Putzzeug Pferd: Der große Ratgeber zu Bürsten, Pflege und Hygiene


Putzzeug fürs Pferd ist mehr als ein Set Bürsten - es ist Dein tägliches Gesundheits-Check, Dein Vertrauensritual und der Moment, in dem Du jede Beule, jede Schuppe und jedes Zwicken früh bemerkst. Welche Bürsten wirklich in die Putztasche gehören, wie Du sie reinigst und was eine gute Grundausstattung kostet, zeigt Dir dieser Ratgeber aus der RidersDeal-Community. Alle Empfehlungen basieren auf echten Stallerfahrungen und sind direkt für den Alltag mit Deinem Pferd gedacht.
Reitsport-Autorin & Pferdebesitzerin · Aktualisiert: Oktober 2026
Was gehört zum Putzzeug für Dein Pferd?
Zum Grund-Putzzeug fürs Pferd gehören Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenbürste, Hufauskratzer und mindestens ein weicher Schwamm. Mit diesen sechs Teilen deckst Du den Alltag komplett ab.
Laut RidersDeal Reitsport-Studie 2026 (n=3.515) sind 78 % der Reiterinnen täglich oder fünf- bis sechsmal pro Woche am Stall - das Putzzeug wird also massiv beansprucht. Deshalb lohnt sich eine Grundausstattung, die Du wirklich jeden Tag in die Hand nimmst, ohne dass Dir nach drei Wochen die Borsten brechen.
Die klassische Reihenfolge im Stall sieht so aus: Erst mit dem Striegel in kreisenden Bewegungen das lose Fell und den groben Schmutz lockern, dann mit der Kardätsche in Haarrichtung ausbürsten. Mähne und Schweif kommen separat dran, zum Schluss die Hufe. Je nach Jahreszeit und Haltungsform ergänzt Du Putzsteine, Fellbürsten für den Fellwechsel oder einen Abschwitzschwamm. Mehr Hintergrund zur Zusammenstellung findest Du im RidersDeal-Ratgeber zum Putzkasten fürs Pferd.
Wie heißt das Putzzeug beim Pferd?
Striegel löst Schmutz, die Kardätsche bürstet ihn aus, die Wurzelbürste reinigt grobe Stellen und der Hufauskratzer kümmert sich ums Horn. Jede Bürste hat eine eigene Aufgabe im Putzablauf.
Hier die wichtigsten Begriffe aus der Putztasche, die Dir im Stall jeden Tag begegnen:
- Striegel: Gummi- oder Kunststoff-Striegel zum Lockern von Staub, Dreck und losen Haaren am Rumpf.
- Kardätsche: Lange, weiche Borsten zum Ausbürsten von feinem Schmutz nach dem Striegel.
- Wurzelbürste: Harte Borsten für Beine, Schweifrübe und getrockneten Dreck.
- Mähnenbürste oder Mähnenkamm: Für Mähne und Schweif - meist aus Kunststoff mit groben Zinken.
- Hufauskratzer: Mit Haken zum Auskratzen und oft mit Bürste für den Strahl.
- Schwamm oder Fleecetuch: Für Augen, Nüstern und After - immer zwei getrennte Stücke verwenden.
- Putzstein oder Fellstriegel: Als Ergänzung im Fellwechsel sehr beliebt.
Spezielle Themen wie Hufpflege haben wir in einem eigenen Ratgeber zur Hufpflege beim Pferd gebündelt - inklusive Routinen und Produktempfehlungen.
Welches Putzzeug brauche ich für mein Pferd wirklich?
Für den Alltag reichen sechs bis acht Teile: Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenkamm, Hufauskratzer, Schwamm und Putztasche. Alles weitere ist nice-to-have, kein Muss.
Welche Qualitätsstufe für Dich passt, hängt vom Pferd und von Deiner Haltungsform ab. Ein Offenstall-Pferd mit Matsch-Paddock braucht robustere Bürsten als ein Boxenpferd auf Spänen. Ein Senior - und laut der RidersDeal Reitsport-Studie 2026 sind 23,5 % der Pferde bereits 18 Jahre oder älter - mag weichere Borsten, weil dünnes Fell empfindlicher reagiert.
Die folgende Tabelle hilft Dir, Dein Putzzeug an das richtige Einsatzgebiet anzupassen:
| Haltung / Pferdetyp | Empfohlene Bürsten | Zusatz |
|---|---|---|
| Boxenpferd auf Spänen | Striegel weich, Kardätsche mittel | Mähnenspray, Fellglanz |
| Offenstall / Paddock | Gummistriegel, Wurzelbürste, harte Kardätsche | Zweiter Hufauskratzer |
| Seniorenpferd (18+ Jahre) | Weiche Kardätsche, Fellbürste, Massagestriegel | Schonender Putzstein |
| Turnierpferd | Rosshaar-Kardätsche, Polierbürste, feiner Mähnenkamm | Separates Showset |
Praktisch wird es, wenn alles in einer stabilen Putztasche fürs Pferd seinen festen Platz hat - das spart Dir täglich Zeit und schützt die Bürsten vor Feuchtigkeit und Staub.
