv an Mähne und Schweifansatz; Schutz bieten Ekzemerdecken und Insektenschutz. Ekzemerdecken bei RidersDeal.

EMS: Was ist das Equine Metabolische Syndrom?

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung mit Insulinresistenz, erhöhter Fetteinlagerung (oft sichtbar als Cresty Neck) und erhöhtem Hufrehe-Risiko. Betroffen sind häufig "leichtfuttrige" Ponys und Warmblüter mittleren Alters. Management: zuckerarme Ernährung, Bewegung und regelmäßige tierärztliche Kontrolle. Eng verwandt ist das Cushing-Syndrom (PPID), das eher ältere Pferde betrifft.

Englisch Reiten: Was ist Englisches Reiten?

Englisches Reiten bezeichnet die klassisch-europäische Reitstilrichtung mit Sattel, Trense und zweihändiger Zügelführung - im Gegensatz zum Western-Reiten. Es umfasst Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) reiten 36,5% Dressur und 11,2% Springen - beide klassisch englische Disziplinen.

Englisches Reithalfter: Was ist ein Englisches Reithalfter?

Das englische Reithalfter ist das klassische Nasenriemen-System der englischen Trense mit einfachem Nasenriemen, der oberhalb des Gebisses angebracht ist. Es ist das am häufigsten verwendete Halftersystem im Dressur- und Springsport und lässt dem Pferd vergleichsweise viel Kaufreiheit.

Englisches Vollblut: Was ist ein Englisches Vollblut?

Das Englische Vollblut ist die schnellste Pferderasse der Welt und wurde ab dem 17. Jahrhundert in England für den Rennsport gezüchtet. Es ist schlank, hochbeinig und temperamentvoll und wird heute auch als Veredelungsrasse in der Warmblut-Zucht eingesetzt. Englisches Vollblut: Steckbrief, Charakter und Haltung.

Englisch kombiniertes Reithalfter: Was ist ein Englisch Kombiniertes Reithalfter?

Das englisch kombinierte Reithalfter verbindet einen normalen Nasenriemen mit einem zweiten, tiefer liegenden Nasenriemen unterhalb des Gebisses. Es schränkt die Kaubewegung stärker ein als das einfache englische Halfter und wird häufig bei Pferden eingesetzt, die zum Maulsperren neigen.

Equidenpass: Was ist ein Equidenpass für Pferde?

Der Equidenpass ist das EU-weit vorgeschriebene Ausweisdokument für jedes Pferd, Pony, Esel und Maultier. Er enthält Angaben zu Abstammung, Fellfarbe, Abzeichen, Impfungen und Chip-Nummer und muss das Tier lebenslang begleiten. Ohne Equidenpass darf ein Pferd nicht gehandelt oder transportiert werden. Alles zum Pferdekauf - inkl. Equidenpass-Checkliste.

Exterieur: Was ist das Exterieur beim Pferd?

Das Exterieur bezeichnet die äußere Erscheinung und den Körperbau eines Pferdes - Kopf, Hals, Schulter, Rücken, Kruppe, Beine und Bemuskelung. Eine harmonische Exterieur-Beurteilung ist zentraler Bestandteil der Körung und der Ankaufsuntersuchung. Gegensatz: Interieur (Charakter und innere Qualitäten).

Pferdelexikon F: Von Falbe und Fliegendecke bis Fliegender Wechsel und Fuchs

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit F - von Fellfarben wie Falbe und Fuchs über Ausrüstung wie Fliegendecke bis zu Dressur-Lektionen wie dem Fliegenden Galoppwechsel.

Fahren: Was ist Fahren im Pferdesport?

Fahren ist eine eigenständige Pferdesportdisziplin, bei der ein oder mehrere Pferde eine Kutsche oder einen Sportwagen ziehen und von einem Kutscher gelenkt werden. Als Wettkampfsport umfasst es Dressur-, Marathon- und Hindernisfahren; als Freizeitbeschäftigung erlebt es in Deutschland eine wachsende Beliebtheit.

Falabella: Was ist ein Falabella?

Das Falabella ist das kleinste Pferd der Welt - ausgewachsene Tiere erreichen selten mehr als 75 cm Widerristhöhe. Es stammt aus Argentinien, wo die Familie Falabella es über Generationen gezüchtet hat. Trotz seiner Größe ist es ein echtes Pferd mit vollem Pferdecharakter und wird heute vor allem als Begleit- und Therapiepferd gehalten. Falabella: Steckbrief, Charakter und Haltung.

Falbe: Was ist ein Falbe?

Falbe beschreibt Pferde mit gelblichem bis sandfarben-grauem Grundton, schwarzen Beinen, Mähne und Schweif sowie oft einem Aalstrich. Die Farbe gilt als "primitiv" und tritt bei Islandpferden, Fjordpferden und Quarter Horses häufig auf. Varianten sind Fuchsfalbe, Braunfalbe und Isabelle.

FEI: Was ist die FEI?

Die FEI (Fédération Equestre Internationale) ist der internationale Dachverband des Pferdesports mit Sitz in Lausanne. Sie regelt die Regeln für internationale Wettkämpfe in Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren, Distanzreiten und Reining und ist für die Olympischen Spiele zuständig. Die nationalen Verbände wie die deutsche FN sind ihr unterstellt.

Fellfarbe: Was sind die Fellfarben beim Pferd?

Die Fellfarbe des Pferdes wird durch Grundfarbe und Abzeichen bestimmt und im Equidenpass eingetragen. Die häufigsten Grundfarben sind Brauner, Rappe (schwarz), Schimmel (grau werdend), Fuchs (rotbraun mit heller Mähne) und Falbe. Sonderfarben wie Palomino, Schecke und Tigerschecke (Appaloosa) kommen bei bestimmten Rassen gehäuft vor.

Fesen: Was sind Fesen beim Pferd?

Fesen (auch: Behang) sind die langen Haare an den Fesselgelenken und Unterschenkeln des Pferdes. Sie sind besonders stark ausgeprägt bei Kaltblütern wie Friese, Shire Horse und Tinker und erfordern regelmäßige Pflege, da feuchte Fesen Mauke begünstigen können.

Fesselgelenk: Was ist ein Fesselgelenk beim Pferd?

Das Fesselgelenk ist das Gelenk zwischen Röhrbein und Fessel, das beim Pferd als wichtiger Stoßdämpfer wirkt. Es ist besonders bei Sportpferden häufig von Überlastungsschäden betroffen und wird durch Gamaschen oder Bandagen beim Training geschützt. Gamaschen zum Schutz des Fesselgelenks bei RidersDeal.

Flehmen: Was ist Flehmen beim Pferd?

Flehmen ist ein Verhalten, bei dem das Pferd die Oberlippe hochrollt und den Kopf streckt, um Gerüche besser analysieren zu können. Das Jakobson'sche Organ im Gaumen verstärkt dabei die Geruchswahrnehmung. Flehmen zeigen vor allem Hengste beim Beschnuppern von Stuten, aber auch Pferde beiderlei Geschlechts bei unbekannten oder intensiven Gerüchen.

Fliegendecke: Was ist eine Fliegendecke?

Eine Fliegendecke ist ein luftiges Netzgewebe-Körperdecke für Pferde, die im Sommer vor Insektenstichen schützt. Sie ist besonders wichtig für Pferde mit Sommerekzem oder dünner Haut. Spezielle Ekzemerdecken haben engmaschigeres Gewebe als Standard-Fliegendecken. Fliegendecken bei RidersDeal.

Fliegender Wechsel: Was ist ein Fliegender Galoppwechsel?

Beim Fliegenden Galoppwechsel wechselt das Pferd die Galopphand in der Schwebelosigkeit eines Galoppsprungs, ohne dazwischen zu traben. Er gilt als Beweis für Durchlässigkeit und Schwung und ist ab Dressurklasse S Pflichtbestandteil. Tournierpferde werden auf Serien von einem, zwei oder vier Wechseln trainiert.

Flocke: Was ist eine Flocke bei Pferden?

Eine Flocke ist ein kleines, rundes helles Abzeichen auf der Pferdestirn - kleiner als ein Stern und ohne Verbindung zu anderen Gesichtsabzeichen. Sie ist ein klassisches Identifikationsmerkmal, das im Equidenpass eingetragen wird.

FN: Was ist die FN im Pferdesport?

FN steht für Deutsche Reiterliche Vereinigung - der Dachverband des deutschen Pferdesports mit Sitz in Warendorf. Die FN gibt die Ausbildungsskala heraus, regelt Turnierregeln und vertritt Deutschland bei der internationalen FEI.

Fohlen: Was ist ein Fohlen?

Ein Fohlen ist ein Pferd bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Stutenfohlen werden als Stutfohlen bezeichnet, Hengstfohlen als Hengstfohlen. Mit dem zweiten Lebensjahr beginnt das Jährlingsstadium. Fohlen werden in der Regel nach 6 bis 8 Monaten von der Mutter abgesetzt.

