Bandagierunterlagen - Der große Ratgeber zu Material, Größe und Sitz


Bandagierunterlagen sind das stille Fundament unter jeder Bandage am Pferdebein und entscheiden darüber, ob die Wicklung schützt oder scheuert. Ob beim Training, auf dem Turnier, im Stall nach dem Reiten oder beim Transport: Ohne die richtige Unterlage wird aus einer gut gemeinten Bandage schnell eine Druckstelle. In diesem Ratgeber zeigen wir Dir, wann Du Bandagierunterlagen brauchst, welches Material zu Deinem Pferd passt und wie Du sie so anlegst, dass Sehnen und Haut wirklich geschützt sind.
Reitsport-Autorin & Pferdebesitzerin · Aktualisiert: Oktober 2026
Was sind Bandagierunterlagen?
Bandagierunterlagen sind weich gepolsterte Rechtecke, die zwischen Pferdebein und Bandage liegen und den Druck der Wicklung gleichmäßig verteilen. Sie bestehen meist aus Fleece, Baumwolle, Bambus oder Schaumstoff mit Textilbezug und schützen Sehnen, Fesselbein und Haut vor Reibung.
Du legst sie unter die eigentliche Bandage, damit diese nicht direkt auf dem Bein aufliegt. So entsteht ein doppelter Schutz: eine stabile Hülle außen und eine druckausgleichende Schicht innen. Ohne diese Zwischenlage sitzt die Bandage punktuell zu fest, kann Sehnen quetschen oder Scheuerstellen am Fesselkopf verursachen.
Je nach Einsatz unterscheiden sich die Unterlagen in Dicke, Länge und Material. Für den Stall reicht eine schlichte Fleeceunterlage, fürs Training oder den Transport gibt es dickere Varianten mit zusätzlicher Polsterung im Sehnenbereich. Mehr Hintergrund zum Thema Beinschutz findest Du auch in unserem Ratgeber zu Gamaschen.
Wann brauchst Du Bandagierunterlagen?
Du brauchst Bandagierunterlagen immer dann, wenn eine klassische Stall- oder Arbeitsbandage ans Bein kommt - also beim Training, auf dem Turnier, im Stall nach harter Arbeit oder beim Transport. Jede Wicklung ohne Unterlage ist ein Risiko für Sehne und Haut.
Besonders wichtig werden Bandagierunterlagen bei länger getragenen Bandagen: Stallbandagen über Nacht, Reha-Wicklungen nach einer Verletzung oder Kühlbandagen nach intensiver Arbeit. Auch bei Dressurpferden, die ihre Beine im Training gezielt stützen und präsentieren sollen, gehören weiche Unterlagen unter die Arbeitsbandage dazu.
Laut RidersDeal Reitsport-Studie 2026 (n=3.515) ist Dressur mit 36,5% die am häufigsten gerittene Disziplin in unserer Community - genau dort, wo Bandagen in Training und Lektionsarbeit regelmäßig zum Einsatz kommen. 86,5% der Reiterinnen nutzen außerdem Physio, Osteo oder Akupunktur für ihr Pferd. Beinarbeit und Sehnengesundheit sind damit ein zentrales Thema im Stallalltag - und die Bandagierunterlage ist die einfachste Vorsorgemaßnahme überhaupt.
Welches Material eignet sich für Bandagierunterlagen?
Die drei verbreitetsten Materialien sind Fleece, Baumwolle und Bambus - jedes hat seine Stärke. Fleece ist weich und druckausgleichend, Baumwolle besonders hautfreundlich, Bambus zusätzlich atmungsaktiv und geruchsneutralisierend.
