Richtig leichttraben – Der große Ratgeber für Reiterinnen
Leichttraben ist eine der ersten Grundlagen, die Reiterinnen lernen – und gleichzeitig eine der Techniken, an denen viele noch jahrelang feilen. Kein Wunder: Wer im Trab wirklich im Rhythmus des Pferdes schwingt, statt dagegen zu arbeiten, tut sich selbst einen großen Gefallen – und seinem Pferd noch mehr. Dieser Ratgeber erklärt Dir, wie Leichttraben korrekt funktioniert, welche häufigen Fehler Du vermeiden solltest und welches Zubehör den Unterschied machen kann.
RidersDeal Redaktion
Reiterinnen aus dem RidersDeal-Team · Aktualisiert: April 2026
Was ist Leichttraben – und warum ist es so wichtig?
Beim Leichttraben hebt sich die Reiterin im Zweitakt des Trabes rhythmisch aus dem Sattel und setzt sich wieder hinein – jeweils im Wechsel mit dem diagonalen Beinpaar des Pferdes. Ziel ist, die Stoßbelastung auf den Pferderücken zu reduzieren und eine harmonische Bewegung zwischen Pferd und Reiter zu ermöglichen.
Leichttraben ist für viele Pferde eine echte Erleichterung – besonders für Pferde mit empfindlichem Rücken oder in der Aufwärmphase. Biomechanisch kann korrekt ausgeführtes Leichttraben dazu beitragen, dass das Pferd freier schwingt und sich gleichmäßiger entwickelt. Entsprechend gehört es in nahezu jedes Training – egal ob Dressur, Springen oder Freizeitreiten.
In unserer RidersDeal-Community gaben 54 % der Reiterinnen an, fünf bis sieben Mal pro Woche zu reiten – das bedeutet: Trabarbeit ist Alltag. Umso mehr lohnt es sich, diese Grundlage wirklich sauber zu beherrschen.
Welches Bein vorne – so findest Du den richtigen Fuß
Die häufigste Frage von Reiterinnen lautet: "Welches Bein muss beim Leichttraben vorne sein?" Die klassische Regel lautet: Du sitzt, wenn das innere Hinterbein des Pferdes auffußt. Für Anfängerinnen vereinfacht: Du stehst auf, wenn das äußere Vorderbein nach vorne schwingt.
Um den richtigen Fuß zu erkennen, schau kurz auf die Schulter Deines Pferdes. Die äußere Schulter schwingt nach vorne – in diesem Moment gehst Du mit, also stehst Du auf. So sitzt Du automatisch auf der richtigen Diagonalen.
Wechselst Du die Hand, solltest Du die Diagonale wechseln – dafür einmal extra sitzen bleiben und dann neu aufstehen. Das klingt simpel, ist aber ein Punkt, den viele Reiterinnen im Alltag vergessen.
Diagonalen im Überblick
| Situation | Aktion | Merkhilfe |
|---|---|---|
| Äußere Schulter schwingt vor | Aufstehen | Schulter beobachten |
| Äußere Schulter geht zurück | Hinsetzen | Rhythmus spüren |
| Handwechsel (neue Innenseite) | Einmal extra sitzen, dann neu starten | Diagonale wechseln |
| Falscher Fuß bemerkt | Einmal sitzen bleiben, korrigieren | "Doppelter Takt" |
Wann umsitzen beim Leichttraben – und warum?
"Wann umsitzen beim Leichttraben?" ist eine der meistgesuchten Fragen zu diesem Thema – kein Wunder, denn hier steckt viel Unsicherheit. Die kurze Antwort: Du sitzt um, wenn Du die Seite wechselst (Handwechsel) oder wenn Dein Ausbilder oder eine Aufgabe es verlangt.
Im Turnier wird das Umsitzen in der Prüfungsaufgabe vom Richter bewertet. Sitzt Du auf der falschen Diagonale, können Abzüge folgen. Im Alltag und Training hingegen geht es darum, das Pferd gleichmäßig zu belasten – abwechselnd auf beiden Diagonalen zu traben ist deshalb Teil einer guten Ausbildungsroutine.
Tipp für Einsteiger: Übe das Umsitzen bewusst auf der Geraden – so fällt der Rhythmusbruch am wenigsten auf und Du kannst Dich voll auf die korrekte Diagonale konzentrieren.
Passt Deine Reithose zum Trab? Eine gut sitzende Reithose mit Grip-Besatz kann Deinen Sitz stabilisieren und das Leichttraben spürbar erleichtern – ohne Rutschen im Sattel.
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Auch erfahrene Reiterinnen schleichen sich mit der Zeit Fehler ein. Hier sind die häufigsten Probleme und was Du dagegen tun kannst:
1. Zu hoch aufstehen
Viele Reiterinnen stemmen sich zu weit aus dem Sattel heraus. Das kostet Kraft, bringt den Schwerpunkt zu weit nach vorne und kann das Pferd dazu verleiten, sich abzufälschen. Die Bewegung sollte leicht und schwebend wirken – ein kleines Abheben reicht völlig.
2. Unterschenkel pendelt
Pendelt der Unterschenkel beim Aufstehen nach vorne oder hinten, fehlt die stabile Basis. Der Absatz sollte das tiefste Punkt bleiben – das Knie dient als Drehpunkt. Hilfreich: kurze Stehübungen am langen Zügel auf der Voltigierstange oder Longierarbeit ohne Bügel.
3. Hände arbeiten mit
Ein häufiger Fehler, besonders bei Einsteigern: Die Hände gehen beim Aufstehen nach oben mit. Die Folge ist ein unruhiger Kontakt zur Reiterhand. Übung: Beide Zügel in einer Hand, mit der freien Hand eine Schlaufe am Sattel halten – so lernt der Körper, Oberkörper und Arm unabhängig vom Auf-ab-Rhythmus zu halten.
