Ist ein Leckstein für Pferde sinnvoll? Salzleckstein, Mineralstein und mehr im Vergleich
Ist ein Leckstein für Pferde sinnvoll - oder ein teurer Gimmick? Die Frage stellen sich viele Reiterinnen, wenn sie am Sattelkammer-Eingang den bunten Salzblock hängen sehen. Dieser Ratgeber erklärt, was ein Leckstein wirklich leistet, welche Unterschiede zwischen Salzleckstein und Mineralstein bestehen und wann Du welche Variante brauchst.
Reitsport-Autorin & Pferdebesitzerin · Aktualisiert: Mai 2026
Was ist ein Leckstein für Pferde - und was leistet er?
Ein Leckstein ist ein gepresster Block aus Mineralien oder Salz, den Pferde nach Bedarf ablecken. Er dient als unkomplizierte Ergänzung zur Grundversorgung - das Pferd reguliert seine Aufnahme selbst.
Pferde verlieren täglich über Schweiß und Urin Natrium, Chlorid und andere Elektrolyte. Im Sommer und bei intensiver Arbeit ist dieser Verlust deutlich erhöht. Der Leckstein ist eine einfache Möglichkeit, dem Pferd die Möglichkeit zu geben, diesen Bedarf selbst zu regulieren - ohne dass Du täglich abwiegen und zudosieren musst.
Wichtig zu wissen: Ein Leckstein ist eine Ergänzung, kein vollwertiger Ersatz für ein strukturiertes Mineralfutterprogramm. Wer ausschließlich auf einen Salzleckstein setzt, riskiert eine Unterversorgung mit anderen Spurenelementen wie Zink, Kupfer oder Selen.
Ist ein Leckstein für Pferde wirklich sinnvoll?
Ein Leckstein ist sinnvoll als Basisergänzung - besonders für Pferde, die viel schwitzen, auf der Weide stehen oder deren Mineralfutterversorgung nicht lückenlos abgedeckt ist. Er ist allerdings kein Ersatz für ein individuell abgestimmtes Mineralfutter.
Laut RidersDeal Reitsport-Studie 2026 (n=3.515, ridersdeal.com/reitsportstudie-2026) gaben 11,2% der Reiterinnen "Fütterung und Mineralisierung" als häufiges Informationsbedürfnis an - das Thema Mineralstoffversorgung beschäftigt die Community kontinuierlich. Ein Leckstein ist dabei oft der erste Schritt, bevor umfangreichere Fütterungskonzepte entwickelt werden.
Bei RidersDeal sind die meistverkauften Produkte in der Mineralfutter-Kategorie nicht die Lecksteine selbst, sondern die Lecksteinhalter - ein klares Zeichen, dass der Leckstein fest im Stallalltag vieler Reiterinnen integriert ist. Der Kerbl-Lecksteinhalter und der Delizia-Lecksteinhalter gehören dabei zu den Dauerbestsellern.
Einen ausführlicheren Überblick über die gesamte Mineralstoffversorgung bietet unser Ratgeber: Mineralfutter für Pferde - welches braucht Dein Pferd wirklich?
Salzleckstein oder Mineralstein - was braucht mein Pferd wirklich?
Der Unterschied ist grundlegend: Ein Salzleckstein liefert fast ausschließlich Natrium und Chlorid. Ein Mineralstein enthält zusätzlich Spurenelemente, Magnesium, Kalzium und weitere Nährstoffe.
| Typ | Inhalt | Geeignet für |
|---|---|---|
| Salzleckstein (weiß oder rosa) | Natrium, Chlorid - meist reines Steinsalz | Basis-Elektrolytausgleich, Weide, Sommer |
| Mineralstein (braun oder bunt) | Salz + Spurenelemente, Magnesium, Kalzium | Ergänzendes Mineralstoffprofil, ganzjährig |
| Kräuterleckstein | Salz + Kräuterextrakte (Brennnessel, Kamille etc.) | Akzeptanzförderung, wenig Zusatznutzen |
| Leckstein für Senioren | Angepasste Mineralien, oft mit Biotin und Vitamin E | Ältere Pferde ab 16 Jahren |
Für die meisten Pferde ist ein einfacher Salzleckstein als tägliche Selbstbedienungsquelle eine sinnvolle Basisversorgung - vorausgesetzt, das Mineralfutter deckt den Rest ab. Wer kein Mineralfutter füttert, sollte einen Mineralstein wählen, der mehr Nährstoffe abdeckt. Allerdings bleibt die Aufnahmemenge beim Leckstein vom Pferd selbst bestimmt und ist schwer kontrollierbar - eine gezielte Mineral-Dosierung über Pellets oder Pulver ist in der Regel präziser.