Fuchs: Was ist ein Fuchs Pferd?

Fuchs bezeichnet Pferde mit rotbraunem bis goldgelbem Fell und heller (nicht schwarzer) Mähne und Schweif in ähnlicher oder hellerer Farbe als das Fell. Er ist eine der vier Grundfarben und besonders häufig bei Haflingern, Belgischen Warmblütern und Quarter Horses. Ein Fuchs mit sehr hellem Fell und weißblonder Mähne wird als Palomino bezeichnet.

Pferdelexikon G: Von Gamaschen und Galopp bis Grundgangarten und Gestüt

Alle Reit- und Pferdebegriffe mit G - von Ausrüstung wie Gamaschen und Gebiss über anatomische Begriffe wie Ganasche bis zu Ausbildungsthemen wie Gelassenheitstraining und Geraderichten.

Gallen: Was sind Gallen beim Pferd?

Gallen sind mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Schwellungen an den Gelenken oder Sehnenscheiden des Pferdes, meist am Fesselgelenk oder Sprunggelenk. Weiche Gallen ohne Lahmheit gelten oft als Schönheitsfehler; harte oder druckempfindliche Gallen sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Galopp: Was ist Galoppieren?

Der Galopp ist die schnellste der drei Grundgangarten und ein Dreitakt-Sprunggang. Das führende Vorderbein bestimmt die Hand: links führend = linker Galopp. Varianten sind Arbeitsgalopp, versammelter Galopp, Mittelgalopp und verstärkter Galopp sowie der Fliegende Galoppwechsel.

Gamaschen: Was sind Gamaschen beim Pferd?

Gamaschen sind Beinschutzausrüstung für Pferde, die mit Klettverschluss um das Bein befestigt werden und Sehnen, Bänder und Gelenke vor Stößen und Scheuern schützen. Je nach Einsatz gibt es Dressur-, Gelände-, Stallgamaschen und Therapiegamaschen. Alle Gamaschen bei RidersDeal.

Ganasche: Was ist die Ganasche beim Pferd?

Die Ganasche ist der breite, muskulöse Unterkieferbereich des Pferdes, der beidseitig den Kehlgang begrenzt. Eine breite, gut geformte Ganasche lässt dem Pferd ausreichend Platz für die Atemwege und ermöglicht die korrekte Biegung - deshalb ist Ganaschenfreiheit ein wichtiges Ausbildungskriterium.

Ganaschenfreiheit: Was ist die Ganaschenfreiheit?

Ganaschenfreiheit bezeichnet die Fähigkeit des Pferdes, die Ganasche locker zu lassen und den Hals frei zu biegen, ohne im Kehlgang zu klemmen. Sie ist Voraussetzung für echte Losgelassenheit und Anlehnung und zeigt sich darin, dass das Zaumzeug im Kehlgang nicht einschnürt.

Gangpferde: Was sind Gangpferde?

Gangpferde sind Pferderassen, die neben Schritt, Trab und Galopp mindestens einen weiteren natürlichen Gang zeigen - zum Beispiel Tölt, Pass oder Rack. Typische Gangpferderassen sind das Islandpferd (Tölt und Rennpass), der Paso Fino (Paso) und der Tennessee Walking Horse. Der Tölt ist besonders reitersitzfreundlich, da er kaum Auf-und-Ab-Bewegung erzeugt.

Gebiss: Was ist ein Gebiss beim Reiten?

Das Gebiss ist das Metallteil der Trense, das im zahnlosen Bereich (Laden) des Pferdemaulss liegt und über die Zügel zur Einwirkung dient. Gebissformen unterscheiden sich in Wirkungsweise und Stärke: Trensenstange, Wassertrense, Olivenkopftrense und die stärkere Kandare. Das richtige Gebiss für Dein Pferd.

Gelassenheitstraining: Was ist Gelassenheitstraining beim Pferd?

Gelassenheitstraining bezeichnet das systematische Gewöhnen des Pferdes an ungewohnte Reize - Geräusche, Gegenstände, Situationen - um Schreckreaktionen zu reduzieren. Es basiert auf Habituation (Gewöhnung durch Wiederholung) und Desensibilisierung und ist besonders für junge, scheue oder traumatisierte Pferde wertvoll. Gelassenheitstraining: Methoden und Tipps.

Geraderichten: Was ist Geraderichten beim Reiten?

Geraderichten ist die fünfte Stufe der Ausbildungsskala und bezeichnet das Ziel, das von Natur aus schiefe Pferd so auszubilden, dass Hinter- und Vorderhand auf einer Linie laufen. Ein gerades Pferd kann die Kraft gleichmäßig verteilen und ist die Grundvoraussetzung für Versammlung.

Gestüt: Was ist ein Gestüt?

Ein Gestüt ist ein landwirtschaftlicher Betrieb zur gezielten Pferdezucht mit Hengsten, Stuten und Fohlen. Staatsgestüte wie Celle, Marbach oder Warendorf erhalten und fördern bestimmte Rassen im staatlichen Auftrag; private Gestüte züchten meist auf Sportleistung oder spezifische Rassen ausgerichtet.

Grullo: Was ist ein Grullo Pferd?

Grullo (auch: Grulla) ist eine Fellfarbe mit blaugrauem bis mausgrauem Grundton, schwarzen Beinen, Mähne und Schweif sowie typischerweise einem Aalstrich und Zebrastreifen an den Beinen. Es handelt sich um eine Variante der Falben-Färbung und kommt besonders bei Quarter Horses und Mustangs vor.

Grundgangarten: Was sind die Grundgangarten eines Pferdes?

Die drei Grundgangarten des Pferdes sind Schritt (Viertakt), Trab (Zweitakt, diagonal) und Galopp (Dreitakt, Sprunggang). Alle drei werden in Reinheit, Takt und Schwung bewertet. Gangpferde zeigen darüber hinaus weitere natürliche Gänge wie Tölt oder Pass.

    Pferdelexikon H: Von Hackamore und Halfter bis Hufschlag und Hufschmied

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit H - von Ausrüstung wie Hackamore, Halfter und Hufglocke über Anatomie wie Hinterhand bis zu Ausbildungskonzepten wie Horsemanship.

    Hackamore: Was ist ein Hackamore?

    Ein Hackamore ist ein gebissloses Zaumzeug, das über Druck auf Nase, Kinn und Genick wirkt - ohne Kontakt zum Maul. Es gibt mechanische Hackamores (mit Hebelwirkung) und bitless Bridles (ohne Hebel). Hackamores eignen sich für maulempfindliche Pferde oder als Ergänzung zur Ausbildung.

    Haflinger: Was ist ein Haflinger?

    Der Haflinger ist eine robuste Gebirgspferderasse aus dem Südtiroler Ort Hafling, erkennbar am charakteristischen Fuchs-Fell mit weißblonder Mähne und Schweif. Er gilt als gutmütig, trittsicher und vielseitig - beliebt im Freizeitreiten, Fahren und für Einsteiger. Haflinger: Steckbrief, Charakter und Haltung.

    Halfter: Was ist ein Halfter?

    Das Halfter ist das grundlegende Kopfstück zum Führen und Anbinden des Pferdes - ohne Gebiss. Es besteht aus Nasenriemen, Genickstück und Kehlriemen. Varianten sind Stallhalfter, Lederhalfter, Knotenhalfter (Horsemanship) und Fohlenhalfter. Halfter für jede Anforderung bei RidersDeal.

    Handgalopp: Was ist Handgalopp?

    Handgalopp bezeichnet einen leichten, flüssigen Arbeitsgalopp in mittlerem Tempo, bei dem das Pferd entspannt und raumgreifend galoppiert. Der Begriff stammt aus der Jagdreiterei; im modernen Sprachgebrauch entspricht er dem Arbeitsgalopp oder einem ruhigen Geländegalopp.

    Hannoversches Reithalfter: Was ist ein Hannoveranisches Reithalfter?

    Das hannoversche (oder hannoveranische) Reithalfter hat einen breiten, gepolsterten Nasenriemen und einen schmalen Steg, der unterhalb des Joches kreuzt. Es schränkt die Kaubewegung mehr ein als das englische Reithalfter und ist besonders im Dressursport weit verbreitet.

    Hengst: Was ist ein Hengst?

    Ein Hengst ist ein geschlechtsreifes, nicht kastriertes männliches Pferd. Für die offizielle Zucht muss er gekört sein. Kastrierte Hengste werden als Wallach bezeichnet; die Unterscheidung ist in der Pferdehaltung und beim Turnier relevant, da Hengste besondere Anforderungen an Haltung und Handling stellen.

    Hinterhand: Was ist die Hinterhand beim Pferd?

