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Winterblues bei Pferd und Reiter

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Winterblues bei Pferd und Reiter
Von RidersDeal Vor 1 Monat 1283 mal gelesen Keine Kommentare

Der Winterblues macht auch vor Reitern keinen Halt

Viele Reiter kämpfen im Winter mit mangelnder Motivation. Es ist früh dunkel, man friert und will eigentlich gar nicht raus in Stall. Doch unsere Pferde kennen das Problem nicht und wollen beschäftigt und bewegt werden. Wer das Glück hat, eine Halle am Stall zu haben, kann zwar im Trockenen reiten, aber teilt sich die Reithalle mit einigen anderen Reitern – nicht immer eine friedliche Angelegenheit. Wenn keine Halle vorhanden ist, bleibt nur der Reitplatz, denn ausreiten im Dunklen ist zu gefährlich. Doch dieser ist meist matschig oder gefroren – je nach Temperatur. Doch eigentlich ist der Winter die perfekte Zeit für das Training von Pferd und Reiter. Es finden keine Turniere statt und viele Ausbilder bieten regelmäßig Kurse an.

Auf den Winter vorbereiten

Bei sehr trainierten Pferden kann ein leichtes abtrainieren zu Beginn des Winters sinnvoll sein, um den Pferden eine Pause zu ermöglichen, ohne dass sie unterfordert und unausgeglichen sind. Auch die Futterration sollte an das Wintertraining angepasst werden. Gemeinsam mit den Stallkollegen kann man sich Gedanken über ein abwechslungsreiches Winterprogramm machen: Kurse organisieren oder Ausflüge zu Kursen auf anderen Reitanlagen planen macht gemeinsam mehr Spaß.

Den Winter sinnvoll nutzen

Die Winterpause tut Pferd und Reiter gut. Nach der Turniersaison ist im Winter Zeit für eine kleine Pause und vor allem Zeit, um an bestehenden Problemen oder neuen Aufgaben in aller Ruhe zu arbeiten. Ohne Druck und Stress können neue Lektionen erlernt werden oder kleinere Probleme in Ruhe beseitigt werden. Kurse sorgen für neue Ideen und Abwechslung. Auch sind sie eine gute Vorbereitung für die kommende Turniersaison. Am Wochenende kann das Tageslicht für entspannte Ausritte genutzt werden und den tristen Alltagstrott unter der Woche in der Halle kann man mit Bodenarbeit oder Stangenarbeit aufpeppen. Bodenarbeit lässt sich auch auf einem gefrorenen Reitplatz gut machen und beschäftigt den Pferdekopf durch abwechslungsreiche Aufgaben.

Unsere Ideen für Euch

Vorschlag 1:
Du reitest im Schritt oder Trab an der langen Seite, in der Ecke reitest Du eine Kehrtvolte, dann geht’s an der langen Seite zurück und in der nächsten Ecke reitest Du erneut eine Kehrtvolte. Die Übung bietet den idealen Wechsel zwischen Geraderichtung sowie Stellung und Biegung. Als zusätzliche Schwierigkeit kannst Du in der Mitte der langen Seite noch eine Volte einbauen. Diese Übung ist auch im Galopp zu reiten und wird dann entweder mit einem einfachen oder fliegenden Galoppwechsel geritten oder im Außengalopp – je nach Ausbildungsstand von Pferd und Reiter.

Vorschlag 2:
Du lässt Dein Pferd im Galopp an der langen Seite zulegen, vor der Ecke nimmst Du es zurück und reitest in der Ecke eine Volte. An der nächsten langen Seite legst Du erneut zu und reitest in der nächsten Ecke wieder eine Volte. Die Übung wiederholst Du auf beiden Händen. Sie hält das Pferd aufmerksam und sorgt für einen idealen Wechsel zwischen Rahmenerweiterung und Rahmenverkürzung.

Vorschlag 3:
Jeder Art von Seitengängen: Schulterherein, Schenkelweichen im Schritt, Trab und Galopp. Gut zu kombinieren mit Viereck verkleinern und vergrößern. Bringt das Pferd besser an die Hilfen und ist eine gute Übung für den Schenkelgehorsam.

Vorschlag 4:
Trab – Halten – Rückwärts richten – Trab: Diese Übung ist ideal, um abzufragen, wie gut das Pferd an den Hilfen steht und wie Durchlässig es ist. Zusätzlich sorgt die Übung für eine vermehrte Lastaufnahme der Hinterhand. Bei dieser Übung solltest Du auf häufige Wiederholungen verzichten.

Eine schwierige Variante ist die sogenannte Schaukel: Hier lässt Du Dein Pferd geschlossen halten und richtest es dann eine bestimmte Anzahl an Tritten (z.B 4 Tritte) rückwärts. In einem fließenden Übergang wird dann eine bestimmte Anzahl an Schritten (z.B 4 Schritte) nach vorne geritten und aus dem Vorwärts erfolgt dann erneut mit einem fließenden Übergang das Rückwärtsrichten. Anschließend geht es ohne Halten im Schritt wieder nach vorne.

Vorschlag 5:
Lass Dein Pferd im Schritt, Trab und Galopp über Stangen gehen, auf der geraden Linie oder auch auf der gebogenen Linie. Durch unterschiedliche Höhen der Stangen sorgst Du dafür, dass Dein Pferd noch aufmerksamer sein muss. Reite bewusst mal die Mitte der Stangen an, mal die linke und mal die rechte Ecke und achte darauf, dass Dein Pferd aufmerksam und selbstständig mitarbeitet. Für Abwechslung sorgen auch die Stangen, die als Viereck oder als Dreieck gelegt sind. Mit bunten Pylonen kannst Du den idealen Weg vorgeben und für eine optische Begrenzung sorgen.

Stangenarbeit im Winter

Dreieck aus Stangen für Abwechslung

Vorschlag 6:

Für Abwechslung an der Longe sorgst Du, wenn Du Dein Pferd über Stangen oder Cavaletti longierst. Damit schulst Du das Gleichgewicht Deines Pferdes und regst es zu mehr Aufmerksamkeit und Mitarbeit an.

Stangenarbeit auf dem Zirkel

Vorschlag 7:

Mit einem bunten Gymnastikball spielen viele Pferde gerne Fußball. Doch sei vorsichtig, manch ein Vierbeiner hat erst Angst vor dem bunten Ball. Auch die Arbeit mit Plastikplanen, Flattervorhängen und Regenschirmen sorgt für Abwechslung und macht die Pferde unerschrocken und offen gegenüber Neuem.

Was macht Ihr im Winter? Wie sorgt Ihr für Abwechslung? Wir sind gespannt auf Eure Ideen.

Veröffentlicht unter: Ausbildung von Pferd und Reiter