Working Equitation

Working Equitation ist eine Reitsportdisziplin, die aus verschiedenen europäischen Arbeitsreitweisen entstanden ist. Die südeuropäischen Arbeitsreitweisen haben das moderne Westernreiten beeinflusst und waren historisch bedeutend für die Landwirtschaft. Heute umfasst Working Equitation vier Hauptkomponenten, die auf klassischer Dressur basieren: eine Dressurprüfung, einen Stil-Trail, einen Speed-Trail und häufig das Rindertreiben.

Die dressurmäßige Arbeit fördert die Gesundheit und Gymnastizierung des Pferdes und wird mit spezifischen Aufgaben verbunden. Im Trail begegnen Pferd und Reiter verschiedenen Hindernissen, die Mut und Selbstvertrauen erfordern. Dies stärkt das Vertrauen zwischen Reiter und Pferd und verbessert die Kommunikation in außergewöhnlichen Situationen.

 

Was ist die Geschichte der Working Equitation?

Die relativ junge Disziplin basiert auf alten Arbeitsreitweisen aus Spanien, Portugal, Frankreich und Italien, die zum Treiben von Rindern entwickelt wurden. Reiter mussten in unwegsamem Gelände komplexe Aufgaben meistern und waren auf ihre zuverlässigen Pferde angewiesen. Um das Wissen und die Traditionen zu bewahren, wurden Wettbewerbe ins Leben gerufen. Bedeutende Persönlichkeiten wie Pedro Torres aus Portugal und Stefan Schneider aus Deutschland haben diese Disziplin geprägt. 

 

Welche Disziplinen gibt es in der Working Equitation?

Working Equitation besteht aus vier Teildisziplinen, die bei Turnieren gemeinsam abgefragt werden. Die Disziplinen sind:

- Dressur: Die Basis für alle Prüfungen, unterteilt in fünf Leistungsklassen. Höhere Klassen beinhalten Lektionen aus dem Grand Prix, und es wird die korrekte Einwirkung des Reiters sowie die Gelassenheit des Pferdes bewertet.

- Stiltrail: Hier müssen 10 bis 15 Hindernisse in einer bestimmten Reihenfolge überwunden werden. Bewertet wird die korrekte Ausführung und der Stil.

- Speedtrail: In diesem Parcours wird Geschwindigkeit mit Geschicklichkeit kombiniert. Fehler führen zu Strafsekunden.

- Rinderarbeit: Der Ursprung der Working Equitation, bei der ein Rind von der Herde getrennt und in einen definierten Bereich getrieben werden muss. Die Bewertung erfolgt nach Punkten, und im Fall eines Gleichstands wird die schnellere Zeit berücksichtigt.

 

Welche Leistungsklassen gibt es in der Working Equitation?

- Klasse E und A: Für Einsteiger mit Grundlagentraining.
- Klasse L: Enthält Rückwärtsrichten, Außengalopp und einfache Galoppwechsel.
- Klasse M: Beinhaltet Seitengänge und fliegende Galoppwechsel.
- Klasse S (Masterklasse): Umfasst Grand Prix Lektionen wie Pirouetten.

In der Masterklasse wird einhändig auf Kandare geritten, was eine besonders feine Einwirkung erfordert. In den unteren Klassen sind auch gebisslose Zäumungen zulässig.

 

Welche Pferderassen sind für die Working Equitation geeignet?

Working Equitation ist für viele Pferderassen geeignet, da die Harmonie zwischen Reiter und Pferd sowie die Freude an den Aufgaben im Vordergrund stehen. Das Gangwerk spielt eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist die Motivation des Pferdes, die über die Leistungen im Turnier entscheidet. Die Disziplin ist somit offen für alle Pferderassen.

 

 

Die Autorin: 

Kathi aus dem #teamridersdeal 

Ich bin Werkstudentin bei RidersDeal und lebe hier meinen Traum: Mein Hobby mit meinem Beruf zu verbinden. Seit über 15 Jahren bin ich leidenschaftliche Reiterin und teile in meinen Blogbeiträgen meine Erfahrungen aus dem Alltag mit meinen zwei eigenen Pferden, die ich seit fast 10 Jahren habe. So bringe ich spannende Einblicke aus verschiedenen Bereichen des Reitsports direkt zu Euch! 

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