    Die Hinterhand umfasst den gesamten hinteren Körperbereich des Pferdes - Kruppe, Hüfte, Oberschenkel, Unterschenkel und Hinterfüße. Sie ist der Motor des Pferdes: Sie erzeugt Schub und - in der Versammlung - Tragkraft. Eine gut ausgebildete, aktive Hinterhand ist Grundvoraussetzung für alle höheren Lektionen.

    Horsemanship: Was ist Horsemanship?

    Horsemanship ist ein Oberbegriff für eine partnerschaftliche, auf Verständnis und Kommunikation ausgerichtete Pferdearbeit - basierend auf der natürlichen Körpersprache des Pferdes. Natural Horsemanship-Methoden wie Parelli oder Monty Roberts nutzen Druck-und-Nachgeben-Prinzipien und Knotenhalfter statt klassischer Ausrüstung. Ziel ist ein Pferd, das aus Vertrauen kooperiert. Eng verwandt: Gelassenheitstraining.

    Hufglocke: Was sind Hufglocken?

    Hufglocken sind glockenförmige Gummischutzaufsätze, die um den Huf und das Fesselgelenk gestülpt werden. Sie schützen vor Tritten, Steinschlag und Abrieb - besonders beim Geländeritt und Transport. Hufglocken bei RidersDeal.

    Hufrehe: Was ist Hufrehe beim Pferd?

    Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung des Huflederhäutchens, die zu Durchblutungsstörungen im Huf führt und im schlimmsten Fall zum Absinken oder Durchtreten des Hufbeins führt. Häufige Auslöser: zu viel zuckerhaltiges Gras im Frühjahr, EMS, Überbelastung oder Medikamente. Hufrehe: Symptome, Behandlung und Vorbeugung.

    Hufschlag: Was ist ein Hufschlag?

    Der Hufschlag bezeichnet die Linie entlang der Reitbahnwand, auf der das Pferd geritten wird. "Auf dem Hufschlag reiten" bedeutet, nah an der Bande entlangzuhalten. Der Hufschlag ist Ausgangspunkt und Orientierung für alle Hufschlagfiguren.

    Hufschlagfiguren: Was ist eine Hufschlagfigur?

    Hufschlagfiguren sind festgelegte Linien und Kurven auf dem Reitplatz - zum Beispiel Volte, Zirkel, Schlangenlinie, Kehrtvolte und Diagonale. Sie strukturieren das Training, fördern Biegung und Gleichmäßigkeit und sind Grundlage aller Dressuraufgaben.

    Hufschmied: Was macht ein Hufschmied?

    Der Hufschmied ist der Fachmann für Hufpflege und Hufbeschlag beim Pferd. Er kürzt und formt den Huf, fertigt Hufeisen an und schlägt sie auf. Auch barhuf gehaltene Pferde brauchen alle 6 bis 8 Wochen einen Hufschmied oder Hufpfleger zum fachgerechten Abtragen des Horns.

    Pferdelexikon I: Von Insulinresistenz und Interieur bis Islandpferd

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit I - von Gesundheitsthemen wie Insulinresistenz über Trainingsbegriffe wie Intervalltraining bis zur Fellfarbe Isabell und der beliebten Rasse Islandpferd.

    Insulinresistenz: Was ist Insulinresistenz beim Pferd?

    Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen des Pferdes weniger empfindlich auf Insulin reagieren - Zucker aus dem Blut wird schlechter aufgenommen, der Insulinspiegel steigt. Sie ist das Kernmerkmal des Equinen Metabolischen Syndroms (EMS) und erhöht das Risiko für Hufrehe erheblich. Management: zuckerarme Fütterung, Bewegung, regelmäßige tierärztliche Blutkontrollen.

    Interieur: Was ist das Interieur beim Pferd?

    Das Interieur bezeichnet die inneren Qualitäten eines Pferdes - Charakter, Temperament, Lernbereitschaft, Rittigkeit und Nervenstärke. Es ist neben dem Exterieur ein wichtiges Beurteilungskriterium bei der Körung und bei der Ankaufsuntersuchung.

    Intervalltraining: Was ist Intervalltraining beim Pferd?

    Beim Intervalltraining wechseln sich gezielte Belastungsphasen (z.B. Galopp) mit aktiven Erholungsphasen (Schritt) ab. Es verbessert die Ausdauer und Herz-Kreislauf-Fitness des Pferdes effizient und wird besonders in der Vorbereitung auf Turniere oder Geländeritte eingesetzt. Trainingsplan und Übungen für Dein Pferd.

    Isabell: Was bedeutet isabellfarben?

    Isabellfarben (oder Isabell) bezeichnet ein cremefarbenes bis goldgelbes Fell mit weißblonder Mähne und weißblondem Schweif. Die Farbe entsteht durch das Zusammenwirken des Cremello-Gens mit der Falben-Grundfarbe und ist nicht mit dem Palomino zu verwechseln, der ein rötlicheres Fell hat.

    Islandpferd: Was ist ein Islandpferd?

    Das Islandpferd ist eine seit über 1.000 Jahren reinrassig gezüchtete Kleinpferderasse aus Island, bekannt für seine fünf Gangarten: Schritt, Trab, Galopp, Tölt und Rennpass. Es ist robust, langlebig, charakterstark und besonders bei Freizeitreitern und Distanzreitern beliebt. Islandpferd: Charakter, Gangarten und alles zur Rasse.

    Pferdelexikon J: Jährling und Jütländer

    Reit- und Pferdebegriffe mit J - vom Jährling als einjährigem Pferd bis zum Jütländer als dänischer Kaltblutrasse.

    Jährling: Was ist ein Jährlingspferd?

    Ein Jährling ist ein Pferd im zweiten Lebensjahr - also zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag. Nach dem Jährlingsstadium folgen Zweijähriger und Dreijähriger; erst ab dem dritten bis vierten Jahr beginnt üblicherweise das Einreiten. Im Rennsport werden Vollblüter bereits als Zweijährige gestartet.

    Jütländer: Was ist ein Jütländer Pferd?

    Der Jütländer ist eine dänische Kaltblutrasse, die auf der Halbinsel Jütland gezüchtet wurde und als Zug- und Arbeitspferd diente. Er ist kompakt, muskulös und bekannt für seinen ruhigen, kooperativen Charakter. Heute ist die Rasse selten und wird vor allem in Dänemark erhalten.

    Pferdelexikon K: Von Kandare und Kardätsche bis Körung und Kruppe

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit K - von Ausrüstungsbegriffen wie Kandare, Kappzaum und Kardätsche über anatomische Begriffe wie Kastanien und Kruppe bis zur Körung als offizieller Hengstprüfung.

    Kandare: Was ist eine Kandare für Pferde?

    Die Kandare ist ein zweiteiliges Gebiss aus Kandarenstange und Kinnkette, das über Hebelwirkung auf Maul, Kinn und Genick einwirkt. Sie wird im Doppelzaum zusammen mit der Trense genutzt und ist erst für fortgeschrittene Pferd-Reiter-Paare geeignet. Trensen und Kandaren bei RidersDeal.

    Kappzaum: Was ist ein Kappzaum bei Pferden?

    Der Kappzaum ist ein gebissloses Kopfstück, das über Nasen- und Kinnriemen wirkt - ohne Kontakt zum Maul. Er wird vor allem beim Longieren und in der Bodenarbeit eingesetzt und schont das Maul junger oder maulsensibler Pferde. Kappzäume und Longierhalfter bei RidersDeal.

    Kapriole: Was ist eine Kapriole?

    Die Kapriole ist die höchste Lektion der Schule über der Erde: Das Pferd springt senkrecht in die Luft und schlägt im Höchstpunkt die Hinterbeine waagerecht aus. Sie setzt jahrelange Ausbildung in Versammlung voraus und ist eng mit der Spanischen Hofreitschule Wien verbunden.

    Kardätsche: Was ist eine Kardätsche?

    Die Kardätsche ist eine flache Pferdebürste mit kurzen, dichten Borsten, die nach dem Striegel eingesetzt wird, um tiefsitzenden Schmutz und Hautschuppen aus dem Fell zu lösen. Sie ist der zweite Schritt in der täglichen Putzroutine. Putzzeug für Pferde bei RidersDeal.

    Kastanien: Was sind die Kastanien beim Pferd?

    Kastanien sind verhornte Hautwülste an der Innenseite der Pferdebeine - vorne oberhalb des Karpalgelenks, hinten unterhalb des Sprunggelenks. Sie gelten als Rudiment eines früheren Zehenpolsters, wachsen lebenslang nach und sind individuell wie ein Fingerabdruck.

    Kehlriemen: Was ist der Kehlriemen?

    Der Kehlriemen ist der Riemen am Kopfstück, der unter dem Kehlgang geschlossen wird und verhindert, dass das Zaumzeug über den Kopf rutscht. Die korrekte Weite: vier Finger passen flach zwischen Riemen und Kehlgang - zu eng schnürt die Atemwege ein.

