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Alles, was Du über Retouren wissen solltest

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Alles, was Du über Retouren wissen solltest
Von Mia R. Vor 1 Jahren 1911 mal gelesen Keine Kommentare

Wir lieben Onlineshopping. Dieses Gefühl, wenn das langersehnte Päckchen vom Paketdienst geliefert wird und man es sich richtig gemütlich macht, um die neuen Sachen auszupacken und anzuprobieren. Egal ob fürs Pferd oder für einen selbst: Es macht einfach Spaß, nicht wahr?
Einen Nachteil gibt es aber trotzdem am Online shoppen. Man kann sich das Produkt erst daheim genauer ansehen und dann passiert es: Das Teil passt nicht! Und auf der anderen Bluse ist ein Fleck! Was jetzt? Zurückschicken?! Melden?! Dreimal klatschen und im Kreis rennen? Spoiler: Die letzte Lösung hilft leider nicht. In unserer neuen Blogreihe klären wir Dich auf! Wie verhalte ich mich, wenn ich einen falschen Artikel bekommen habe? Was tun, wenn sich ein Fleck auf meiner Hose befindet? Und was bedeuten Reklamationen und Retouren eigentlich für die Umwelt?

Heute geht es um das Thema Retouren.

Wusstest Du, dass sich in Deutschland pro Minute durchschnittlich 532 Retourenpakete auf den Weg machen? Abgesehen von den wirtschaftlichen Mehrkosten durch Retouren ergibt sich ein gewaltiger Nachteil: Die Umweltbelastung steigt enorm! Aber was soll man denn nun machen, wenn ein Teil einfach nicht passt? Viele Retouren lassen sich vermeiden. Die meisten Onlinehändler setzen auf Größentabellen. Deshalb findest Du bei RidersDeal zu jedem RidersChoice-Produkt eine passende Größentabelle mit exakten Maßen. So kannst Du Dir immer sicher sein, dass auch die richtige Größe zu Dir kommt. Vielleicht denkst Du Dir jetzt „Warum sollte ich mir die Mühe machen und die Maße abgleichen, obwohl ich einfach eine Auswahlbestellung aufgeben und dann einfach den Rest zurückschicken kann?“. Viele Hersteller haben zwar ähnliche Größenangaben, trotzdem können die Produkte je nach Stoff und Design unterschiedlich groß ausfallen. Daher lohnt es sich, wenn man sich einmal 10 Minuten nimmt (und mehr ist es tatsächlich nicht) und die Maße z.B. vom Pferdebein, von passenden Gamaschen oder Deiner Hosengröße misst. So hast Du die Maße immer zur Hand und erhöhst bei jeder Bestellung die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Traumartikel passt – ganz ohne, dass Du Deiner Umwelt und dem Unternehmen einen Schaden zufügst.

Aus Unternehmenssicht sind Retouren ein Dorn im Auge. Klar, jedes zurückgeschickte Paket kostet ja auch Geld. Das kann Dir als Kunde natürlich erstmal egal sein. Doch wohin führt das? Das Unternehmen muss die Kosten für die Retouren kompensieren. Wir bei RidersDeal achten bei jedem Teil darauf, dass wir Dir einen super Preis anbieten können. Doch auch wir müssen all unsere Kosten kalkulieren. Und für jedes retournierte Produkt fallen Kosten an, die wir anderswo wieder dazugewinnen müssen. „Aber warum, die Retouren sind doch nicht immer kostenlos!“ – sagst Du vielleicht. Bei RidersDeal gibt es eine Retourepauschale von 3,99 €, die von jeder Erstattung abgezogen wird. Das haben wir so geregelt, um Dich mit Deinen Retourekosten zu entlasten. Doch hinter den Rücksendekosten steckt weitaus mehr. Schauen wir uns den Weg an, den ein Paket von der Ankunft bis zur Erstattung durchläuft: Das Paket wird vom Paketdienstleister gebracht, angenommen und eingeordnet. Anschließend kümmert sich ein Mitarbeiter um die Bearbeitung. Der zurückgeschickte Artikel wird wieder ins Lager gebracht oder aussortiert. Dann werden alle Lieferscheine zusammen erstattet. Das Produkt wandert wieder ins Outlet und kann dort neu erworben werden. Dadurch entstehen Retoure- und Lagerkosten. Vor allem Saisonware, wie zum Beispiel Winterartikel, die im Frühjahr retourniert werden, schlummern lange in unserem Lager. Der gesamte Arbeitsaufwand entspricht hochgerechnet etwa zwei Vollzeitkräften im Monat. Du merkst: Da sammelt sich ganz schön was an!