Eine Kundin auf RidersDeal über das Mineral Secure + Senior von RidersChoice: "Mein Pony ist sonst sehr mäkelig beim Futter, aber dieses Mineralfutter frisst sie richtig gern. Es ist super bekömmlich und wird jedes Mal restlos aufgefressen." Das zeigt, wie wichtig die Schmackhaftigkeit eines Mineralfutters für die tatsächliche Aufnahme ist - ein Vorteil, den Lecksteine durch die Selbstregulation der Pferde naturgemäß lösen.
Wie befestige ich einen Leckstein für mein Pferd richtig?
Der Leckstein sollte immer so befestigt sein, dass das Pferd ihn jederzeit freiwillig und bequem erreichen kann - ohne dass er auf dem Boden liegt und durch Dreck oder Kot verunreinigt wird.
Die bewährteste Methode ist ein Lecksteinhalter aus Metall oder robustem Kunststoff, der an der Boxenwand oder am Weidezaun befestigt wird. Der Halter hält den Stein stabil in Position, verhindert ein Herausfallen und erleichtert den Austausch des verbrauchten Steins. Lecksteinhalter wie der Kerbl-Lecksteinhalter oder der Delizia Lecksteinhalter sind so konzipiert, dass sie Standard-Lecksteingrößen aufnehmen.
Auf der Weide gilt: Den Lecksteinhalter an einem Pfosten befestigen, der für alle Tiere gut erreichbar ist, aber genug Abstand zwischen den Pferden lässt, um Streit zu vermeiden. Bei mehreren Pferden auf einer Weide am besten mehrere Lecksteine verteilen.
- Leckstein immer in Kopfhöhe anbringen - nicht zu tief, nicht zu hoch
- Mindestens einmal wöchentlich auf Verunreinigungen prüfen
- Im Regen oder bei Dauerfeuchtigkeit Lecksteine schützen oder wechseln - sie lösen sich sonst zu schnell auf
- Lecksteinreste nicht auf dem Boden liegen lassen
"Für mich definitiv der beste und vielfältigste Onlineshop den es gibt. Egal ob Fahrsport, Bodenarbeit oder Freizeitreiten, hier findet man fast alles!"
- Stefanie Schubernig, @steffis_haflingerguys
Häufige Fragen zum Leckstein für Pferde
Kann ein Leckstein einem Pferd schaden?
Bei normaler Nutzung ist ein Leckstein für gesunde Pferde in der Regel unbedenklich. Pferde regulieren die Aufnahme meist selbst. Ausnahmen könnten Pferde mit Nierenerkrankungen oder bestimmten Stoffwechselstörungen sein - in diesen Fällen sollte ein Tierarzt die Mineralstoffversorgung individuell anpassen.
Braucht ein Pferd zusätzlich zu einem Leckstein noch Mineralfutter?
In den meisten Fällen ja. Ein einfacher Salzleckstein liefert hauptsächlich Natrium und Chlorid, aber keine ausreichenden Mengen an Spurenelementen wie Zink, Kupfer oder Selen. Ein vollwertiges Mineralfutter schließt diese Lücken gezielter und in kontrollierten Mengen.
Wie oft sollte ein Leckstein gewechselt werden?
Das hängt von der Anzahl der Pferde und der Nutzungsintensität ab. Ein 2-kg-Leckstein für ein Pferd hält durchschnittlich mehrere Wochen. Bei starker Nutzung, großer Hitze oder Regenfeuchtigkeit kann er sich deutlich schneller auflösen. Regelmäßig prüfen und bei Bedarf austauschen.
Lecksteinhalter, Mineralfutter und Supplemente für Dein Pferd findest Du bei RidersDeal - von Kerbl, Delizia und RidersChoice.
Ausgezeichnet als Top Shop 2024 & 2026 von COMPUTER BILD & Statista in der Kategorie Freizeit, Spiel und Hobby. Zur Auszeichnung 2026