Pferd mit Arthrose reiten: Was Du jetzt wissen musst
Pferd mit Arthrose reiten - für viele Reiterinnen ist das eine der schwierigsten Fragen, die mit einem älteren Tier aufkommt. Arthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen beim Pferd und betrifft vor allem Tiere im fortgeschrittenen Alter. Die gute Nachricht: Regelmäßige, angepasste Bewegung gilt in den meisten Fällen nicht nur als erlaubt, sondern wird von Tierärzten als therapeutisch wertvoll eingestuft. Dieser Ratgeber zeigt Dir, worauf Du achten musst, welche Signale Du ernst nehmen solltest und wie die richtige Ausrüstung Dein Pferd langfristig unterstützen kann.
RidersDeal Redaktion
Reiterinnen aus dem RidersDeal-Team · Aktualisiert: April 2026
Was ist Arthrose beim Pferd?
Arthrose beim Pferd ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel im Gelenk schrittweise abgebaut wird. Ohne intakten Knorpel reibt Knochen auf Knochen - das verursacht Schmerzen, Steifheit und Entzündungen. Am häufigsten betroffen sind Fesselgelenk, Hufgelenk und Sprunggelenk, seltener auch die Halswirbelsäule.
Arthrose ist nicht heilbar, aber mit dem richtigen Management gut kontrollierbar. Viele Pferde leben Jahre lang mit einer Arthrose-Diagnose und bleiben dabei fit und im Training.
Woran erkennst Du Arthrose bei Deinem Pferd?
Typisch ist die sogenannte Anlauflahmheit: Das Pferd lahmt in den ersten Minuten der Bewegung und wird mit der Zeit besser. Hinzu kommen können Steifheit am Morgen, veränderte Gangbilder oder eine erhöhte Druckempfindlichkeit im Gelenkbereich.
| Symptom | Typisches Muster | Was tun? |
|---|---|---|
| Anlauflahmheit | Lahmt zu Beginn, wird besser | Tierarzt konsultieren |
| Steifheit | Besonders nach Ruhephasen | Längeres Aufwärmen einplanen |
| Gelenkschwellung | Warm und geschwollen | Sofort Tierarzt, keine Belastung |
| Gangveränderung | Kürzere Schritte, Takt-Fehler | Vet-Check und Röntgen |
Kann man ein Pferd mit Arthrose noch reiten?
Ja - in vielen Fällen ist Reiten mit einem Arthrose-Pferd möglich und wird von Tierärzten ausdrücklich empfohlen. Bewegung hält die Gelenkflüssigkeit in Schwung, kann die Muskulatur rund um das Gelenk kräftigen und die Steifheit reduzieren. Entscheidend ist jedoch immer eine individuelle Diagnose: Art und Stadium der Arthrose, das betroffene Gelenk und der Allgemeinzustand des Pferdes bestimmen, was erlaubt ist.
Bei Arthrose der Halswirbelsäule gelten besondere Vorsichtsregeln. Hier könnte Reiten die Nervenbahnen belasten - eine enge Absprache mit dem Tierarzt und ggf. einem Pferde-Osteopathen ist in diesen Fällen unbedingt nötig.
Soll man ein Arthrose-Pferd reiten - diese Signale stoppen Dich
Grundsätzlich gilt: Reiten ja, aber nur wenn das Pferd beschwerdefrei aufgewärmt ist und während der Arbeit keine Schmerzsignale zeigt. Wechsel im Gangrhythmus, plötzliches Stehenbleiben, Ungehorsam oder ein angespannter Rücken sind Stoppsignale.
An akuten Entzündungstagen - erkennbar an Wärme und Schwellung im Gelenk - ist vollständige Ruhe angesagt. Kein Reiten, kein Longieren, nur sachtes Führen, wenn der Tierarzt es freigegeben hat.
Für das Arthrose-Pferd ist guter Beinschutz beim Training besonders wichtig. Bei RidersDeal findest Du Sprunggelenkschoner, Dressur- und Geländegamaschen nebeneinander zum Vergleichen.
Alle Gamaschen ansehen ->Wie viel Bewegung braucht ein Pferd mit Arthrose?
Die meisten Tierärzte empfehlen täglich 30 bis 45 Minuten moderate Bewegung - aufgeteilt in ausreichend Aufwärmzeit im Schritt und angepasste Arbeit. Zu wenig Bewegung kann die Steifheit sogar verschlimmern, zu viel belastet die betroffenen Gelenke über ihr Limit.
In unserer RidersDeal-Community gibt bereits 37 % der Reiterinnen an, ein Seniorenpferd (16 Jahre oder älter) zu besitzen. Gerade in dieser Gruppe ist die tägliche Bewegungsroutine ein zentrales Thema - denn regelmäßig und behutsam ist besser als selten und intensiv.
Arthrose-Management: Was passt zu Deiner Situation?