    Kinnkette: Was ist eine Kinnkette?

    Die Kinnkette ist eine Gliederkette, die zur Kandare gehört und im Kinnkettengraben unterhalb des Mauls liegt. Sie verstärkt die Hebelwirkung der Kandare - bei angezogenem Zügel soll sie in einem Winkel von etwa 45 Grad liegen.

    Klassische Reitlehre: Was ist die Klassische Reitlehre?

    Die Klassische Reitlehre ist die auf Xenophon und den Renaissance-Reitmeistern aufbauende Tradition der Pferdeausbildung, die auf Verständnis, Geduld und schrittweisem Aufbau basiert. Grundlagenwerke stammen von de la Guérinière und Steinbrecht; die FN-Ausbildungsskala orientiert sich an diesen Prinzipien.

    Klemmig: Was bedeutet ein klemmiges Pferd?

    Ein klemmiges Pferd hält den Rücken verspannt und schwingt nicht durch - das Gegenteil von losgelassen. Ursachen sind häufig ein schlecht sitzender Sattel, Rückenprobleme oder Stress; die Lösungsphase zu Beginn jeder Reitstunde soll Klemmigkeit verhindern.

    Kolik: Was ist eine Kolik beim Pferd?

    Kolik ist der Sammelbegriff für Bauchschmerzen beim Pferd - ausgelöst durch Verdauungsstörungen, Gasansammlungen oder Darmverschlüsse. Sie gilt als häufigster Notfall in der Pferdehaltung: Typische Anzeichen sind Scharren, Wälzen und Flankenbeobachten. Bei Verdacht sofort den Tierarzt rufen. Alles zur Kolik beim Pferd.

    Kontergalopp: Was ist der Kontergalopp?

    Beim Kontergalopp galoppiert das Pferd auf der "falschen" Hand - auf der linken Bahn mit dem rechten Vorderbein führend. Er ist keine Unart, sondern eine gezielte Gymnastiizierungsübung zur Stärkung von Balance und Geraderichtung, die ab Dressurklasse L gefordert wird.

    Koppel: Was ist eine Koppel?

    Eine Koppel ist eine eingezäunte Weide- oder Auslauffläche für Pferde, die Bewegung, Grasen und sozialen Kontakt ermöglicht. Zur artgerechten Koppel gehören sicherer Zaun, Witterungsschutz und frisches Wasser. Weidehaltung: Sicher und artgerecht auf der Koppel.

    Körung: Was ist eine Körung bei Pferden?

    Die Körung ist die offizielle Zuchtprüfung für Hengste, bei der eine Zuchtverbandskommission Exterieur, Bewegung und Interieur bewertet. Nur ein "gekörter" Hengst darf offiziell zur Zucht zugelassen werden - bekannte Körungen sind die Hannoveraner Körung in Verden und die Westfalen Körung in Münster-Handorf.

    Kruppe: Was ist die Kruppe beim Pferd?

    Die Kruppe ist der obere hintere Körperbereich des Pferdes - von der Hüfte bis zum Schweifansatz. Eine leicht abfallende, gut bemuskelte Kruppe gilt als ideal für Sport- und Dressurpferde; eine steile Kruppe begrenzt die Hinterhandtätigkeit.

    Kurzhaar: Was ist das Kurzhaar beim Pferd?

    Das Kurzhaar bezeichnet das kurze Deckhaar am Rumpf und den Beinen - im Gegensatz zum Langhaar aus Mähne, Schweif und Fesen. Es wechselt zweimal jährlich: Im Herbst wächst das dichte Winterfell, im Frühjahr das kürzere, glänzendere Sommerfell.

    Kurzkehrt: Was ist Kurzkehrt?

    Kurzkehrt ist eine Richtungsänderung auf der Reitbahn, bei der das Pferd sich auf kleinstem Raum (halbe Volte, ca. 6 m) um 180 Grad wendet. Sie erfordert Durchlässigkeit und Versammlungsbereitschaft und wird zum Handwechsel ohne große Linie eingesetzt.

    Pferdelexikon L: Von Longe und Longieren bis Losgelassenheit und LPO

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit L - von Ausrüstung wie Longe und Leckstein über Ausbildungsbegriffe wie Losgelassenheit und Lösen bis zu Verbänden und Regelwerken wie der LPO.

    Landbeschäler: Was ist ein Landbeschäler?

    Ein Landbeschäler ist ein staatlicher Beschäler (Zuchthengst), der von einem Landgestüt gehalten und Stuten im Umkreis zur Verfügung gestellt wird. Landbeschäler sollten die Qualität der Pferdezucht in der Region verbessern - eine Tradition, die in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert besteht und heute noch in Gestüten wie Celle fortgeführt wird.

    Langhaar: Was ist das Langhaar beim Pferd?

    Als Langhaar bezeichnet man Mähne, Schweif und Fesen des Pferdes - im Gegensatz zum Kurzhaar am Rumpf. Langhaar wächst kontinuierlich und erfordert regelmäßige Pflege; bei Sportpferden wird es oft gekürzt oder aufgebunden, bei Kaltblütern bewusst in voller Länge erhalten.

    Laterne: Was ist eine Laterne am Pferd?

    Eine Laterne ist ein besonders breites Gesichts-Abzeichen, das sich über Stirn, Nasenrücken und Nüstern erstreckt - breiter als eine Blesse und oft bis auf die Lippen ausgedehnt. Sie wird im Equidenpass zur Identifikation eingetragen.

    Leckstein: Was ist ein Leckstein?

    Ein Leckstein ist ein gepresstes Mineralstoffblock, den das Pferd nach Bedarf ableckt. Er liefert Natrium, Kalium, Magnesium und Spurenelemente, die über Futter und Heu oft nicht vollständig abgedeckt werden. Ob ein Leckstein sinnvoll ist, hängt von der Grundversorgung ab. Leckstein beim Pferd: sinnvoll oder nicht?

    Leichter Sitz: Was ist der leichte Sitz beim Reiten?

    Beim leichten Sitz entlastet der Reiter den Pferderücken, indem er das Gewicht aus dem Sattel nimmt und sich leicht nach vorn neigt - ohne aufzustehen. Er wird beim Geländereiten, im Galopp bergauf und bei Jungpferden oder rückenempfindlichen Pferden eingesetzt.

    Leichttraben: Was ist Leichttraben?

    Beim Leichttraben steht der Reiter jeden zweiten Trittschlag aus dem Sattel auf und setzt sich wieder - im Rhythmus des Trabs. Es entlastet den Pferderücken, ist für Einsteiger leichter zu erlernen als das Aussitzen und in Dressurprüfungen bis Klasse E üblich.

    Leinöl: Was bringt Leinöl beim Pferd?

    Leinöl wird Pferden als Ergänzungsfuttermittel zugegeben, da es reich an Omega-3-Fettsäuren (ALA) ist, die entzündungshemmend wirken können und Fell und Haut unterstützen. Es wird häufig bei trockener Haut, stumpfem Fell oder als Energielieferant eingesetzt. Mehr dazu: Leinöl für Pferde: Wirkung und richtige Dosierung.

    Lipizzaner: Was ist ein Lipizzaner?

    Der Lipizzaner ist eine barocke Pferderasse, die im 16. Jahrhundert im slowenischen Lipica gezüchtet wurde und untrennbar mit der Spanischen Hofreitschule in Wien verbunden ist. Lipizzaner werden als Fohlen dunkel geboren und werden erst mit 6 bis 10 Jahren schimmel. Sie sind bekannt für ihre Eignung für die Hohe Schule und die Lektionen über der Erde.

    Longe: Was ist eine Longe?

    Die Longe ist eine 6 bis 10 Meter lange Leine aus Leder, Gurt oder Kunstfaser, die am Kappzaum oder Longierhalfter befestigt wird und das Pferd beim Longieren auf dem Zirkel hält. Sie überträgt die Hilfen des Longenführers auf das Pferd.

    Longieren: Was ist Longieren?

    Beim Longieren wird das Pferd an der Longe auf einem Zirkel um den Longenführer herum bewegt. Es dient der Gymnastiizierung, dem Training ohne Reiter, der Rehabilitation und der Ausbildung junger Pferde. Longieren: Grundlagen, Technik und häufige Fehler.

    Lösen: Was ist das Lösen beim Reiten?

    Das Lösen ist die Aufwärmphase zu Beginn jeder Reitstunde, in der das Pferd durch Schritt, leichten Trab und weite Kurven körperlich und mental auf die Arbeit vorbereitet wird. Ziel ist das Erreichen von Losgelassenheit - Verspannungen werden gelöst, bevor an Lektionen gearbeitet wird.

    Losgelassenheit: Was ist Losgelassenheit beim Pferd?

