Der Isländer

Auf dem Bild sind drei Isländer zu sehen. Ein Rappe und zwei Braune, darunter auch ein Fohlen.Auf dem Bild sind drei Isländer zu sehen. Ein Rappe und zwei Braune, darunter auch ein Fohlen.

 

Steckbrief:

Stockmaß   135 - 145 cm
Lebenserwartung   30 - 35 Jahre
Gewicht   300 - 500kg 
Ursprung   Island
Fellfarben   Alle Farben, außer Tigerschecken
Charakter   gutmütig, treu, temperamentvoll, intelligent
Gänge   Schritt, Trab, Galopp, Tölt und Pass
Einsatzbereich   Freizeit, Töltrennen, Vielseitigkeitsreiten, Dressur, therapeutisches Reiten

 

Wo kommt der Isländer her?

Das Islandpferd, bekannt für seine Robustheit und die einzigartige Gangart Tölt, hat eine faszinierende Geschichte. Ursprünglich von den Wikingern im 9. und 10. Jahrhundert nach Island gebracht, spielte es eine entscheidende Rolle in der Besiedelung des Landes. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich das Islandpferd isoliert, was zu seiner genetischen Reinheit und Anpassungsfähigkeit an die rauen Bedingungen Islands führte. Diese Pferde wurden nicht nur als Reit- und Lasttiere verwendet, sondern sind auch ein zentraler Bestandteil der isländischen Kultur und Mythologie. Ihre Bedeutung zeigt sich in zahlreichen Sagen und literarischen Werken, die bis heute die einzigartige Verbindung zwischen den Isländern und ihren Pferden widerspiegeln.

 

Wie sieht ein Islandpferd aus?

Isländer, auch bekannt als Islandpferde, bestechen durch ihr einzigartiges Erscheinungsbild. Sie sind robust, kompakt und besitzen oft eine kräftige Statur. Mit einer Widerristhöhe von etwa 130 bis 145 Zentimetern gelten sie als Kleinpferde. Ihr Kopf ist eher klein mit großen, ausdrucksstarken Augen und gut angesetzten Ohren. Das dichte Langhaar, Mähne und Schweif ist charakteristisch und oft üppig. Isländer präsentieren sich in einer Vielzahl von Farben und Zeichnungen, von einfarbig bis Schecken. Besonders auffällig ist ihr Gangwerk: Neben den üblichen drei Grundgangarten verfügen sie über Tölt und bei einigen Exemplaren auch den Rennpass, was sie in der Pferdewelt besonders macht. Ihre robuste Konstitution verdanken sie der Anpassung an das raue Klima Islands.

 

Wie ist der Charakter des Isländer?

Islandpferde sind für ihren freundlichen und ausgeglichenen Charakter bekannt. Sie gelten als intelligent, willig und kooperativ, was sie zu idealen Partnern für Freizeitreiter macht. Ihre Robustheit und Genügsamkeit spiegeln ihre Herkunft aus dem rauen Klima Islands wider. Zudem sind Islandpferde für ihre zwei besonderen Gangarten, Tölt und Pass, berühmt, die sie zusätzlich zum Schritt, Trab und Galopp beherrschen. Ihre Fähigkeit, diese Gangarten unter dem Reiter beizubehalten, zeugt von ihrer außergewöhnlichen Balance und Koordination. Mit ihrer geduldigen und ruhigen Art sind sie besonders für Anfänger und Kinder geeignet, bieten aber auch erfahrenen Reitern Freude und Herausforderung.

 

Für welche Disziplinen ist der Isländer geeignet?

Der Isländer ist eine vielseitige Pferderasse, die besonders für verschiedene Gangarten bekannt ist. Neben den üblichen Disziplinen wie Dressur und Springen, eignet sich der Isländer vor allem für Gangpferdeprüfungen. Zu seinen speziellen Gangarten zählen der Tölt und der Rennpass. Der Isländer zeigt seine Stärken auch im Wanderreiten, in der Freizeitreiterei und im therapeutischen Reiten. Aufgrund seines ausgeglichenen Temperaments und seiner Robustheit ist er ein idealer Partner für Reiter aller Altersklassen und Fähigkeiten.

 

Was ist so besonders an den Gangarten eines Isländers?

Islandpferde sind bekannt für ihre einzigartigen Gangarten, die sie von vielen anderen Pferderassen unterscheiden. Neben den üblichen drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp verfügen sie über zwei besondere Gangarten: den Tölt und den Rennpass. 

Der Tölt ist eine viertaktige Gangart, die besonders weich und bequem für den Reiter ist. Das Besondere daran ist, dass immer mindestens ein Huf Bodenkontakt hat, was zu einem nahezu erschütterungsfreien Reiten führt. Diese Gangart kann in verschiedenen Geschwindigkeiten geritten werden, von sehr langsam bis hin zu einem sehr schnellen Tempo.

Der Rennpass ist eine zweitaktige Gangart, bei der die Pferde abwechselnd die beiden linken und die beiden rechten Beine gleichzeitig bewegen. Diese Gangart ist sehr schnell und wird vor allem bei Passrennen eingesetzt. 

Die Fähigkeit zum Tölt und Rennpass ist genetisch bedingt und macht Islandpferde besonders für lange Ritte im Gelände beliebt.