Die meisten Retouren kommen in einem super Zustand bei uns an: Lieferschein liegt im Paket, alle Artikel sind in der richtigen Tüte und wieder sauber zusammengefaltet. Du weißt, wir lieben unsere Kunden. Aber manchmal bekommen wir bei der Retourebearbeitung auch graue Haare. Decken, die von oben bis unten vollgehaart sind. Tüten, die achtlos aufgerissen wurden und damit nicht wiederverwendet werden können. Chaps, die geknickt wieder in die Originalverpackung gestopft werden. Autsch! Diese Art von Retouren machen uns unendlich traurig. Wir setzen uns hin. Enthaaren, verpacken neu, versuchen jedes Produkt zu retten. Aber manchmal bleibt das leider erfolglos und wir können diese Retouren nicht mehr verwenden. Wir sind sehr kulant – im Stress gewesen? Kein Problem, das kann doch mal passieren. Nicht gemerkt? Okay, vielleicht das nächste Mal! Aber manchmal, da müssen auch wir durchgreifen und eine Bearbeitungsgebühr verlangen. Zusätzlich müssen die Kosten der Retouren immer wieder neu bewertet werden. Der Worst Case wäre hier, dass wir die Preise der Produkte um 2-3 Euro anheben müssen.

Originalverpackungen gehören ja auch irgendwie mit zum Produkt. Zugegeben: Manche Kartons finden wir so schön gestaltet, die würden wir uns fast als Deko ins Büro hängen. Aber natürlich haben sie eine viel wichtigere Funktion: Sie sollen schützen und zur richtigen Zuordnung beitragen. Manchmal passiert es, dass man mehrere Sachen bestellt und dann die dunkelrote Hose in Größe 36 blöderweise in die Tüte der blauen Hose in Größe 42 packt. Der Retourebearbeiter ist erschöpft und sieht den Fehler nicht. Dazu kommt: Unsere Logistik-Kollegen sind keine Pferdefreaks wie wir. Viele haben gelernt was eine Schabracke ist und was eine Abschwitzdecke. Aber ob die Schabracke Vielseitigkeit, Springen, Dressur oder gar Pony/Warmblut ist? Schwierig. Der neue Besitzer in freudiger Erwartung merkt, dass er die falsche Hose bekommen hat und retourniert. Und so wiederholt sich der ganze Kreislauf erneut. Bis sich ein Kunde meldet „Ich habe eine falsche Hose bekommen! Was nun?“. Wir lösen das für Dich. Damit solche belastenden Kreisläufe gar nicht erst zustande kommen: Wirf einen kurzen Blick auf die Tüte oder Verpackung. So trägst Du tagtäglich zum Schutz unserer Umwelt bei. Übrigens: Eine Originalverpackung ist kein Rücksendepaket! Du bekommst all Deine Artikel immer in der OVP und einem extra Versandkarton. Auf die Originalverpackung der Stiefel einfach ein Retourelabel draufkleben und los geht’s? Bitte nicht! Denn auch das trägt dazu bei, dass wir das Produkt nichtmehr einwandfrei verkaufen können. Dann kommen die Timberlands in einer Plastiktüte. Das freut weder das Shopping-Herz – noch die Umwelt.

Retouren sind für uns alle so ein gängiger Begriff. Und doch steckt so viel mehr dahinter. Vor allem durch ein bewusstes Retoureverhalten kann man so viel zur Umwelt beitragen. Mach auch Du mit!

Die fünf goldenen Regeln der Retouren:

  1. Nutze unser Retouretool, damit die Retoure auch da ankommt, wo es hingehört
  2. Trage zu einer schnellen Bearbeitung bei und lege den Lieferschein zu Deiner Retoure
  3. Achte darauf, dass Du die richtigen Originalverpackungen verwendest und verwende sie nicht als Versandkarton
  4. Verzichte auf Auswahlbestellungen und nimm lieber einmal Maße von relevanten Körperteilen
  5. Gehe pfleglich mit den erhaltenen Artikeln um


Dein #teamridersdeal