Fleeceunterlagen sind der Klassiker: anschmiegsam, pflegeleicht und ideal für den täglichen Einsatz im Stall oder beim Training. Baumwolle wird gerne für Reha-Bandagen oder empfindliche Hautpartien verwendet, da sie Feuchtigkeit gut aufnimmt. Bambusunterlagen gelten als besonders modern - sie sind leicht, dünn, atmungsaktiv und werden in unserer Community zunehmend beliebt.
| Material | Stärke | Idealer Einsatz |
|---|---|---|
| Fleece | weich, druckausgleichend | Training, Stall, Alltag |
| Baumwolle | hautfreundlich, saugfähig | Reha, empfindliche Haut |
| Bambus | atmungsaktiv, leicht | Sommer, Dressur, Turnier |
Eine Kundin schreibt in ihrer Bewertung zu unseren Bambus-Bandagierunterlagen: "Schicke Unterlagen aus nachhaltigem Material, was super funktionell ist. Sie lassen sich super bandagieren und sind dazu auch noch super günstig." Genau diese Kombination - Material, Preis und Funktion - macht Bambus zu einer der am häufigsten weiterempfohlenen Varianten bei RidersDeal.
Wie groß müssen Bandagierunterlagen sein?
Bandagierunterlagen sollten das Bein von unterhalb des Karpalgelenks bis zum Fesselkopf vollständig abdecken und auf jeder Seite 1 bis 2 cm über die Bandage hinausragen. Üblich sind Maße von 45 x 30 cm für Warmblüter und 40 x 25 cm für kleinere Pferde oder Ponys.
Die Faustregel: Die Unterlage muss am oberen und unteren Rand der Bandage sichtbar bleiben. Wird sie überdeckt, kann die Bandage direkt auf die Haut drücken - genau das soll die Unterlage ja verhindern. Bei Großpferden werden häufig längere Varianten (bis 50 cm) für die Hinterbeine genutzt.
- Pony/Kleinpferd: ca. 40 x 25 cm
- Warmblut: ca. 45 x 30 cm
- Großpferd/Hinterbein: bis 50 x 30 cm
Welche Unterlage zu Deinem Pferd passt, hängt von Größe, Einsatz und Material ab. Bei uns findest Du Fleece, Baumwolle und Bambus nebeneinander zum direkten Vergleichen.
Wie bandagierst Du mit Bandagierunterlagen richtig?
Du legst die Unterlage glatt und faltenfrei um das Bein, sodass die vorderen Kanten in der Mitte des Röhrbeins übereinanderliegen. Danach wickelst Du die Bandage von innen nach außen über die Unterlage - gleichmäßig straff, aber nie zu fest.
Wichtig ist die Zugrichtung: Du bandagierst immer von vorne nach hinten über die Sehne, nie direkt auf die Sehne drücken. Setze den Anfang mittig am Röhrbein an, führe die Bandage einmal unterhalb des Karpalgelenks herum und wickel in gleichmäßigen Bahnen nach unten bis zum Fesselkopf und wieder nach oben zurück.
- Bein säubern und auf Hautverletzungen prüfen
- Unterlage faltenfrei anlegen, Kanten mittig am Röhrbein
- Bandage mittig ansetzen, von innen nach außen wickeln
- Erst nach unten zum Fessel, dann wieder hoch
- Verschluss seitlich, nicht auf der Sehne, platzieren
Prüfe nach dem Anlegen immer, ob zwei Finger zwischen Bandage und Bein passen. Rutscht die Unterlage nicht und kannst Du bequem darunter fühlen, sitzt alles richtig. Wer die Beine zusätzlich beim Longieren schützen möchte, findet im Ratgeber zur Longe und zur Doppellonge die passende Ergänzung zur Beinarbeit.
Wie müssen Bandagierunterlagen sitzen?
Eine gut sitzende Bandagierunterlage liegt glatt, faltenfrei und ohne Verrutschen am Bein - oben und unten schaut sie 1 bis 2 cm über die Bandage hinaus. Falten, Knicke oder verrutschte Kanten sind das häufigste Problem und können Druckstellen verursachen.
Achte darauf, dass die Unterlage auf beiden Beinseiten gleichmäßig anliegt und die Nähte nicht direkt auf der Sehne verlaufen. Die Kante sollte vorne mittig geschlossen werden - so läuft die Bandage sauber darüber und die Sehne hinten bleibt frei vom Verschluss der Unterlage.
Teste nach 10 bis 15 Minuten den Sitz: Wärmt das Bein stark, pulsiert es oder zeigt Dein Pferd Unruhe, nimm die Bandage sofort ab und lege sie neu an. Eine falsch sitzende Unterlage kann die Durchblutung einschränken - ein Punkt, den viele Reiterinnen aus unserer Community aus eigener Erfahrung bestätigen.