    Losgelassenheit ist die zweite Stufe der Ausbildungsskala und beschreibt einen Zustand, in dem das Pferd körperlich und mental entspannt ist, der Rücken schwingt und die Energie frei von Hinterhand bis zur Hand fließt. Äußere Zeichen: ruhig kauendes Maul, gelassener Schweif, weiche Ohrbewegung. Losgelassenheit ist Voraussetzung für alle weiteren Ausbildungsschritte.

    LPO: Was ist die LPO beim Reiten?

    LPO steht für "Leistungs-Prüfungs-Ordnung" - das Regelwerk der FN, das alle Prüfungsklassen, Anforderungen und Bewertungsmaßstäbe für Turniere im deutschen Pferdesport festlegt. Die LPO regelt u.a. Startberechtigungen, Ausrüstungsvorschriften und die Einteilung in Leistungsklassen von E bis S.

    Lusitano: Was ist ein Lusitano?

    Der Lusitano ist eine iberische Pferderasse aus Portugal, eng verwandt mit dem Andalusier. Er ist bekannt für Bewegungsfreude, Intelligenz, Mut und natürliche Versammlung - und war traditionell für den Stierkampf zu Pferd (Rejoneo) und die klassische Reitkunst gezüchtet. Lusitano: Charakter, Haltung und ob diese Rasse zu Dir passt.

    Pferdelexikon M: Von Mähne und Martingal bis Mittellinie und Mustang

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit M - von Anatomie wie Mähne und Mittelhand über Ausrüstung wie Martingal bis zu Rassen wie Maultier und Mustang.

    Magengeschwür: Was ist ein Magengeschwür beim Pferd?

    Magengeschwüre (EGUS - Equine Gastric Ulcer Syndrome) sind Schleimhautläsionen im Pferdemagen, die durch Übersäuerung entstehen. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) sind Magengeschwüre bei 9,1% der befragten Pferdebesitzerinnen das aktuell größte Gesundheitsthema. Typische Anzeichen: Widerwillen gegen Aufzäumen, Koliksymptome, Leistungsabfall, schlechte Körperkondition. Empfindlicher Pferdemagen: Warnzeichen und Vorbeugung.

    Mähne: Was ist eine Mähne?

    Die Mähne ist das lange Haar am Hals des Pferdes, das zum Langhaar gehört. Sie wird je nach Disziplin unterschiedlich gepflegt: Im Dressursport oft aufgebunden oder eingeflochten, im Westernreiten lang und natürlich, bei Islandpferden in voller Pracht erhalten.

    Martingal: Was ist ein Martingal beim Reiten?

    Ein Martingal ist ein Hilfszügel, der verhindert, dass das Pferd den Kopf unkontrolliert hochreißt. Das stehende Martingal ist am Nasenriemen befestigt, das laufende Martingal wirkt über Ringe auf die Zügel. Im Springsport ist das laufende Martingal weit verbreitet.

    Maulesel: Was ist ein Maulesel?

    Ein Maulesel ist die Kreuzung aus Eselshengst und Pferdestute - im Gegensatz zum Maultier (Pferdehengst x Eselsstute). Maulesel sind kleiner als Maultiere, eher pferdeähnlich im Körperbau und wie diese in der Regel unfruchtbar. Sie sind seltener als Maultiere.

    Maultier: Was ist ein Maultier?

    Ein Maultier ist die Kreuzung aus Pferdehengst und Eselsstute. Es ist trittsicher, ausdauernd, robust und braucht weniger Futter als ein Pferd gleicher Größe. Maultiere sind fast immer unfruchtbar. Sie wurden jahrhundertelang als Last- und Arbeitstiere eingesetzt und erfreuen sich heute im Trail- und Trekkingreiten wachsender Beliebtheit.

    Mexikanisches Reithalfter: Was ist ein mexikanisches Reithalfter?

    Das mexikanische Reithalfter (auch: Crossover-Halfter) hat zwei schmale Nasenriemen, die sich überkreuzen - einer liegt oberhalb, einer unterhalb des Gebisses. Es schränkt die Kaubewegung stärker ein als das englische Reithalfter und wird häufig bei Pferden eingesetzt, die zur Zungenüberlegung neigen.

    Mittelhand: Was ist die Mittelhand beim Pferd?

    Die Mittelhand bezeichnet den mittleren Körperbereich des Pferdes - Widerrist, Rücken, Flanke und Bauch. Sie verbindet Vorhand und Hinterhand und ist entscheidend für den Schwung und die Tragfähigkeit. Ein schwingender Rücken in der Mittelhand ist ein zentrales Zeichen von Losgelassenheit.

    Mittellinie: Was ist eine Mittellinie?

    Die Mittellinie ist die gedachte Linie, die den Reitplatz in der Längsachse halbiert - von A nach C. Sie ist eine der wichtigsten Hufschlagfiguren und zentraler Bestandteil jeder Dressuraufgabe: Einreiten auf der Mittellinie, Anhalten am X, Grüßen beim Richter.

    Mustang: Was ist ein Mustang Pferd?

    Der Mustang ist ein halbwildes Pferd Nordamerikas, das von verwilderten Hauspferden spanischer Herkunft abstammt. Er ist robust, trittsicher und anpassungsfähig - und erlebt durch Natural Horsemanship wachsende Beliebtheit in Europa. Mustang: Charakter, Haltung und Preis.

    Pferdelexikon N: Nasenriemen und Nüster

    Reit- und Pferdebegriffe mit N - vom Nasenriemen als Teil des Zaumzeugs bis zur Nüster als Sinnesorgan des Pferdes.

    Nasenriemen: Was ist der Nasenriemen beim Reiten?

    Der Nasenriemen ist der Teil des Reithalfters, der über den Nasenrücken des Pferdes verläuft und die Kaubewegung reguliert. Je nach Reithalfter-Typ - englisch, hannoversch oder mexikanisch - sitzt er unterschiedlich und hat unterschiedliche Wirkung. Zwei Finger müssen zwischen Nasenriemen und Nasenrücken passen.

    Nüster: Was sind die Nüstern beim Pferd?

    Die Nüstern sind die Nasenlöcher des Pferdes - hochbeweglich und als Sinnesorgan essenziell. Weitgestellte, elastische Nüstern ermöglichen eine hohe Sauerstoffaufnahme bei Belastung und gelten als Exterieur-Merkmal edler Rassen. Beim Flehmen rollen Pferde die Oberlippe hoch und öffnen die Nüstern weit, um Gerüche zu analysieren.

    Pferdelexikon O: Von Offenstall und Oldenburger bis Olivenkopftrense und Oxer

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit O - von Haltungsformen wie Offenstall über Rassen wie Oldenburger bis zu Ausrüstung wie Olivenkopftrense und Springhindernissen wie dem Oxer.

    Offenstall: Was ist ein Offenstall für Pferde?

    Im Offenstall haben Pferde rund um die Uhr freien Zugang zu einem überdachten Unterstand und einem Auslauf. Diese Haltungsform kommt dem natürlichen Herdenverhalten am nächsten, fördert Bewegung und soziale Kontakte und gilt als besonders artgerecht. Offenstall für Pferde: Was Du wissen musst.

    Oldenburger: Was ist ein Oldenburger Pferd?

    Der Oldenburger ist ein deutsches Warmblut aus dem Oldenburger Land, das zu den leistungsstärksten Sport-Pferderassen zählt. Er ist großrahmig, ausdrucksstark und besonders im Dressur- und Springsport erfolgreich. Die Oldenburger Körung in Oldenburg gehört zu den bedeutendsten Hengstschauen Deutschlands.

    Olivenkopftrense: Was ist ein Olivenkopfgebiss?

    Die Olivenkopftrense ist ein Stangengebiss mit olivenförmigen Enden, in die die Trensenringe eingehängt sind. Durch die fixierte Ringbefestigung wirkt sie direkter und präziser als eine lose Wassertrense - ohne die stärkere Hebelwirkung einer Kandare. Sie ist im Dressursport weit verbreitet.

    Oxer: Was ist ein Oxer beim Reiten?

    Ein Oxer ist ein breites Springhindernis aus zwei parallelen Stangen, das sowohl Höhe als auch Weite fordert. Er ist ein klassisches Element im Springparcours. Varianten sind der parallele Oxer (beide Stangen gleich hoch), der ansteigende Oxer (hintere Stange höher) und der Schwedenoxer (Stangen überkreuzt).

    Pferdelexikon P: Von Paddock und Piaffe bis Pirouette und Pony

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit P - von Haltung wie Paddock über Dressur-Lektionen wie Passage, Piaffe und Pirouette bis zu Ausrüstung wie Pelham und Panikhaken.

    Paddock: Was ist ein Paddock beim Pferd?

