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Kleine Plagegeister – Wie Du Dein Pferd vor Zecken und ihren Gefahren schützen kannst.

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Kleine Plagegeister – Wie Du Dein Pferd vor Zecken und ihren Gefahren schützen kannst.
Von Lea K. Vor 7 Monaten 777 mal gelesen Keine Kommentare

Woran denkst Du, wenn das Wort „Sommer“ hörst? Sonne, Urlaub und lange Ausritte über weite Felder? Wir auch! Jedoch gibt es immer wieder diese kleinen Plagegeister, die unser Sommerglück stören wollen: Zecken. Diese sind nicht nur lästig, sondern bringen leider auch einige Gefahren für Dein Pferd mit sich. Damit Du den Sommer trotzdem ungestört genießen kannst, haben wir hier alle Informationen gesammelt die Du haben solltest, um Dein Pferd vor Zecken zu schützen:

Welche Eigenschaften haben Zecken?

Zecken sind Ektoparasiten und gehören zur Ordnung der Milben. Die in unseren Gegenden meist angetroffene Zecke ist die Schildzecke. Sie lebt meist an Lichtungen, Ufern und Waldrändern und bewegt sich am liebsten im hohen Gras, im Gebüsch, im Unterholz oder am Boden. Vielleicht ist Dir schon mal aufgefallen, dass Zecken vor allem nach Regentagen im Sommer ein großes Problem für Dich darstellen. Das liegt daran, dass sie Feuchtigkeit und Wärme mögen.

Einmal angebissen, sondert die Zecke Speichel in die Wunde ab, die sie verursacht hat. Der Speichel unterdrückt die Blutgerinnung, wodurch dem Parasiten das Blutsaugen erleichtert wird. Außerdem hat er den Nebeneffekt, dass Juckreiz und Schmerz unterdrückt werden und das Pferd die Zecke somit nicht abwehrt.

Welche Gefahren bringen Zecken für mein Pferd mit sich?

Die Gefahren von Zecken liegen nicht im Biss selbst, sondern in den Krankheiten, die sie übertragen können. Diese Krankheiten lassen sich nicht immer ausreichend behandeln und sind nicht nur für den Menschen, sondern auch für das Pferd eine Gefahr. Ein paar der möglichen Folgen sind Gelenkprobleme, Lahmheit oder Organschäden.

Der bereits angesprochene Speichel der Zecke ist die größte Gefahrenquelle für Dein Pferd, denn mit ihm werden Krankheitserreger übertragen. Die bekanntesten und häufigsten Krankheiten sind Borreliose und Anaplasmose. Die Anzeichen für die Krankheiten sind vielfältig und dadurch oft schwer zu diagnostizieren. Bei Borreliose können zum Beispiel Fieber, Steifheit und Lahmheit in mehreren Gliedmaßen, Hautveränderungen an der Bissstelle, Muskelschmerzen, Leistungsabfall und weitere Symptome auftreten. Die Anaplasmose zeigt ähnliche Symptome, unter anderem Fieber, Apathie, Fressunlust, Blutungen in den Schleimhäuten und verminderte Immunabwehr.

Wo fängt mein Pferd sich Zecken ein und wie finde ich sie am Schnellsten?

Unsere Pferde sammeln Zecken meistens beim Ausreiten oder auf der Koppel ein, wenn sie durch hohes Gras laufen. Häufig wirst Du Zecken bei Deinem Pferd an den Beinen, in Hautfalten oder im Kopf-, Hals- und Brustbereich finden, da sie sich gerne Bereiche suchen, an welchen die Haut relativ dünn und weich ist.

Auch wenn die Zecke Dein Pferd bereits wieder verlassen hat, kannst Du Zeckenbisse meist an Schwellungen oder Knubbeln unter der Haut Deines Pferdes erkennen.

Wie kann ich mein Pferd schützen?

Als Vorsorge solltest auf Deinem Pferd vor jedem Koppelgang und Ausritt ein Insektenabwehrspray oder -gel verwenden. Da es Stunden dauern kann, bis Zecken andocken und Krankheitserreger übertragen können, solltest Du Dein Pferd nach jedem Ausritt oder Koppelgang nach Zecken absuchen.

Entdeckst Du eine saugende Zecke am Körper Deines Pferdes, solltest Du diese möglichst schnell und vorsichtig entfernen. Denn je länger die Zecke saugen kann, desto größer wird die Gefahr für eine Infektion. Nach der Beseitigung der Zecke solltest Du die Bissstelle desinfizieren und die nächste Zeit beobachten, damit mögliche Krankheitssymptome frühzeitig entdeckt werden. Sollten Symptome auftreten, solltest Du unbedingt einen Tierarzt kontaktieren.

Was muss ich beim Entfernen einer Zecke beachten?

Am Besten verwendest Du eine Pinzette oder Zeckenzange. Damit solltest Du die Zecke möglichst nah an den Mundwerkzeugen greifen und gerade herausziehen. Mit einer leichten Drehbewegung lassen sie sich am leichtesten entfernen. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Du den Körper der Zecke nicht quetschst und den Kopf ebenfalls entfernst.

Wir hoffen, dass Du jetzt bestens informiert bist und Dein Pferd gut schützen kannst.

Dein #teamridersdeal

Foto: @momo.equestrian & @vanessalutzefotografie

Quellen:

Masterhorse

Zecken.de

vtg Tiergesundheit