Pferd im Sommer: Hitze-Tipps und Schutz für Dein Pferd


Pferd im Sommer und Hitze - das ist eine Kombination, die jeden Pferdehalter auf Trab hält. Wenn das Thermometer auf 30 Grad und mehr klettert, ändern sich die Bedürfnisse der Pferde grundlegend: Wasserverbrauch steigt, Trainingszeiten müssen angepasst werden, und Hitzestress kann schnell gefährlich werden. Dieser Artikel zeigt Dir, worauf Du in der heißen Jahreszeit achten musst - von der Wasserversorgung bis zur richtigen Reiterausrüstung.
Reitsport-Autorin & Pferdebesitzerin · Aktualisiert: Mai 2026
Wie viel Wasser braucht ein Pferd im Sommer?
Ein Pferd trinkt im Sommer zwischen 40 und 80 Liter Wasser pro Tag - bei Hitze und körperlicher Arbeit kann der Bedarf auf 100 Liter und mehr steigen. Das ist doppelt so viel wie im Winter, und zu wenig Wasser ist die häufigste Ursache für Kolik in der heißen Jahreszeit.
Das Wasser muss immer frisch, sauber und in ausreichender Menge verfügbar sein. Tränken in der prallen Sonne erhitzen sich schnell auf Temperaturen, die das Pferd ablehnt - dann trinkt es zu wenig, auch wenn es Durst hat. Schattige Tränkenstandorte, regelmäßiges Reinigen und bei Bedarf zusätzliche Eimer sind in der Sommerhitze Pflicht.
Nach intensiver Arbeit oder bei starkem Schwitzen verliert das Pferd nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte - vor allem Natrium, Kalium und Chlorid. Wer sein Pferd regelmäßig bei Hitze reitet, sollte einen Leckstein mit Elektrolytversorgung anbieten oder auf ein gezieltes Elektrolytsupplement zurückgreifen. Ein Leckerli-Moment zwischendurch schadet nicht: Die meistgekauften Leckerlis bei RidersDeal sind die "Süße Tüte Leckerli Mix" von RidersDeal - über 1.600 mal im vergangenen Jahr verkauft.
Wann sollte man Pferde im Sommer nicht reiten?
Bei Temperaturen über 28 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit sollte intensives Reiten vermieden werden - die sogenannte Hitze-Feuchtigkeits-Summe von mehr als 150 (Temperatur in °F plus relative Luftfeuchtigkeit) gilt als kritische Grenze für Pferde.
Pferde kühlen sich anders als Menschen ab: Sie schwitzen, aber die Verdunstungskühlung funktioniert bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich schlechter. Das bedeutet: 32 Grad bei niedriger Luftfeuchtigkeit ist für ein gut konditioniertes Pferd anstrengend, aber tolerierbar. 28 Grad bei 90 % Luftfeuchtigkeit kann hingegen schnell gefährlich werden.
Die besten Trainingszeiten im Sommer sind früh morgens zwischen 6 und 9 Uhr sowie abends ab 18 Uhr. Mittags zwischen 11 und 16 Uhr sollte das Pferd im Schatten stehen und ruhen können. Wenn Du dennoch in der Hitze reiten musst, reduziere Intensität und Dauer deutlich - kurze Einheiten im Schritt mit wenigen Trittphasen sind besser als der übliche 45-Minuten-Ritt.
Im Sommer kommt es auf die richtige Ausrüstung für Pferd und Reiter an - Fliegendecken, Fliegenhauben und atmungsaktive Reitbekleidung findest Du bei RidersDeal.
Sommer-Ausrüstung ansehen ->Wie erkenne ich Hitzestress beim Pferd?
Hitzestress beim Pferd erkennst Du an erhöhter Atemfrequenz (über 20 Atemzüge pro Minute in Ruhe), starkem Schwitzen ohne körperliche Aktivität, Apathie und verminderter Futteraufnahme - bei diesen Zeichen braucht das Pferd sofort Abkühlung und Wasser.
Weitere Warnsignale sind gerötete Schleimhäute, erhöhte Herzfrequenz (normal: 28-44 Schläge pro Minute), trockene Schleimhäute und eine erhöhte Körpertemperatur (normal: 37,5 bis 38,5 Grad). Ein einfacher Test zur Hautturgorprüfung: Eine Hautfalte am Hals des Pferdes anheben - löst sie sich nicht innerhalb von zwei Sekunden, ist das Pferd unterversorgt.
Schwerwiegender Hitzestress mit Koordinationsproblemen, Taumeln oder Kollaps ist ein Notfall - sofort Tierarzt rufen und das Pferd in den Schatten bringen. Im Normalfall reicht es, das Pferd mit kühlem Wasser abzuduschen, an den Bauch und die Beine zu stellen und es in den Schatten zu führen. Laut RidersDeal Community Studie 2026 (n=3.515) reiten 53,4% der Befragten ihr Pferd täglich - in Hitzephasen muss dieses Pensum konsequent reduziert oder in die Morgen- und Abendstunden verlagert werden.