4. Falscher Rhythmus (zu früh oder zu spät)
Wer gegen den Takt des Pferdes reitet, spürt es sofort – und das Pferd auch. Statt selbst zu zählen, hilft es, auf das Geräusch der Hufe zu hören oder die Bewegung der Schulter zu verfolgen. Der Rhythmus kommt vom Pferd – nicht von der Reiterin.
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– Sonja Bußler-Spörl, RidersDeal Community
Übungen für mehr Rhythmus und Sicherheit im Trab
Leichttraben lernt man nicht am Schreibtisch – aber strukturiertes Üben hilft enorm. Diese Übungen lassen sich in jede normale Trabeinheit einbauen:
- Ohne Bügel traben: Stärkt die Innenschenkelkraft und das Körpergefühl erheblich. Kurze Einheiten (2–3 Minuten) reichen für spürbare Fortschritte.
- Stangenarbeit im Trab: Über Stangen reiten zwingt das Pferd zu regelmäßeren Schritten – der Rhythmus wird dadurch leichter zu spüren. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Stangenarbeit.
- Schritt-Trab-Übergänge: Bewusste Übergänge schulen das Timing beim Aufnehmen des Rhythmus. Ziel: sofort im richtigen Takt sein, ohne zu suchen.
- Leichttraben auf beiden Diagonalen: Bewusst abwechseln – auf jeder Bahn mindestens einmal wechseln. Das schult das Gleichgewicht und verhindert einseitige Belastung des Pferdes.
- Longierarbeit: Ohne Zügel auf der Longe zu arbeiten, befreit die Arme und schärft das Körpergefühl. Ergänzende Infos findest Du in unserem Artikel über Longieren & Bodenarbeit.
Auch das Warm-up spielt eine Rolle: Ein Pferd, das erst ausreichend im Schritt gelockert wurde, trabt gleichmäßiger – was das Leichttraben deutlich erleichtert. Unser Warm-up-Ratgeber gibt Dir einen strukturierten Einstieg.
Das richtige Zubehör – was wirklich einen Unterschied macht
Leichttraben ist zuerst Körpergefühl und Technik – aber die richtige Ausrüstung kann die Basis dafür legen. Drei Bereiche sind besonders relevant:
Reithose mit Grip-Besatz
Eine Reithose mit Silikonkniebesatz kann den Oberschenkel im Sattel stabilisieren und das unkontrollierte Rutschen beim Aufstehen reduzieren. Vollbesatz-Varianten werden besonders von Reiterinnen geschätzt, die im Dressursattel arbeiten. Bei RidersDeal findest Du eine große Auswahl – von der günstigen Einsteigervariante bis zur technischen Trainingshose.
Sicherheitssteigbügel
Ein stabiler, gut sitzender Sicherheitssteigbügel kann den Aufstiegspunkt beim Leichttraben gleichmäßiger gestalten und das Abrutschen des Fußes verhindern. Besonders bei noch unsicherem Sitz ist das ein relevanter Sicherheitsfaktor.
Gut sitzender Sattelgurt
Ein korrekt angepasster Sattelgurt hält den Sattel in Position – was direkte Auswirkungen auf den Sitz der Reiterin hat. Wandert der Sattel, wird ein gleichmäßiges Leichttraben deutlich schwieriger. Mehr zu den Unterschieden erklärt unser Sattelgurt-Ratgeber.
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Häufige Fragen zum Leichttraben (FAQ)
Welches Bein vorne beim Leichttraben?
Du stehst auf, wenn das äußere Vorderbein des Pferdes nach vorne schwingt. Die klassische Merkhilfe: Äußere Schulter geht vor → Du gehst mit. So bist Du auf der korrekten Diagonale.
Wann muss man beim Leichttraben umsitzen?
Beim Handwechsel: einmal einen Takt extra sitzen, dann auf der neuen Diagonale weitermachen. Im Turnier wird das korrekte Umsitzen vom Richter bewertet. Im Training gilt: regelmäßig wechseln, um das Pferd gleichmäßig zu belasten.
Kann man beim Westernreiten leichttraben?
Ja – auch im Westernreiten ist Leichttraben möglich und wird vor allem im Freizeitbereich genutzt. Im klassischen Western-Turniersport wird eher der sitzende Jog geritten, aber für Training und Entspannung des Pferdes ist Leichttraben auch dort ein gutes Mittel.
Wie lerne ich, im Trab richtig anzutraben?
Zuerst im Sitzen antraben und dann den Rhythmus aufnehmen – nicht sofort beim ersten Trabschritt aufstehen. So kannst Du den Takt des Pferdes spüren, bevor Du in den Leichttrabe-Rhythmus wechselst. Schritt-Trab-Übergänge mit bewusstem Aufnehmen des Rhythmus trainieren das am besten.
Warum ist Leichttraben für das Pferd schonender?
Beim Leichttraben entfällt ein Teil der Stoßbelastung auf den Pferderücken, weil sich die Reiterin im Zweitakt kurz aus dem Sattel hebt. Das kann dazu beitragen, dass der Rücken des Pferdes freier schwingt und die Muskulatur weniger beansprucht wird – besonders bei Pferden mit empfindlichem Rücken oder in der Aufwärmphase.
Wie hoch soll man beim Leichttraben aufstehen?
Nur so hoch, wie die Bewegung des Pferdes es erfordert – das ist deutlich weniger, als viele Reiterinnen denken. Ein leichtes Abheben reicht. Wer zu hoch aufsteht, verliert den Kontakt zur Sitzfläche und schaukelt den Rhythmus eher aus als mit.
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