Reithandschuhe
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Reithandschuhe schützen Deine Hände nicht nur vor Blasen — sie geben Dir das Zügelgefühl zurück, das nasse Zügel, kalte Finger oder ein aufgeregtes Pferd sonst schnell kosten. Zwischen dünnen Sommerhandschuhen für die Dressurstunde und wärmenden Wintermodellen für den Paddock findest Du hier, was zu Deinem Alltag mit dem Pferd passt.
Woran Du einen guten Handschuh erkennst · Welchen Handschuh wann? · Passform & Größe · Waschen & Pflegen · Häufige Fragen
Woran erkennst Du einen guten Reithandschuh?
Grip und Beweglichkeit entscheiden über einen guten Reithandschuh — Atmungsaktivität kommt spätestens im Juli dazu. Am Zügel brauchst Du ein feines Gefühl für den Kontakt, im Griff um die Führkette Halt auch dann, wenn Dein Pferd zieht. Beides gleichzeitig schafft nur ein Handschuh, der wie eine zweite Haut sitzt und trotzdem an den richtigen Stellen verstärkt ist.
Achte auf eine Handinnenfläche mit Silikon oder weichem Leder — dieselbe Logik wie bei einer Vollbesatzreithose: Grip da, wo Du ihn brauchst. Elastische Einsätze zwischen den Fingern, ein Bund, der weder einschneidet noch verrutscht. Wer das Handy mit angezogenem Handschuh bedienen möchte — im Winter am Paddock keine Kür, sondern Alltag — braucht touchscreenfähige Fingerkuppen.
Welchen Handschuh brauchst Du wann?
Jahreszeit und Tätigkeit bestimmen das Modell — der dünne Sommerhandschuh reicht im Januar nicht, der wattierte Winterhandschuh wird im Juli zur Sauna. Die meisten Reiter:innen kommen mit zwei Paaren gut durchs Jahr, wenn eines davon wirklich warm ist.
| Einsatz | Material | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Reiten im Sommer | Dünnes Mesh, perforierte Handinnenfläche | Atmung und feines Zügelgefühl |
| Reiten im Winter | Softshell oder Neopren mit Fleece-Innenfutter | Wärme ohne Verlust der Fingerfertigkeit |
| Stallarbeit | Robuster Stoff, verstärkte Fingerkuppen | Griffigkeit auch bei Nässe, schnelle Trocknung |
| Turnier | Meist Kunstleder mit dezentem Klettverschluss | Passform und einheitliche Optik zum Rest |
Für den Winter denk den Handschuh mit dem Rest der Ausrüstung zusammen — eine warme Steppjacke nützt wenig, wenn Deine Finger nach zwanzig Minuten am Putzplatz taub sind.
78 % sind täglich oder fünf- bis sechsmal pro Woche am Stall. Reithandschuhe sind damit kein Turnierzubehör, sondern Alltagsausrüstung — Passform und Griffigkeit müssen sich im Dauereinsatz beweisen.
RidersDeal Community Studie 2026, n = 3.515 Reiter:innen aus DACH
Wie findest Du die richtige Passform?
Die Passform entscheidet über das Zügelgefühl — ein Handschuh, der an den Fingerkuppen kneift, schneidet die Durchblutung ab, und einer, der in der Handfläche schlackert, überträgt Deinen Zügelimpuls nur noch als Vorschlag. Miss Deinen Handumfang direkt unterhalb der Fingerknöchel, ohne den Daumen mitzumessen. Zwischen zwei Größen greifst Du eher zur kleineren, wenn der Stoff Stretch hat — er dehnt sich nach den ersten Trageeinheiten.
Prüf die Fingerlänge: An den Fingerkuppen darf höchstens ein bis zwei Millimeter Luft sein. Zieh den Handschuh anschließend durch — greif den Führstrick am Halfter, mach eine Faust, nimm das Handy in die Hand. Wenn all das ohne Anpassen geht, passt die Größe.
Kannst Du Reithandschuhe waschen?
