Erste Hilfe für den Reiter

Reiterin auf einem dunklen PferdReiterin auf einem dunklen Pferd

 

Reiten ist kein ungefährliches Hobby und auch wenn man ein erfahrener Reiter ist, kann es immer mal zu brenzligen Situationen oder Unfällen kommen. Immerhin hat man als Partner ein mehrere hundert Kilogramm schweres Lebewesen mit einem eigenen Kopf – den Fluchtinstinkt nicht zu vergessen!

Damit Ihr richtig reagiert, sollte doch einmal etwas passieren, haben wir hier einige Tipps für Euch zusammengefasst:

1. Prävention beim Reiten

Unfallvermeidung ist die halbe Miete! Wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet, lassen sich viele Situationen schon im Vorhinein entschärfen und Unfälle können vermieden werden.

Schutzausrüstung: Das Tragen eines Reithelmes solltest Du unbedingt ernst nehmen! Er kann Deinen Kopf im Falle eines Sturzes vor Stößen schützen und Dich vor schlimmen Verletzungen bewahren. Solltest Du Dich unsicher fühlen kann das Tragen von weiterer Sicherheitskleidung, z.B. einer Schutzweste, beim Springen oder Ausreiten ebenfalls nützlich sein. Auch sie schützt Deinen Körper vor Verletzungen und manchmal kann schon das sicherere Gefühl einem Selbstvertrauen schenken, sodass es gar nicht erst zu brenzligen Situationen kommt.


Handy: Im Falle eines Falles ist es wichtig, notfalls schnell Hilfe holen zu können. Deshalb solltest Du auch möglichst immer ein Handy bei Dir tragen. Am besten verstaust Du es in deiner Jacke oder einer Handytasche an Deiner Reithose. Falls Du im Gelände herunterfällst nützt es Dir nichts, wenn Dein Handy am Sattel befestigt ist und Dein Pferd davonrennt.


Erste-Hilfe Kasten: Falls einmal etwas passiert sollte möglichst nah ein Verbandskasten oder anderweitige Notfall-Ausrüstung vorhanden sein. Deshalb ist es sinnvoll, neben dem erste-Hilfe-Kasten im Auto auch am Stall (z.B. im Spind) eine Verbandstasche zu haben. Auf längere Wanderritte oder Tagesausflüge solltest Du auf jeden Fall ebenfalls eine kleine Notfallausrüstung mitnehmen.


Im Team ist es sicherer: Beim Ausreiten ist es immer sicherer, wenn noch mindestens eine zweite Person mit dabei ist. Sie kann helfen, falls ein Unfall passieren sollte. Wenn Du alleine ausreiten gehst sollte zumindest jemand anderes Bescheid wissen, welchen Weg Du ungefähr reiten möchtest und wann Du zurück sein willst. Dazu kannst Du zum Beispiel jemandem am Stall Bescheid geben oder aber bei WhatsApp Deinen Live-Standort an eine Person Deines Vertrauens schicken. Bist Du sicher zurück am Stall angekommen sagst Du einfach wieder Bescheid :)

 

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Erste-Hilfe-Kurs: Zur Auffrischung Deines Erste-Hilfe Wissens und um Unfallstationen im Vorhinein einmal proben zu können macht es Sinn, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Das kann man zum Beispiel bei verschiedenen Organisationen, wie dem roten Kreuz, den Maltesern oder anderen absolvieren.

2. Verhalten im Falle eines Unfalles mit dem Pferd

Situation einschätzen: Zuerst musst Du die Situation einschätzen. Was ist passiert? Wie schlimm sind die Verletzungen? Auch wenn jemand nach einem Sturz o.ä. augenscheinlich keine Schmerzen oder Schwindel hat solltet Ihr zuerst ein paar Minuten abwarten, bevor die Person sich wieder auf´s Pferd setzt. Durch den Schock können Verletzungen und Schmerzen zunächst unerkannt bleiben. Außerdem wichtig: Rede mit dem Verletzten! Durch das Gespräch kannst Du erkennen, ob sich die Person komisch verhält und außerdem gibst Du demjenigen damit Sicherheit und Trost.


Hilfe rufen: Je nach Einschätzung der Situation und Schwere der Verletzungen kommt es jetzt darauf an, die richtige Hilfe zu holen. Bei schweren Verletzungen, Knochenbrüchen oder bewusstlosen Unfallopfern erreichst Du mit der Notrufnummer 112 die Notfall-Leitstelle. Den Mitarbeitern am Telefon musst Du den Unfallhergang und die Verletzungen schildern. Wichtig ist auch, dass Du ihnen Deinen genauen Standort nennen kannst. Sie entschieden dann, welche Hilfe sie Dir schicken (Notarzt/ Krankenwagen/ Hubschrauber/ …). Bei leichteren Verletzungen, wie Prellungen, Schürfungen oder kleineren Wunden reicht es oft, jemanden vom Stall oder Angehörige anzurufen, damit jemand den Verletzten abholen kann.


Weitere Versorgung: Zurück am Stall können dann die Verletzungen erstversorgt werden (Wunden reinigen, durch Pflaster o.ä. vor Schmutz schützen, …). Sicherheitshalber sollte die Verletzte Person aber trotzdem im Anschluss einen Arzt aufsuchen. Manche Verletzungen, wie Haarrisse oder Gehirnerschütterungen bleiben zunächst unerkannt – sollten aber unbedingt von einem Arzt ausgeschlossen werden.

 

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