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Heu und Stroh - ein Muss in der Pferdefütterung

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Heu und Stroh - ein Muss in der Pferdefütterung
Von RidersDeal Vor 2 Jahren 2611 mal gelesen Keine Kommentare

Die Qualität entscheidet

Wichtig ist immer die Qualität des Heus. Sie hängt von den Böden ab, auf denen die Pflanzen gewachsen sind und ihre Nährstoffe eingelagert haben. Ebenso wichtig ist die sachgemäße Lagerung, denn falsch gelagertes Heu hat eine minderwertige Qualität und kann im ungünstigsten Fall zu Gesundheitsproblemen, wie z.B. Koliken, führen. Auch Stroh, beispielsweise qualitativ gutes Haferstroh, ist ein wertvolles Futtermittel für Pferde, selbst wenn es heutzutage oft nur als Einstreu verwendet wird. Es ist arm an Eiweiß, liefert aber einen beträchtlichen Beitrag zur Energieversorgung. Gute Strohsorten sind zudem wichtige Mineralstofflieferanten. Leider gibt es Pferde, die Stroh in größeren Mengen nicht gut vertragen – daher solltest Du die Fütterung Deines Pferdes immer an seine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Die Fütterung mit Heunetzen

Wie wird Raufutter richtig verfüttert? Sicher kennst Du die einfachste Methode, nämlich Heu und Stroh einfach auf den Boden zu legen. Das hat allerdings den Nachteil, dass das Futtermittel verschmutzt, zum Teil in den Boden getreten und dann nicht mehr gefressen wird. Auch nimmt Dein Pferd beim Fressen Schmutz mit auf. Eine Möglichkeit, Raufutter auf eine saubere Art zu füttern sind Heunetze. Sie sind sehr haltbar und leicht. Wenn Dir das Befüllen sehr umständlich erscheint, kannst Du Dir mit einem preiswerten Heunetzfüller die Arbeit erleichtern. Heunetze gibt es in verschiedenen Netzgrößen und mit unterschiedlichen Maschengrößen. Kleinere Maschen sorgen für langsames Fressen und noch mehr Beschäftigung. Das Heunetz hat den Vorteil, dass Dein Pferd lange damit beschäftigt ist, das Futter aus dem Netz zu rupfen, was seinem natürlichen Fressverhalten nahekommt. Wichtig ist, dass Du das Heunetz in der richtigen Höhe anbringst. Hängt es zu tief, könnte Dein Pferd hineinsteigen und hängen bleiben. Bei einem zu hohen Netz muss Dein Pferd beim Fressen eine sehr unnatürliche Haltung einnehmen. Am bekanntesten sind Heunetze, die an einer Schnur aufgehängt werden. Daneben gibt es Modelle, die an allen vier Ecken an der Box- oder Stallwand befestigt werden. Diese Netze sind auch gut für Offenställe mit Gruppenhaltung geeignet. Allerdings solltest Du bei mehreren Pferden immer mehr als ein Heunetz aufhängen, damit auch die rangniederen Pferde und Ponys in aller Ruhe fressen können.

Raufen: ideal für die Gruppenhaltung und den Außenbereich

Eine andere Möglichkeit, Heu und Stroh sauber zu füttern, ist die Heuraufe. Raufen sind natürlich teurer als Heunetze, dafür sind sie auch stabiler und besser zu befüllen. Es gibt verschiedene Formen, zum Beispiel die klassische Trograufe oder konische Raufen. Wenn Dein Pferd in einem Stall mit Heuraufe steht, musst Du daran denken, dass Raufen regelmäßig gereinigt werden müssen. Bei den konischen Raufen ist der Reinigungsaufwand am geringsten, andererseits sind sie das Raufenmodell, bei denen Pferde am ehesten in einer unnatürlichen Haltung fressen. Für Offenstall- und Robusthaltung ist eine bruchfeste, große Heuraufe unverzichtbar. Sie sollte so beschaffen sein, dass sie auf dem Auslauf oder der Koppel gut zu erreichen ist und sich einfach befüllen und reinigen lässt. Außerdem solltest Du darauf achten, dass sie an einer Stelle mit relativ festem Untergrund steht.

Welche Art der Heufütterung bevorzugst Du? Erzähle uns, wie Dein Pferd sein tägliches Heu bekommt. Wir freuen uns auf Deinen Kommentar.

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