    Ein Paddock ist ein kleinerer eingezäunter Auslauf direkt am Stall, der den Pferden tägliche Bewegung und Frischluft ermöglicht - meist ohne Grasbewuchs. Er ist kein Ersatz für eine Koppel, aber für Pferde mit eingeschränktem Weidegang oder im Winter unverzichtbar. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) sind täglich mehr als drei Viertel der Reiterinnen am Stall - täglicher Paddock-Auslauf ist für die meisten Standard.

    Palomino: Was ist ein Palomino?

    Palomino bezeichnet ein goldgelbes bis cremefarbenes Fell mit weißblonder Mähne und weißblondem Schweif. Die Farbe entsteht durch ein einzelnes Cremeген auf Fuchsbasis - zwei Cremegene ergeben den helleren Isabell. Palominos kommen bei Quarter Horses, Lusitanos und Haflingern vor.

    Panikhaken: Was ist ein Panikhaken?

    Der Panikhaken ist eine Sicherheitsvorrichtung zum Anbinden von Pferden, die sich im Notfall durch einen einfachen Zug lösen lässt - ohne Knoten öffnen zu müssen. Er verhindert Verletzungen, wenn ein Pferd durchgeht oder rückwärts zieht. Jedes Pferd sollte ausschließlich mit Panikhaken angebunden werden.

    Parade: Was ist eine Parade beim Pferd?

    Eine Parade ist das koordinierte Zusammenwirken von treibenden, gewichtsmäßigen und verwahrenden Hilfen, um das Pferd zu verlangsamen, anzuhalten oder in eine höhere Versammlung zu bringen. Paraden sind kein Reißen am Zügel, sondern ein Kommunikationsimpuls - das Pferd soll "ans Bein" reagieren.

    Parcours: Was ist ein Parcours?

    Ein Parcours ist eine festgelegte Folge von Hindernissen, die Pferd und Reiter in einer bestimmten Reihenfolge und Zeit bewältigen müssen - typisch im Springreiten und Geländeritt. Im Springparcours werden Abwürfe und Zeitfehler mit Strafpunkten bewertet; Fehlerpunkte und Zeitüberschreitungen entscheiden über die Platzierung.

    Pas De Deux: Was ist ein Pas de Deux im Pferdesport?

    Der Pas de Deux ist eine Dressur-Kür, bei der zwei Reiter gleichzeitig und synchron Lektionen vorführen - zu Musik und mit aufeinander abgestimmten Figuren. Er verbindet technische Präzision mit choreografischer Ausdrucksstärke und ist eine eigene Wettkampfdisziplin, die häufig auf Schauveranstaltungen zu sehen ist.

    Passage: Was ist eine Passage beim Reiten?

    Die Passage ist ein versammelter, sehr schwungvoller Trab mit langer Schwebephase - die Beine werden hoch und energisch gehoben, das Pferd scheint fast in der Luft zu "schweben". Sie ist eine der höchsten Dressur-Lektionen und untrennbar mit der Piaffe verbunden, aus der sie direkt hervorgehen kann.

    Passgang: Was ist der Passgang beim Pferd?

    Im Passgang bewegt das Pferd die beiden Beine einer Seite gleichzeitig vor - links-links, dann rechts-rechts. Er ist ein Zweitakt-Seitengang und beim normalen Warmblut ein Gangfehler, bei Gangpferden wie dem Islandpferd aber ein natürlicher Extragang (Rennpass) mit hoher Geschwindigkeit.

    PAT Werte: Was sind die PAT Werte beim Pferd?

    PAT steht für Puls, Atmung und Temperatur - die drei Vitalwerte, die jede Pferdebesitzerin kennen sollte. Normalwerte in Ruhe: Puls 28-44 Schläge/min, Atemfrequenz 8-16/min, Rektaltemperatur 37,5-38,2°C. Abweichungen können auf Kolik, Fieber oder Erschöpfung hinweisen und sind erstes Alarmsignal für den Tierarzt.

    Pelham: Was ist ein Pelham?

    Das Pelham ist ein Kombinationsgebiss, das Trensen- und Kandarenwirkung in einem Stück vereint - mit zwei Zügelpaaren: einem am Ring (Trensenwirkung) und einem am Anzug (Kandarenwirkung). Es ist eine Alternative zum vollständigen Doppelzaum und im Springsport und bei Pferden mit kleinem Maul beliebt.

    Piaffe: Was ist die Piaffe beim Reiten?

    Die Piaffe ist ein höchst versammelter Trab auf der Stelle - das Pferd hebt die Beine im Zweitakt diagonal, ohne vorwärtszutreten. Sie ist eine der Königslektionen der Grand Prix-Dressur und Ausdruck maximaler Versammlung und Durchlässigkeit. Aus der Piaffe kann direkt in die Passage übergegangen werden.

    Pirouette: Was ist eine Pirouette beim Reiten?

    Die Pirouette ist eine 360-Grad-Drehung im Galopp auf kleinstem Raum, bei der die Hinterhand als Drehpunkt dient und das Pferd im Galopprhythmus bleibt. Sie ist eine Grand-Prix-Lektion und zeigt maximale Durchlässigkeit und Versammlung. Halbpirouetten (180°) werden bereits ab Klasse S verlangt.

    Pony: Was ist ein Pony?

    Als Pony gelten Pferde, die im Erwachsenenalter eine Widerristhöhe von maximal 148 cm (ohne Eisen) erreichen. Ponys sind oft robuster, langlebiger und leichtfutterwüchsiger als Großpferde - und deshalb erhöht anfällig für Hufrehe und EMS. Bekannte Ponyrassen: Shetlandpony, Welsh Pony, Dartmoor und Deutschen Reitpony.

    Pferdelexikon Q: Quadrille

    Reit- und Pferdebegriffe mit Q - im deutschsprachigen Reitsport ist Q naturgemäß kurz. Der wichtigste Begriff: die Quadrille als Gruppen-Kür.

    Quadrille: Was ist eine Quadrille beim Reiten?

    Eine Quadrille ist eine synchronisierte Gruppenvorführung von mindestens vier Reiter-Pferd-Paaren, die gemeinsam Figuren und Lektionen zu Musik präsentieren. Sie hat Wurzeln in der barocken Reitkunst und wird heute als Schauvorführung und als Wettkampfdisziplin gezeigt. Die Choreografie erfordert präzise Abstimmung und gleiche Ausbildungsstufe aller Teilnehmer.

    Pferdelexikon R: Von Ramskopf und Rappe bis Renvers und Rückwärtsrichten

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit R - von Exterieur-Begriffen wie Ramskopf über Fellfarben wie Rappe bis zu Ausbildungslektionen wie Renvers und Rückwärtsrichten.

    Ramskopf: Was ist ein Ramskopf?

    Der Ramskopf bezeichnet einen Pferdekopf mit stark gewölbtem, konvexem Nasenrücken - das Profil wölbt sich nach außen wie ein Widderkopf. Er gilt im Exterieur als unerwünscht und kommt vor allem bei älteren iberischen Rassen und Kaltblütern vor. Das Gegenteil ist das eingebogene Schüsselgesicht - typisch für Araber.

    Rappe: Was ist ein Rappe?

    Rappe bezeichnet ein Pferd mit vollständig schwarzem Fell, schwarzer Mähne und schwarzem Schweif - ohne braune oder rötliche Aufhellungen. Er ist eine der vier Grundfarben neben Brauner, Fuchs und Schimmel. Bekannte Rappen-Rassen: Friese, Kladruber und viele Warmblüter.

    Reithalfter: Was ist ein Reithalfter?

    Das Reithalfter (auch: Trensenzaum-Unterleghalfter) ist der Teil des Zaumzeugs, der unter der Trense getragen wird und den Nasenriemen hält. Die gängigsten Typen sind das englische, das hannoversche, das mexikanische und das kombinierte Reithalfter - jedes mit anderer Wirkung auf Maul und Kiefer.

    Renvers: Was ist Renvers beim Reiten?

    Renvers (auch: Kruppeein) ist eine Seitwärtsbewegung, bei der das Pferd mit vier Hufspuren auf dem Hufschlag reitet - die Hinterhand auf dem Hufschlag, die Vorhand einwärts gebogen. Es ist die Gegenbewegung zum Travers (Kruppeaus) und eine wichtige Gymnastiizierungsübung für Geraderichtung und Versammlung.

    Röhrbein: Was ist das Röhrbein beim Pferd?

    Das Röhrbein ist der mittlere Knochen des Pferdebeins zwischen Knie- bzw. Sprunggelenk und Fesselgelenk. Es ist dünn, wenig muskulös und besonders anfällig für Periostitis (Knochenhautreizung). Gamaschen schützen das Röhrbein vor Tritten und Abschürfungen.

    Rückwärtsrichten: Was ist Rückwärtsrichten?