Du suchst neues Putzzeug für Dein Pferd? Bei RidersDeal findest Du Striegel, Kardätschen, Mähnenkämme und komplette Putzsets - inklusive RidersChoice als faire Eigenmarke.
Wie reinigst Du Putzzeug beim Pferd richtig?
Haare auskämmen, Bürsten in lauwarmem Wasser mit mildem Shampoo auswaschen und über Nacht mit den Borsten nach unten trocknen lassen. So vermeidest Du Schimmel und erhältst die Borsten lange.
So gehst Du praktisch vor:
- Lose Haare aus den Borsten kämmen - gern mit einer zweiten, harten Bürste oder einem Metallkamm.
- Bürsten in einen Eimer mit lauwarmem Wasser (ca. 30 Grad) und einem Spritzer mildem Pferdeshampoo tauchen.
- Mit den Borsten gegeneinander oder mit der Hand auswaschen - keine kochend heiße Flüssigkeit, sonst leimt sich der Griff.
- Mit klarem Wasser gründlich nachspülen, bis kein Schaum mehr austritt.
- Mit den Borsten nach unten auf ein Handtuch legen - so läuft das Wasser aus dem Griff heraus, nicht hinein.
- Vollständig trocknen lassen, bevor Du sie zurück in die Putztasche packst.
Bürsten mit Holzgriff immer flach lagern - stehendes Wasser quillt den Griff auf und die Borsten lösen sich. Rosshaar-Kardätschen vertragen nur mildes Shampoo und niemals Weichspüler. Nach dem Reinigen schadet frische Luft deutlich mehr als die Heizung: Direkte Hitze macht Kunststoffborsten spröde.
Wie oft solltest Du Putzzeug waschen beim Pferd?
Täglich grob entstauben, alle vier bis sechs Wochen gründlich waschen - bei Hautproblemen oder im Fellwechsel sofort nach jedem Einsatz. Das ist die Minimal-Routine für ein gesundes Pferd.
In der Praxis sieht ein guter Rhythmus so aus:
- Täglich: Haare auskämmen, Striegel am Rand des Putzkastens ausklopfen.
- Wöchentlich: Hufauskratzer kurz unter Wasser abspülen, Schwamm wechseln oder auskochen.
- Monatlich: Komplette Wäsche aller Bürsten.
- Beim Fellwechsel: Alle zwei Wochen waschen - mehr Haare, mehr Hautschüppchen, mehr Bedarf.
- Bei Verdacht auf Pilz, Milben oder Räude: Nach jeder Nutzung reinigen und desinfizieren.
Gerade im Fellwechsel beim Pferd sammeln sich riesige Mengen an Unterwolle in den Borsten. Wer dann nicht öfter wäscht, trägt den gleichen Staub beim nächsten Putzen wieder auf das frisch gelockerte Fell auf.
Wie desinfizierst Du Putzzeug beim Pferd?
Nach dem Waschen Bürsten mit verdünntem Essigwasser oder einem tierverträglichen Desinfektionsmittel abspülen und offen trocknen lassen. So reduzierst Du Keime, ohne das Pferd zu reizen.
Für die Haushalts-Variante mischst Du ein Teil Apfelessig mit vier Teilen Wasser und tauchst die gereinigten Bürsten kurz ein. Anschließend klar nachspülen und wie gewohnt trocknen. Essig hat einen leicht sauren pH-Wert, der Bakterien und Pilzsporen das Leben erschwert - er kann die Rückkeimung reduzieren, ersetzt aber bei akuten Hautproblemen keinen tierärztlichen Rat.
Für schärfere Fälle - etwa bei nachgewiesenem Pilz oder nach dem Besuch eines fremden Pferds - greifst Du zu einem tierverträglichen Desinfektionsmittel aus dem Reitsport-Fachhandel. Wichtig: Herstellerangaben zur Einwirkzeit beachten, Bürsten danach gründlich mit klarem Wasser nachspülen und erst vollständig getrocknet zurück ins Set legen. Kunststoffteile dürfen bei stabilen Modellen auch bei 60 Grad in die Spülmaschine - Holz- und Rosshaarbürsten niemals.
Soll jedes Pferd sein eigenes Putzzeug haben?
Ja - jedes Pferd braucht sein eigenes Putzzeug, damit Hautpilz, Räude oder Milben nicht von einem Vierbeiner auf den nächsten wandern. Das ist Basis-Hygiene im Stall.
In vielen Ställen teilen sich Reitbeteiligungen und Pferdebesitzer dasselbe Set - das kann im Alltag funktionieren, solange keine Haut- oder Fellerkrankung im Spiel ist. Sobald aber ein Pferd Mauke, Pilzflechten, Sommerekzem oder Milben hat, wird Teilen zum Risiko. Jede Bürste trägt winzige Hautschüppchen und Sporen mit, die auf dem nächsten Pferd neue Entzündungsstellen auslösen können.