Stoffhandschuhe darfst Du in der Regel bei 30 °C waschen — Lederhandschuhe nicht. Bei Kunstfaser reicht das Feinwaschprogramm im Wäschebeutel; Weichspüler bleibt weg, weil er die Silikonnoppen an der Handinnenfläche verklebt. Anschließend liegend trocknen, nie auf der Heizung, sonst wird der Stoff spröde.
Leder- und Semi-Leder-Handschuhe reibst Du feucht ab und behandelst sie ab und zu mit Lederpflege. Nasse Handschuhe stopfst Du mit Zeitungspapier aus und lässt sie an der Luft trocknen — Föhn oder Heizung härten das Material aus. Eine Riderin schrieb uns zu ihren Winterreithandschuhen, sie „trocknen schnell wieder, und das Handy kann auch bedient werden" — genau die Kombination, die Alltagshandschuhe brauchen.
Häufige Fragen zu Reithandschuhen
Welche Reithandschuhe sind die besten?
„Die besten" gibt es nicht — es gibt den passenden Handschuh für Dich, Dein Pferd und Deine Jahreszeit. Für die Dressurstunde im September braucht Deine Hand etwas anderes als für die Führübung am Januar-Paddock. Achte auf Grip in der Handinnenfläche, elastische Zwickel zwischen den Fingern und einen Bund, der weder einschneidet noch beim Trensen im Weg ist. Wenn Du täglich reitest, lohnen sich zwei Paare — ein dünnes und ein warmes.
Was sind die wärmsten Reithandschuhe?
Am wärmsten sind Winter-Reithandschuhe mit Softshell- oder Neopren-Außenseite und Fleece- oder Thinsulate-Innenfutter. Eine wasserabweisende Membran hält Feuchtigkeit vom Innenmaterial ab — der häufigste Grund, warum Winterhandschuhe „kalt werden", ist nicht die Außentemperatur, sondern durchfeuchtetes Futter. Fäustlingsartige Modelle wärmen zusätzlich, geben aber weniger Zügelgefühl; Kompromiss sind Handschuhe mit klappbarem Fingerteil.
Kann man Reithandschuhe waschen?
Stoff- und Kunstfaserhandschuhe kannst Du meist bei 30 °C im Feinwaschprogramm waschen, am besten im Wäschebeutel und ohne Weichspüler. Lederhandschuhe gehören nicht in die Maschine — reib sie feucht ab und pflege sie gelegentlich mit einem passenden Lederbalsam. Trockne alle Handschuhe liegend an der Luft; Heizung und Föhn machen sowohl Kunstfaser als auch Leder mit der Zeit rissig.
Warum trägt man Reithandschuhe?
Reithandschuhe schützen Deine Handinnenfläche vor Blasen, wenn die Zügel durchrutschen, und sie geben bei nassen oder verschwitzten Zügeln den Grip zurück, den die bloße Hand verliert. Beim Führen und in der Stallarbeit sind sie außerdem ein Schutz gegen Scheuerstellen, wenn Dein Pferd am Strick zieht — und im Winter der einzige Weg, ein feines Zügelgefühl mit warmen Fingern zu verbinden.
Wann brauchst Du Reithandschuhe?
Streng genommen bei jeder Einheit im Sattel — sicher aber immer, wenn die Zügel nass sind, das Pferd frisch ist, Du länger als eine halbe Stunde führst oder longierst oder die Außentemperatur unter etwa 10 °C fällt. In der Stallarbeit sind Handschuhe kein Muss, aber sie sparen Dir Blasen beim Heunetzknüpfen und Hände voller Splitter beim Paddockmisten.
Wie viel kosten Reithandschuhe?
Einsteiger-Stoffhandschuhe fangen im niedrigen einstelligen Bereich an, solide Alltagshandschuhe mit Silikongrip liegen im mittleren zweistelligen, warme Winterhandschuhe mit Membran und Turnierhandschuhe aus echtem Leder eher im oberen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich. Teurer heißt nicht automatisch länger haltbar, aber „viel zu billig" endet oft im zweiten Winter mit rissigen Nähten.
Finde den Handschuh, der zu Deinem Reiter- und Stallalltag passt.
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