    Rückwärtsrichten ist das Rückwärtstreten des Pferdes auf Hilfe des Reiters - im diagonalen Zweitakt, mit gerader Haltung und ohne Widersetzlichkeit. Es ist ein wichtiger Test für Durchlässigkeit und Gehorsam und in Dressurprüfungen ab Klasse A gefordert. Rückwärtsrichten darf nicht durch Ziehen am Zügel erzwungen werden.

    Pferdelexikon S: Von Sattel und Schabracke bis Strahlfäule und Stute

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit S - von Sattelausrüstung über Fellfarben wie Schecke und Schimmel bis zu Ausbildungsbegriffen wie Schulterherein und Schwung.

    Sattel: Was ist ein Sattel beim Pferd?

    Der Sattel ist das wichtigste Reitausrüstungsstück und überträgt das Gewicht des Reiters auf den Pferderücken. Ein korrekt passender Sattel ist essenziell: Sitzt er schlecht, entstehen Druckstellen, Rückenprobleme und Klemmigkeit. Man unterscheidet Dressur-, Spring-, Vielseitigkeits- und Westernsat­tel. Sattel und Sattelzubehör bei RidersDeal.

    Satteldecke: Was ist eine Satteldecke?

    Die Satteldecke (auch: Schabracke oder Sattelpad) liegt zwischen Sattel und Pferderücken, schützt den Rücken vor Druckpunkten und nimmt Schweiß auf. Sie muss korrekt sitzen - weder zu weit vorn noch zu eng am Widerrist. Satteldecken und Schabracken bei RidersDeal.

    Sattelzeug: Was ist das Sattelzeug?

    Als Sattelzeug bezeichnet man die Gesamtheit der Ausrüstung, die zum Reiten benötigt wird: Sattel, Sattelgurt, Steigbügel und Steigbügelriemen. Im weiteren Sinne gehören auch Satteldecke und Brustblatt dazu. Das Sattelzeug sollte regelmäßig auf Verschleiß geprüft und gepflegt werden.

    Sattelzwang: Was ist ein Sattelzwang?

    Sattelzwang bezeichnet eine Schmerzreaktion des Pferdes beim Aufsatteln - das Pferd weicht aus, legt Ohren an, schnappt oder tritt. Ursachen sind meist Rückenprobleme, schlechter Sattelsitz oder schlechte Erfahrungen. Sattelzwang sollte immer tierärztlich und sattlerisch abgeklärt werden, bevor mit Training begonnen wird.

    Schabracke: Was ist eine Schabracke?

    Die Schabracke ist eine geformte, farblich oft gestaltete Satteldecke mit geraden oder geschwungenen Kanten - typisch im Dressur- und Springsport. Im Turniersport ist die Farbe oft auf Reiterkleidung und Zaumzeug abgestimmt. Schabracken für Dressur und Springen bei RidersDeal.

    Schecke: Was ist ein Schecke?

    Ein Schecke ist ein Pferd mit großflächigen weißen und farbigen Fellflecken. Man unterscheidet Tobiano (weißer Rücken, farbiger Kopf), Overo (weißer Bauch, farbiger Rücken) und Sabino. Schecken kommen besonders bei Tinker, Paint Horse und Knabstrupper vor.

    Schimmel: Was ist ein Schimmel?

    Schimmel sind Pferde, die mit der Zeit ihr farbiges Fell verlieren und zu weißem oder grauem Haar ergrauen - sie werden als Fohlen dunkel geboren und schimmeln mit zunehmendem Alter. Das Ergrauen ist genetisch bedingt; echte weiße Pferde ohne diesen Prozess sind selten. Bekannte Schimmel-Rassen: Lipizzaner, Andalusier, Camargue.

    Schulterherein: Was ist Schulterherein beim Reiten?

    Das Schulterherein ist die erste und grundlegendste Seitwärtsbewegung der Dressur: Das Pferd wird auf dem Hufschlag geritten, die Vorhand nach innen versetzt und mit drei Hufspuren bewegt. Es fördert Geraderichtung, Biegung und Hinterhand-Aktivität und ist Grundlage für Travers und Renvers.

    Schwung: Was ist Schwung beim Pferd?

    Schwung ist die vierte Stufe der Ausbildungsskala und beschreibt die Übertragung der Energie der Hinterhand durch einen schwingenden Rücken in den Vortritt der Vorhand. Ein schwungvolles Pferd wirkt federnd und raumgreifend - nicht eilig oder verhastet. Schwung entsteht aus Losgelassenheit und Takt, nie durch Druck.

    Seniorenpferd: Was ist ein Seniorenpferd?

    Als Seniorenpferd gelten Pferde ab ca. 15 bis 18 Jahren, die besondere Aufmerksamkeit bei Fütterung, Zahnpflege, Gelenkgesundheit und Trainingsbelastung brauchen. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) sind 23,5% der erfassten Pferde 18 Jahre oder älter. Seniorenpferd fit halten: Gesundheit und Pflege im Alter.

    Spat: Was ist Spat beim Pferd?

    Spat (Sprunggelenkarthrose) ist eine degenerative Erkrankung der kleinen Sprunggelenke, die zu Knochenzubildungen und Lahmheit führt. Er tritt vor allem bei älteren Sportpferden auf und ist eine der häufigsten Ursachen chronischer Hinterhandlahmheit. Früherkennung durch die Beugeprobe ist wichtig.

    Strahlfäule: Was ist Strahlfäule beim Pferd?

    Strahlfäule ist eine bakterielle Infektion des Hufstrahls, die durch feuchte, verschmutzte Haltungsbedingungen begünstigt wird. Der Strahl riecht faulig, zersetzt sich und ist druckempfindlich. Täglich Hufe auskratzen und trockene Aufstallungsbedingungen sind die wichtigste Vorbeugung. Strahlfäule beim Pferd: Erkennen und behandeln.

    Stute: Was ist eine Stute?

    Eine Stute ist ein weibliches Pferd ab dem dritten Lebensjahr. Vor dem dritten Jahr spricht man von einem Stutfohlen oder einer Jährlingsstute. Stuten können rosse (brünstig) werden und zeigen dabei hormonell bedingte Verhaltensveränderungen. Laut unserer Community sind Stuten mit Abstand das am häufigsten gehaltene Geschlecht im Freizeitreiten.

    Pferdelexikon T: Von Takt und Trab bis Travers und Trense

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit T - vom Takt als erstem Ausbildungsziel über Rassen wie Tinker und Trakehner bis zu Ausrüstung wie Trense und Lektionen wie Travers.

    Takt: Was ist Takt beim Pferd?

    Takt ist die erste Stufe der Ausbildungsskala und bezeichnet den gleichmäßigen, rhythmischen Fußfall in allen drei Grundgangarten. Ein taktsicheres Pferd springt in konstantem Rhythmus - weder beschleunigend noch verlangsamend. Takt ist die Basis aller weiteren Ausbildung.

    Tinker: Was ist ein Tinker Pferd?

    Der Tinker (auch: Irish Cob oder Gypsy Vanner) ist eine robuste irische Rasse mit auffälligem Scheckenmus­ter und reichem Behang. Er gilt als gutmütig, familiär und vielseitig - beliebt im Freizeitreiten und bei Familien. Tinker: Steckbrief, Charakter und Haltung.

    Tölt: Was ist der Tölt beim Islandpferd?

    Der Tölt ist der bekannteste Extragang des Islandpferdes - ein viertaktiger Gang mit hoher Fußaktivität, bei dem immer mindestens ein Fuß Bodenkontakt hat. Er ist für den Reiter extrem sitzsanft, da kaum Auf-und-Ab-Bewegung entsteht, und kann sehr langsam bis sehr schnell geritten werden.

    Trab: Was ist Trab beim Pferd?

    Der Trab ist die zweite der drei Grundgangarten - ein Zweitakt-Diagonalgang mit Schwebephase. Je nach Versammlung unterscheidet man Arbeitstrab, Mitteltrab, verstärkten Trab und versammelten Trab. Geritten wird Trab im Aussitz oder im Leichttraben.

    Trakehner: Was ist ein Trakehner?

    Der Trakehner ist eine edle, leichte Warmblut-Rasse aus dem ehemaligen Ostpreußen, die als eine der reinsten Warmblutlinien Deutschlands gilt. Er ist bekannt für Sensibilität, Ausdruck und sportliche Leistung - besonders in Dressur und Vielseitigkeit. Trakehner: Charakter, Haltung und Steckbrief.

    Travers: Was ist Travers beim Reiten?

    Travers (Kruppeein) ist eine Seitwärtsbewegung, bei der das Pferd mit vier Hufspuren auf dem Hufschlag reitet - die Vorhand auf dem Hufschlag, die Hinterhand einwärts gebogen. Es ist die Gegenbewegung zum Renvers und eine wichtige Vorübung für die Pirouette.

    Trense: Was ist eine Trense beim Reiten?

