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Scheren - Einfach oder eine Kunst?

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Scheren - Einfach oder eine Kunst?
Von Lea K. Vor 2 Monaten 1679 mal gelesen Keine Kommentare

So schön kuschlig weich das Winterfell unserer Pferde auch ist - wir kennen alle die "Probleme" die dieser dicke Plüsch macht. Man arbeitet sein Pferd und danach ist es schweißgebadet und will einfach nicht mehr trocknen. Langes Schritt reiten, Solarium, Abschwitzdecke und dann noch dieses lästige Nachschwitzen. Da kann man im Winter schon mal gut eine Stunde länger im Stall brauchen, um den Liebling wieder trocken zu bekommen. Vor allem für Pferde, die viel gearbeitet werden oder schon älter sind, kann das lange Fell eine ziemliche Last sein.

Da hilft nur eins: Die Schermaschine muss ran! Aber welche Schur passt für mein Pferd? Und wie pflege ich meine Schermaschine, damit ich möglichst lange etwas von ihr habe? All das erklären wir Dir hier:

1. Vor dem Scheren

Manche Pferde sind Scher-Profis. Sie genießen es sogar richtig und stehen wie eine Statue. Wenn Du so ein Prachtexemplar besitzt - nichts wie ran an die Schermaschine. Wenn Dein Pferd das Scheren jedoch nicht ganz so sehr genießt oder Du es noch nie geschoren hast, solltest Du darauf achten, dass Dein Pferd sich vorher ausreichend bewegt hat und ausgelastet ist. Manche Pferde macht das Scheren sehr nervös - dann solltest Du darüber nachdenken, ob das Prozedere für Dein Pferd mit einer Sedierung entspannter ist. Während dem Scheren solltest Du dann darauf achten, dass Du die Maschine ca. alle 10 Minuten einölst und die Haare aus den Messern bürstest.

2. Scher-Muster & Co.

  1. Voll-Schur: Die Voll-Schur ist besonders für Sportpferde geeignet, die häufig aufs Turnier gehen und viel trainiert werden. Diese Sport-Schur ist sehr pflegeleicht, lässt das Pferd makellos aussehen und erleichtert den Pferden das Arbeiten.
  2. Jagdschnitt: Diese Schur ist besonders für Pferde in mittlerer bis schwerer Arbeit geeignet. Hierbei wird das Pferd bis auf die Beine und die Sattellage komplett geschoren. Somit kann das Pferd regelmäßig gearbeitet werden und hat trotzdem durch das Fell an den Beinen ein wenig Schutz vor der Kälte, um es etwas länger im Kalten auszuhalten.
  3. Deckenschnitt: Diese Schur eignet sich gut für mittelmäßig gearbeitete Freizeitpferde. Du lässt dabei das Fell an den Beinen, am Kopf und im Rücken- und Nierenbereich dran, damit Dein Pferd noch genügend Schutz vor der Kälte hat.
  4. Bib-Clip: Dein Pferd steht im Offenstall oder steht viele Stunden am Tag in der Kälte? Dann ist diese Schur genau richtig. Hier scherst Du nur das Fell an der Brust und der Vorderseite des Halses, damit Dein Pferd eine kleine Lüftung bei der Arbeit hat. Mit dieser Schur ist Dein Pferd also noch optimal vor der Kälte geschützt und hat es trotzdem ein wenig leichter, wenn Du es bewegst.

-> Bei den ersten beiden Schuren musst Du dringend darauf achten, dass Dein Pferd dick genug eingedeckt ist, da es sich selbst nicht mehr ausreichend vor der Kälte schützen kann. Vor allem bei der Voll-Schur sollte Dein Pferd nicht zu lange der Kälte ausgesetzt sein.

3. Nach dem Scheren

Als Erstes solltest Du Dein Pferd natürlich abbürsten und eindecken. Dann geht es an die Säuberung und Pflege der Schermaschine. Die meisten Schermaschinen sind kein Schnäppchen, weshalb Du mit der richtigen Pflege vor allem Deinem Geldbeutel einen Gefallen tun kannst. Dafür entfernst Du die Scherblätter und den Scherkopf und bürstest die Haare mit einer feinen Bürste oder einem Pinsel runter. Wichtig ist, dass Du Deine Scherblätter regelmäßig schleifen lässt, damit sie auch weiterhin ordentlich scheren. Das ist meistens nach ca. 3-5 Schuren nötig. Danach ölst Du die Scherblätter noch einmal ein und lagerst alles an einem trockenen und nicht zu kalten Ort. Die Schermaschine solltest Du ebenfalls einmal im Jahr kontrollieren und eventuell einzelne Teile reinigen oder austauschen.


Damit wünschen wir Dir viel Spaß und Erfolg beim Scheren! :-)

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Quellen: St. Georg ; epplejeck-reitsport ; Barnboox