Wie kühle ich mein Pferd nach dem Reiten richtig ab?
Pferde nach dem Reiten im Sommer immer mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser beginnen abzuduschen - von den Beinen aufwärts, dann Bauch und Hals. Das Wasser schnell abstreifen, damit die Verdunstungskühlung optimal wirkt.
Der häufigste Fehler beim Abduschen: zu kaltes Wasser direkt auf den Rücken oder die Kruppe. Das kann Muskelkrämpfe auslösen. Besser ist es, mit den Beinen zu beginnen, dann den Bauch zu kühlen und sich nach oben vorzuarbeiten. Das Wasser mit dem Schweißmesser oder einem Handtuch schnell abstreifen - nasses Fell, das am Körper klebt, verhindert die Verdunstungskühlung.
Nach dem Abduschen sollte das Pferd im Schatten mit frischer Luft stehen, bis Puls und Atemfrequenz wieder im Normbereich sind. Erst dann ist es sicher, das Pferd in die Box oder auf die Weide zu bringen. Im Sommer reicht das freie Trocknen an der Luft vollkommen aus - eine Abschwitzdecke ist bei hohen Temperaturen nicht nötig und bei Hitze eher kontraproduktiv. Sinnvoll ist sie dagegen bei kühlerem Wetter oder wenn das Pferd im gekühlten Stall steht und vor Zugluft geschützt werden soll.
Welche Fliegendecke schützt das Pferd im Sommer am besten?
Die beste Fliegendecke für Pferde im Sommer ist eine leichte, atmungsaktive Outdoordecke mit engem Maschengeflecht - sie hält Fliegen, Bremsen und Mücken fern, ohne das Pferd aufzuheizen. Wichtig: UV-Schutz ist ein Bonus, kein Ersatz für guten Maschenabstand.
Fliegendecken unterscheiden sich in drei Hauptmerkmalen: Maschengröße (eng = besserer Schutz, aber wärmer), Schnitt (mit oder ohne Hals- und Bauchschutz) und Stabilität der Befestigung. Pferde, die viel schwitzen oder lebhaft sind, brauchen eine Decke mit stabilem Kreuzgurt und soliden Verschlüssen. Die RidersChoice Regen- und Fliegendecke ist eine der meistgekauften Decken bei RidersDeal - und die Variante mit Halsteil (Max-Protection) bietet noch umfassenderen Schutz vor Insekten.
Eine Fliegenhaube gehört zur Sommerausrüstung genauso dazu wie die Decke: Sie schützt Ohren, Augen und Maul vor Insekten und kann das Verhalten vieler Pferde in der Hitze deutlich ruhiger machen. Besonders empfindliche Pferde profitieren zusätzlich von einem Fliegenspray für die unbedeckten Körperstellen.
| Typ | Bester Einsatz | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Fliegendecke ohne Halsteil | Robuste Pferde, gemäßigter Insektendruck | Engmaschiges Gewebe, stabile Kreuzgurte |
| Fliegendecke mit Halsteil | Empfindliche Pferde, viele Bremsen/Mücken | Muss auch am Hals gut sitzen, keine Druckstellen |
| Regen- & Fliegendecke kombi | Wechselhafte Sommer, Außenweide nachts | Wasserdichter Oberstoff, trotzdem atmungsaktiv |
| Führmaschinendecke 0g | Führanlage, Stallruhe, leichte Abdeckung | Kein Weidebeispiel - nur für Stall/Führanlage |
Wann ist die beste Zeit für Weidegang im Sommer?
Im Sommer ist Weidegang in den frühen Morgen- und Abendstunden am sichersten - einerseits wegen der Hitze, andererseits wegen des Fruktan-Gehalts im Gras, der mittags besonders hoch ist und bei empfindlichen Pferden Hufrehe begünstigen kann.
Das Gras speichert bei starker Sonneneinstrahlung und Trockenheit Fruktan (eine Art pflanzlichen Zucker) in höheren Mengen. Pferde, die zu Hufrehe oder Cushing neigen, sollten deshalb in der Mittagshitze nicht auf die Weide - nicht nur wegen der Temperatur, sondern wegen des Grasgehalts. Weitere Infos dazu findest Du in unserem Ratgeber zum Anweiden.
Auf der Weide sind Schatten und frisches Wasser Pflicht - kein Bonus, sondern eine Grundanforderung der artgerechten Pferdehaltung. Natürliche Bäume sind ideal, Schattennetze oder ein offener Unterstand als Alternative. Ein Pferd ohne Schattenrückzug bei 33 Grad auf der Weide ist nicht artgerecht - egal wie schön die Wiese ist.
Sommer-Weide: Was passt zu Deinem Pferd?
Gesundes Freizeitpferd
Weidegang morgens oder abends, ausreichend Wasser, Fliegendecke und Fliegenhaube. Mittags in der Box oder im Schatten.