    Die Trense ist das gebräuchlichste Zaumzeug - bestehend aus Kopfstück, Nasenriemen, Gebiss und einem Zügelpaar. Im Gegensatz zur Kandare wirkt die Trense direkt auf Mundwinkel, Zunge und Laden ohne Hebelwirkung. Trensen für jede Disziplin bei RidersDeal.

    Pferdelexikon U: Überstreichen und Unterdecke

    Reit- und Pferdebegriffe mit U - vom Überstreichen als Selbsthaltungsprüfung bis zur Unterdecke als praktisches Stallzubehör.

    Überstreichen: Was ist Überstreichen beim Reiten?

    Beim Überstreichen gibt der Reiter beide Zügel für 1-3 Schritte nach vorn, ohne die Verbindung vollständig aufzugeben. Das Pferd soll die Haltung selbstständig halten - zeigt es Losgelassenheit und Schwung, ist es ein Beweis echter Selbsthaltung. Das Überstreichen ist Pflichtbestandteil vieler Dressurprüfungen.

    Unterdecke: Was ist eine Unterdecke beim Pferd?

    Eine Unterdecke ist eine zusätzliche Innenschicht, die unter der Outdoordecke getragen wird und für mehr Wärme sorgt. Sie besteht meist aus Fleece oder Kunstfaser und wird mit Kreuzgurten befestigt. Unterdecken ermöglichen ein modulares Deckensystem - die Außenhülle bleibt wasserdicht, die Innenwärme wird flexibel angepasst. Pferdedecken und Unterdecken bei RidersDeal.

    Pferdelexikon V: Von Versammlung und Volte bis Voltigieren

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit V - von der Versammlung als höchstem Ausbildungsziel über die Volte als wichtige Bahnfigur bis zum Voltigieren als eigener Disziplin.

    Versammlung: Was ist Versammlung beim Pferd?

    Versammlung ist die sechste und höchste Stufe der Ausbildungsskala: Das Pferd tritt mit der Hinterhand weit unter den Körper, senkt die Kruppe, hebt den Hals und entlastet die Vorhand. In der Versammlung trägt das Pferd mehr Gewicht auf der Hinterhand - sie ist Voraussetzung für Piaffe, Passage und Pirouette.

    Volte: Was ist eine Volte beim Reiten?

    Die Volte ist ein kleiner Kreis von 6 bis 10 Metern Durchmesser - die kleinste runde Hufschlagfigur. Sie fördert Biegung, Gleichgewicht und Hinterhand-Untertreten. Eine korrekte Volte ist ein gleichmäßig gebogener Kreis, der an einer bestimmten Stelle der Reitbahn beginnt und endet.

    Voltigieren: Was ist Voltigieren?

    Voltigieren ist eine Pferdesportdisziplin, bei der Athleten auf dem Rücken eines longierenden Pferdes turnerische und tänzerische Übungen ausführen. Es fördert Balance, Körpergefühl und Vertrauen zum Pferd und gilt als idealer Einstieg in den Pferdesport für Kinder. Als Wettkampfdisziplin wird es bis zur Weltmeisterschaft und Olympia ausgeübt.

    Pferdelexikon W: Von Wallach und Warmblut bis Widerrist und Winterdecke

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit W - vom Wallach als kastriertem Hengst über das Warmblut als Sportrasse bis zum Widerrist als wichtigstem Maßpunkt des Pferdes.

    Wallach: Was ist ein Wallach?

    Ein Wallach ist ein kastrierter männlicher Hengst. Durch die Kastration fallen die hormonellen Schwankungen weg - Wallache gelten dadurch oft als ausgeglichener und im Umgang unkomplizierter als Hengste. Sie sind im Freizeitreiten und Sport die am häufigsten eingesetzte Kategorie neben Stuten.

    Warmblut: Was ist ein Warmblut?

    Warmblut bezeichnet Pferderassen, die durch Kreuzung von Kaltblütern (schwere Zugpferde) mit Vollblütern (Englisches Vollblut, Araber) entstanden sind. Sie vereinen Ausdauer, Temperament und Leistungsbereitschaft. Bekannte Warmblüter: Hannoveraner, Westfale, Trakehner, Oldenburger - alle aus der Körung heraus gezüchtet.

    Weidehaltung: Was ist Weidehaltung beim Pferd?

    Bei der Weidehaltung leben Pferde ganz oder zeitweise auf der Weide (Koppel) mit freiem Zugang zu Gras, Bewegung und Artgenossen. Sie gilt als besonders artgerecht, birgt aber im Frühling durch hohen Zuckergehalt im Gras ein erhöhtes Hufrehe-Risiko. Weidehaltung: Sicher und artgerecht auf der Koppel.

    Widerrist: Was ist der Widerrist beim Pferd?

    Der Widerrist ist der höchste Punkt des Pferderückens, gebildet durch die Dornfortsätze der Brustwirbel hinter dem Hals. Er ist der offizielle Messpunkt für die Stockmaßhöhe eines Pferdes und entscheidet, ob ein Tier als Pony (unter 148 cm) oder als Pferd gilt. Ein ausgeprägter Widerrist erschwert den Sattelsitz; ein zu flacher Widerrist lässt den Sattel verrutschen.

    Winterdecke: Was ist eine Winterdecke für Pferde?

    Eine Winterdecke (Outdoordecke mit Füllung) schützt das Pferd bei Kälte und Nässe auf der Weide. Die Füllstärke (100 g bis 400 g) wird nach Temperatur und Fellzustand gewählt - geschorene Pferde brauchen deutlich mehr Gramm als vollbehaarteT iere. Winterdecken für Pferde bei RidersDeal.

    Pferdelexikon X: Der Mittelpunkt der Dressurbahn

    X ist im deutschen Reitsportvokabular kein Buchstabe mit vielen Begriffen - aber einer ist unverzichtbar: X als zentraler Marker der Dressurbahn.

    X: Was bedeutet X in der Dressur?

    X bezeichnet den Mittelpunkt einer Dressurbahn - den Schnittpunkt der Mittellinie (A-C) und der Querlinie (B-E). Er ist nicht mit einem Buchstabenbuchstaben am Rand markiert, liegt aber exakt in der Mitte der 20×60-m-Bahn. An X wird in Dressurprüfungen angehalten und gegrüßt; viele Lektionen beginnen oder enden an X.

    Pferdelexikon Y

    Im deutschen Reitsportvokabular gibt es keine eigenständigen Fachbegriffe mit Y. Der Buchstabe Y taucht jedoch als Bahnpunkt auf: Y liegt auf der Querlinie zwischen B und X auf einer 20×60-m-Dressurbahn. Alle relevanten Reitbegriffe findest Du unter den anderen Buchstaben dieses Lexikons - nutze die Navigation oben zum schnellen Springen.

    Pferdelexikon Z: Von Zirkel und Zucht bis Zügel und Zweideck

    Alle Reit- und Pferdebegriffe mit Z - von der Bahnfigur Zirkel über die Pferdezucht bis zum Zügel als direktem Verbindungsglied zwischen Reiterhand und Pferdemau­l.

    Zirkel: Was ist ein Zirkel beim Reiten?

    Der Zirkel ist eine runde Hufschlagfigur von 20 Metern Durchmesser - die Standard-Kreisfigur auf einer 20×60-m-Reitbahn. Kleiner als der Zirkel ist die Volte (6-10 m). Der Zirkel ist eine der häufigsten Übungsformen beim Longieren und im Reitunterricht.

    Zucht: Was ist Pferdezucht?

    Pferdezucht bezeichnet die gezielte Verpaarung von Stuten und Deckhengsten zur Erzeugung von Nachkommen mit gewünschten Eigenschaften. In Deutschland wird Zucht über anerkannte Zuchtverbände mit Körung, Stutbuch und Leistungsprüfungen organisiert. Zuchtziele variieren je nach Rasse: Sportleistung, Charakter, Exterieur oder Rassetreue.

    Zügel: Was ist der Zügel beim Reiten?

    Der Zügel ist das Verbindungsglied zwischen der Hand des Reiters und dem Gebiss im Maul des Pferdes. Er dient als verwahrende und richtungsgebende Hilfe und sollte eine weiche, elastische Verbindung ohne festes Ziehen herstellen - die sogenannte Anlehnung. "Am Zügel" bedeutet, das Pferd hat Kontakt zur Hand; "auf der Zunge" liegt das Gebiss locker ohne Verbindung.

    Zweideck: Was ist ein Zweideck beim Pferd?

    Ein Zweideck ist ein zweiteiliges Deckensystem aus einer wasserdichten Außenhülle und einer wärmenden Unterdecke. Beide Teile werden zusammengesteckt und lassen sich flexibel kombinieren - je nach Wetterlage wird die Unterdecke dazugenommen oder weggelassen. Zweidecksysteme sind besonders wirtschaftlich, da man mit wenigen Teilen viele Temperaturvarianten abdeckt. Pferdedecken und Zweidecksysteme bei RidersDeal.

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