Freizeitreiterin
Mit 61 % ist die Freizeitreiterin das häufigste Profil in unserer Community. Hier eignen sich kurze, tägliche Ausritte im Schritt und Trab - ohne Sprunganforderungen und mit weichem Boden wo möglich. Mehr Tipps für das Seniorenpferd
Seniorenpferd-Besitzerin
Wenn Dein Pferd 16 Jahre oder älter ist, könnte ein Bewegungsprotokoll mit dem Tierarzt sinnvoll sein - inklusive regelmäßiger Kontrolle, ob die aktuelle Belastung noch passt. Geeigneter Beinschutz für ältere Pferde
Welche Bewegungsform eignet sich am besten?
Schritt-Arbeit ist die Basis: mindestens 15 Minuten aufwärmen, bevor eine höhere Gangart gefordert wird. Gleichmäßiges Traben auf weichem Boden kann Gelenkflüssigkeit anregen. Starke Biegungen, enge Volten und Sprünge sollten bei fortgeschrittener Arthrose reduziert oder ganz gemieden werden.
Bodenarbeit und Longieren in großen Bögen sind gute Alternativen, wenn das Reiten pausieren muss. Auch Schwimmen oder Laufband-Therapie können von Tierärzten empfohlen werden - das hängt von der jeweiligen Einrichtung in Deiner Nähe ab.
Beliebt bei unserer Community
- MSM - Für Gelenke, Fell, Haut und Horn (1 kg) - eines der meistgekauften Gelenkpräparate bei RidersDeal im letzten Jahr
- Sprunggelenkschoner Royal Deluxe (2er Set) - schützt das häufig von Arthrose betroffene Sprunggelenk während der Arbeit
Welches Zusatzfutter kann bei Arthrose unterstützen?
Verschiedene Ergänzungsfuttermittel werden bei Arthrose-Pferden eingesetzt und könnten laut Herstellerangaben die Gelenke unterstützen. Zu den am häufigsten genannten gehören MSM (Methylsulfonylmethanol), Teufelskralle, Glucosamin und Chondroitin. Ob und welches Präparat für Dein Pferd sinnvoll ist, sollte immer mit dem Tierarzt besprochen werden - pauschale Empfehlungen sind hier nicht möglich.
MSM ist das bei RidersDeal am häufigsten gekaufte Gelenkpräparat und wird von vielen Reiterinnen in unserer Community für ältere Pferde eingesetzt. Grundsätzlich gilt: Kein Supplement ersetzt eine tierärztliche Diagnose und ggf. eine medikamentöse Therapie.
Welche Ausrüstung hilft dem Arthrose-Pferd?
Guter Beinschutz steht an erster Stelle: Sprunggelenkschoner und Gamaschen können beim Training mechanische Belastungsspitzen abpuffern. Besonders für das Sprunggelenk - eine der häufigsten Arthrose-Lokalisationen - sind anatomisch geformte Schoner sinnvoll.
Wärme kann Steifheit lindern: Therapiedecken und Nierendecken halten die Rücken- und Gelenkpartie warm, besonders im Winter und nach dem Training. Außerdem sollte der Sattel regelmäßig auf optimale Passform geprüft werden - ein schlechter sitzender Sattel verstärkt die Belastung der gesamten Rückenlinie.
"Man fühlt sich als Teil einer Community, die den Stallalltag versteht."
- Miriam Fischer, @herzenspferd_felino
"Ich bin seit 2022 Kundin bei RidersDeal und schätze vor allem, dass die Produkte im echten Stallalltag funktionieren."
- Leonie Kandsperger, @Stallundschnauze
Kann man ein Pferd mit Arthrose reiten?
Ja, in vielen Fällen ist Reiten möglich und sinnvoll. Voraussetzung ist eine tierärztliche Diagnose und ein individuell angepasstes Belastungskonzept. An akuten Entzündungstagen gilt: kein Reiten.
Wie viel Bewegung braucht ein Pferd mit Arthrose täglich?
Empfohlen werden täglich 30 bis 45 Minuten moderate, gleichmäßige Bewegung mit ausreichend Aufwärmzeit im Schritt. Regelmäßig und sanft ist wirksamer als selten und intensiv.
Welches Zusatzfutter bei Arthrose beim Pferd?
MSM, Teufelskralle und Glucosamin werden häufig eingesetzt und könnten die Gelenke unterstützen. Welches Präparat sinnvoll ist, sollte individuell mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Wann muss ich mein Pferd mit Arthrose in Pause stellen?
Bei Gelenkschwellung, Wärme oder deutlichen Schmerzsignalen während der Arbeit ist sofortige Pause angebracht. Ein Tierarzt sollte dann zeitnah konsultiert werden, bevor das Training wieder aufgenommen wird.
Bei RidersDeal findest Du Gamaschen, Sprunggelenkschoner und Therapiedecken für das ältere Pferd - alles, was im Stallalltag mit einem Arthrose-Pferd zählt.
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