Pferd mit Hufrehe-Vorgeschichte
Weidegang nur in den frühen Morgenstunden, bevor Gras Fruktan einlagert - idealerweise mit Paddock-Zugang statt unbegrenzter Weidefläche. Tierarzt konsultieren.
Seniorenpferd (16+ Jahre)
Besonders hitzesensibel - auf ausreichend Schatten achten, Wasseraufnahme täglich prüfen, bei Unsicherheit Elektrolyte ergänzen. Seniorenpflege im Sommer lohnt sich.
Was braucht der Reiter im Sommer?
Der Reiter braucht im Sommer vor allem atmungsaktive Funktionskleidung, einen UV-optimierten Helm und die richtige Reithose - dünne Sommerreithosen aus Mesh-Material machen einen erheblichen Unterschied bei 30 Grad im Sattel.
Sommerreithosen aus leichtem, atmungsaktivem Material sind kein Luxus, sondern eine Frage des Komforts und der Sicherheit. Wer in dichter Baumwoll-Vollbesatz bei 33 Grad reitet, schwitzt so stark, dass Konzentration und Reaktionsfähigkeit leiden. Leggings mit schmalem Silicone-Streifen oder dünne Mesh-Reithosen sind die bessere Wahl. RidersDeal führt eine große Auswahl an Sommerreithosen und -leggings, die für heiße Tage ausgelegt sind.
Funktionsshirts aus Coolmax oder ähnlichen Materialien sind dem klassischen Baumwoll-T-Shirt im Sommer klar überlegen: Sie transportieren Feuchtigkeit nach außen, trocknen schnell und kleben nicht am Körper. Vergiss auch die Sonnencreme nicht - wer täglich im Freien reitet, setzt sich einer erheblichen UV-Belastung aus.
"Ich liebe die verschiedenen Deals und die Möglichkeit, dadurch zu sparen - gerade bei Sommer-Ausrüstung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei RidersDeal unschlagbar."
- Josephine Löwe, @_josi_loewe
Schnell-Checkliste: Was ist an heißen Tagen Pflicht?
An Tagen über 30 Grad sind folgende Punkte für jede Pferdebesitzerin Pflicht - nicht optional, nicht "wenn ich Zeit habe".
- Wasser prüfen: Tränke oder Eimer kontrollieren, Wasser frisch und sauber, mindestens 40 Liter verfügbar.
- Schatten sichern: Paddock, Weide oder Box mit Luftzug und Schutz vor direkter Sonne.
- Training anpassen: Keine intensive Arbeit zwischen 11 und 16 Uhr, Schritt-Anteil erhöhen.
- Nach dem Reiten korrekt abkühlen: Abduschen von den Beinen aufwärts, Wasser abstreifen, Ruhephase im Schatten.
- Insektenschutz: Fliegendecke und Fliegenhaube, bei Bedarf Spray für unbedeckte Stellen.
- Weide zeitlich einschränken: Mittags rein, morgens und abends raus.
- Hitzestress beobachten: Atemfrequenz, Schwitzen, Apathie - bei Abweichungen sofort handeln.
Mit dieser Checkliste und einer guten Sommerausrüstung für Pferd und Reiter kommen ihr entspannt durch jeden Hitzesommer. Pferde sind robuster als wir manchmal denken - aber nur, wenn wir ihnen die richtigen Bedingungen schaffen.
FAQ: Häufige Fragen zu Pferden im Sommer
Ab welcher Temperatur ist Reiten für Pferde gefährlich?
Bei über 30 Grad Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit wird intensives Reiten problematisch. Als Faustregel gilt die Hitze-Feuchtigkeits-Summe: Temperatur in Grad Fahrenheit plus relative Luftfeuchtigkeit. Liegt der Wert über 150, sollte die Trainingsintensität deutlich reduziert werden.
Wie viel Wasser braucht ein Pferd pro Tag im Sommer?
Ein Pferd braucht im Sommer zwischen 40 und 80 Liter Wasser täglich. Bei intensiver Arbeit oder sehr hohen Temperaturen kann der Bedarf auf 100 Liter steigen. Die Tränke muss immer frisch, sauber und im Schatten stehen.
Woran erkenne ich Hitzestress beim Pferd?
Anzeichen für Hitzestress sind erhöhte Atemfrequenz (über 20 in Ruhe), starkes Schwitzen ohne Bewegung, Apathie, verminderte Futteraufnahme und gerötete Schleimhäute. Bei diesen Symptomen sofort Schatten und frisches Wasser anbieten und bei Bedarf den Tierarzt rufen.
Sollte das Pferd im Sommer eine Fliegendecke tragen?
Ja - eine atmungsaktive Fliegendecke schützt vor Insektenstichen, reduziert Stress und verhindert Scheuerwunden durch ständiges Abwehren. Wichtig: Die Decke muss passen, atmungsaktiv sein und darf das Pferd nicht aufheizen. Leichte Mesh-Decken sind im Sommer kühler als geschlossene Polyestermodelle.
Fliegendecken, Fliegenhauben, Sommerreithosen und Kühlartikel für Pferd und Reiter findest Du bei RidersDeal.
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