Kann man auch ohne Bandagierunterlagen bandagieren?
Technisch geht es - sinnvoll ist es selten. Ohne Unterlage drückt die Bandage punktuell auf Sehne und Haut, und schon kleine Falten können scheuern oder Druckstellen erzeugen. Für den sicheren Alltag solltest Du immer eine Bandagierunterlage verwenden.
Ausnahme sind spezielle elastische Fertigbandagen mit integriertem Polster, die bereits eine weiche Innenseite besitzen. Auch bestimmte Kühl- oder Gel-Bandagen werden ohne klassische Unterlage angelegt - hier ersetzt die Bandage selbst die schützende Schicht. Mehr dazu, wann ein Gelpad oder spezielle Polsterung sinnvoll ist, liest Du in unserem Ratgeber.
Bei allen anderen Bandagentypen - Stallbandagen, Arbeitsbandagen, Reha-Bandagen - führt kein Weg an einer sauberen Unterlage vorbei. Alternativ oder ergänzend kannst Du für Training und Longenarbeit auch zu Streichkappen oder Hufglocken greifen - sie schützen andere Bereiche des Beins.
Warum lohnen sich gute Bandagierunterlagen?
Gute Bandagierunterlagen verlängern die Haltbarkeit der Bandage, schützen Sehne und Haut und machen das Bandagieren spürbar einfacher. Sie sind das günstigste Teil im Beinschutz-Set und entscheiden maßgeblich darüber, ob die Bandage bequem oder belastend ist.
Hochwertige Unterlagen bleiben nach dem Waschen formstabil, filzen nicht und verrutschen nicht unter der Bandage. Günstige Modelle verlieren schnell ihre Polsterung oder werden hart - gerade im Dauereinsatz macht das einen deutlichen Unterschied. Bei RidersDeal findest Du die Kombination aus Preis und Qualität, die unsere Community zuverlässig wiederkauft.
Weitere Ratgeber rund um Ausrüstung und Pflege, die Dich interessieren könnten: unser Überblick zum Reitzubehör, der große Pferdezubehör-Ratgeber und unser Guide zur Putztasche fürs Pferd.
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Häufige Fragen zu Bandagierunterlagen
Was sind Bandagierunterlagen?
Bandagierunterlagen sind weich gepolsterte Rechtecke aus Fleece, Baumwolle oder Bambus, die zwischen Bein und Bandage liegen. Sie verteilen den Druck gleichmäßig und schützen Sehnen und Haut.
Wann braucht man Bandagierunterlagen?
Immer dann, wenn klassische Stall-, Arbeits- oder Reha-Bandagen angelegt werden. Nur bei speziellen Fertigbandagen mit integrierter Polsterung oder Gel-Kühlbandagen sind sie entbehrlich.
Wie groß müssen Bandagierunterlagen sein?
Übliche Maße sind 40 x 25 cm für Ponys, 45 x 30 cm für Warmblüter und bis 50 x 30 cm für Großpferde. Sie sollte 1 bis 2 cm über die Bandage hinausragen.
Kann man ohne Bandagierunterlagen bandagieren?
Technisch ja, sinnvoll selten. Ohne Unterlage drückt die Bandage punktuell auf Sehne und Haut. Ausnahme sind Fertigbandagen mit integrierter Polsterung oder spezielle Gel-Bandagen.
Wie bandagiert man mit Bandagierunterlagen?
Unterlage faltenfrei um das Bein legen, Kanten mittig am Röhrbein. Bandage mittig ansetzen, von innen nach außen über die Sehne wickeln, erst nach unten, dann wieder hoch - Verschluss seitlich.
Wie müssen Bandagierunterlagen sitzen?
Glatt, faltenfrei und ohne Verrutschen. Oben und unten sollten 1 bis 2 cm über die Bandage hinausschauen, der Verschluss vorne mittig am Röhrbein liegen.
Warum Bandagierunterlagen überhaupt verwenden?
Sie schützen Sehnen und Haut vor Druck und Reibung, verlängern die Lebensdauer der Bandage und erleichtern das Wickeln. Gerade bei langen Tragezeiten sind sie unverzichtbar.
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