In der RidersDeal-Community gilt deshalb die einfache Faustregel: Ein Set pro Pferd, farblich oder per Namensschild markiert, und ein zusätzliches "Besuchs-Set" für fremde Pferde, Reitbeteiligungen oder den Tierarztbesuch. Wer Allergiker ist oder ein Pferd mit Sommerekzem besitzt, sollte sogar an separate Bürsten für Mähne, Schweif und Beine denken.
Putzzeug nach Situation: Was passt zu Dir?
Freizeitreiterin
Du putzt täglich und möchtest ein robustes Set, das auch Matsch-Paddock übersteht. Gummistriegel, feste Wurzelbürste und ein weicher Hufauskratzer reichen aus - alles im Putzkasten ordentlich verstaut.
Seniorenpferd-Besitzerin
Dünnes Fell braucht sanftere Werkzeuge: weiche Kardätsche, Massagestriegel aus Gummi und ein Fellbürstchen für empfindliche Stellen. Eine Komplettübersicht zu Pflegeprodukten gibt der Pferdezubehör-Ratgeber.
Reitbeteiligung
Du nutzt oft das Set der Besitzerin - kläre vorab, welche Bürsten gemeinschaftlich sind und welche nur für ein Pferd. Ein kleines eigenes Mini-Set mit Mähnenkamm und Schwamm ist nie verkehrt.
Was kostet Putzzeug Pferd - und wo kaufst Du es am besten?
Eine solide Grundausstattung kostet 40 bis 90 Euro, hochwertige Sets mit Ledergriffen und Rosshaar liegen bei 120 bis 200 Euro. Nach oben offen - aber selten nötig.
Was Du realistisch einplanen solltest:
- Einsteiger-Set: rund 25 bis 45 Euro - oft mit Tasche, meist Kunststoff.
- Mittelklasse: 60 bis 100 Euro - stabile Griffe, bessere Borsten, langlebiger.
- Premium: 120 bis 200 Euro - Holzgriffe, Rosshaar, Lederdetails, oft handgefertigt.
- Einzelteile: Striegel ab 3 Euro, Kardätsche ab 7 Euro, Hufauskratzer ab 5 Euro.
Bei RidersDeal findest Du Putzzeug von Marken wie HKM, Waldhausen und USG sowie mit RidersChoice unsere Eigenmarke zu einem bewusst fairen Preis. Dank regelmäßiger Deals sparst Du auf vollständige Sets oft 20 bis 40 % gegenüber dem Einzelkauf. Eine gute Orientierung für das Drumherum - Stiefelknecht, Pferdedecken-Bürsten und Zubehör - gibt der Pferdezubehör-Ratgeber. Wer sein Pferd im Sommer häufiger wäscht, schaut zusätzlich in den Beitrag Pferd richtig abduschen.
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Häufige Fragen zum Putzzeug fürs Pferd
Was gehört ins Grund-Putzzeug für ein Pferd?
Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenbürste, Hufauskratzer und ein Schwamm. Dazu eine stabile Putztasche - mehr brauchst Du im Alltag nicht.
Soll jedes Pferd sein eigenes Putzzeug haben?
Ja. Eigenes Putzzeug pro Pferd verhindert, dass Hautpilz, Milben oder Räude von einem Pferd auf das nächste übertragen werden.
Wie heißt das Putzzeug beim Pferd?
Die wichtigsten Teile heißen Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenkamm und Hufauskratzer. Zusammen bilden sie das klassische Putzset.
Wie reinigt man Putzzeug beim Pferd?
Haare auskämmen, Bürsten in lauwarmem Wasser mit mildem Shampoo auswaschen, klar nachspülen und mit den Borsten nach unten trocknen lassen.
Wie desinfiziert man Putzzeug beim Pferd?
Nach dem Waschen mit verdünntem Essigwasser (1:4) oder einem tierverträglichen Desinfektionsmittel abspülen. Danach klar nachspülen und offen trocknen lassen.
Wie oft sollte man Putzzeug waschen beim Pferd?
Grundregel: alle vier bis sechs Wochen gründlich waschen. Im Fellwechsel alle zwei Wochen, bei Haut- oder Fellproblemen nach jedem Einsatz.
Wie viel kostet Putzzeug für ein Pferd?
Ein Einsteiger-Set liegt bei 25 bis 45 Euro, eine solide Grundausstattung bei 60 bis 100 Euro, Premium-Sets mit Rosshaar und Leder bei 120 bis 200 Euro.
Welches Putzzeug brauche ich für mein Pferd?
Für den Alltag sechs bis acht Teile: Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenkamm, Hufauskratzer, zwei Schwämme und eine Putztasche.
Welche Marken sind beim Putzzeug empfehlenswert?
Beliebt sind HKM, Waldhausen, USG und RidersChoice. Letztere ist die faire RidersDeal-Eigenmarke mit solider Qualität zu einem bewusst günstigen Preis.
Wo kaufe ich Putzzeug für mein Pferd?
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