Fliegenschutz: Tipps für einen entspannten Ausritt mit Deinem Pferd

Zwei Frauen reiten auf Pferden mit FliegendeckenZwei Frauen reiten auf Pferden mit Fliegendecken

 

Wir alle sehnen uns danach: Der Frühling bricht an, die Temperaturen steigen und die Natur erwacht zu neuem Leben. Endlich ist es wieder Zeit, die Ausreitsaison zu beginnen und die Schönheit der Landschaft zu genießen. Doch leider werden unsere frühlingshaften Abenteuer oft von lästigen Plagegeistern getrübt - Fliegen, Bremsen und Mücken, die um uns herum summen und unseren Ausritt zu einer Herausforderung machen. Für uns Reiter bedeutet das, dass wir uns ständig mit dem lästigen Gesumme herumschlagen müssen, während wir versuchen, entspannt im Sattel zu sitzen. Aber noch schlimmer ist es für unsere Pferde, die durch die ständige Belästigung der Insekten gestresst werden. Es ist frustrierend, wenn unsere treuen Begleiter durch die Ausreitumgebung scheuen oder sich unruhig verhalten, nur weil sie von Fliegen geplagt werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Reiter geeignete Maßnahmen ergreifen, um unsere Pferde vor den lästigen Plagegeistern zu schützen. Denn nur wenn sie sich wohl und sicher fühlen, können wir gemeinsam die Natur und die Freiheit des Reitens in vollen Zügen genießen. 


Unsere Tipps für einen entspannten Ausritt für Pferd und Reiter

Hier sind einige bewährte Tipps, die Euch helfen können, auch im Frühling und Sommer entspannte Ausritte zu genießen. Diese Ratschläge haben uns in den vergangenen Jahren geholfen, ungestörte und angenehme Ausritte zu erleben.

 

  1. Uhrzeit anpassen:Berücksichtige bei Deiner Planung die Aktivitätszeiten der Insekten und passe Dich entsprechend an. Gerade während der Dämmerung sind Fliegen, Bremsen und Mücken besonders zahlreich und lästig. Es ist ratsam, Ausritte während dieser Zeit zu vermeiden, um ungestörte und entspannte Momente mit Deinem Pferd zu erleben. Stattdessen bietet es sich an, zu anderen Tageszeiten zu reiten, wenn die Insekten weniger aktiv sind. Durch eine geschickte Zeitplanung kannst du nicht nur das lästige Summen vermeiden, sondern auch sicherstellen, dass Dein Ausritt für Dich und Dein Pferd zu einem angenehmen Erlebnis wird.
  2. Route planen: Ein weiterer wichtiger Tipp ist, Deine Ausreitstrecke so zu planen, dass Du möglichst nicht entlang von Flüssen oder Seen reitest. Diese Gewässer sind oft Brutstätten für Insekten, insbesondere für Mücken, und können daher zu einem besonders starken Insektenvorkommen führen. Indem Du solche Gebiete umgehst, kannst Du das Risiko von lästigen Begegnungen mit den Plagegeistern erheblich reduzieren. Stattdessen kannst Du Strecken wählen, die durch offenes Gelände oder bewaldete Gebiete führen, wo das Insektenvorkommen möglicherweise geringer ist.
  3. Die "richtige" Ausstattung: Im Frühling und Sommer ist es besonders wichtig, Dein Pferd während Ausritten in der Natur vor lästigen Plagegeistern zu schützen, da sonst sein Verhalten beeinträchtigt wird und es gestresst reagieren kann. Die bewährten Mittel, um Dein Pferd vor diesen Insekten zu schützen, sind Fliegensprays und Fliegenohren. Diese können dazu beitragen, dass Dein Pferd während des Ausritts weniger gestört wird und sich entspannter verhält. Sollten diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, greifen viele Reiter auf zusätzliche Schutzmittel wie Fliegenausreitdecken und Fliegenmasken zurück. Diese bieten einen erweiterten Schutz und können dazu beitragen, dass Dein Pferd ungestört die Natur genießen kann. Wichtig ist jedoch, dass all diese Ausrüstungsgegenstände richtig passen. Eine schlecht sitzende Fliegenausreitdecke oder Fliegenmaske kann Reibungen verursachen und sogar zu Verletzungen führen. Daher solltest Du darauf achten, dass die Schutzmittel dem Pferd optimal angepasst sind, um sein Wohlbefinden während des Ausritts zu gewährleisten. Wenn Dein Pferd trotz Fliegenmaske empfindlich an den Nüstern reagiert, ist es ratsam, ihm mit einem Nasennetz Abhilfe zu verschaffen.
  4. Die Routine nach dem Reiten: Nach dem Reiten ist es leider oft so, dass einige Reiter ihre Pferde nur absatteln und noch verschwitzt auf die Koppel bringen. Dort werden die Tiere dann von Insekten geplagt, während sich die Reiter über das nervöse Verhalten ihrer Pferde wundern. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Situation für die Pferde äußerst unangenehm und belastend sein kann. Eine sinnvolle und bewährte Routine ist folgende: Zunächst duscht man das Pferd gründlich mit lauwarmem Wasser ab, um den Schweiß aus seinem Fell zu spülen. Das hilft nicht nur dabei, das Pferd zu erfrischen, sondern entfernt auch Schmutz und Schweiß, die ansonsten Insekten anziehen könnten. Anschließend lässt man das Pferd in der Reithalle oder auf dem Reitplatz wälzen. Durch das Wälzen baut das Pferd eine zusätzliche, natürliche Schutzschicht gegen Insekten auf, die ihm hilft, sich vor lästigen Plagegeistern zu schützen. Diese Schicht kann auch dazu beitragen, die Haut des Pferdes zu beruhigen und mögliche Reizungen zu lindern. Erst danach bringt man das Pferd auf die Koppel, wobei man darauf achten sollte, eine Weide zu wählen, die weit entfernt von Gewässern liegt, um das Risiko von Insektenbefall zu verringern. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass das Pferd nach dem Ausritt nicht unnötig unter den lästigen Insekten leiden muss und sich stattdessen in Ruhe erholen kann.

 

Wir hoffen, diese Tipps helfen Dir und Deinem Pferd bei einem entspannten Ausritt! Schreibe uns gerne Deine Erfahrungen in unseren Post auf Facebook und Instagram. Wir sind gespannt!