Winterreitstiefel: Der große Ratgeber zu Wärme, Grip und Passform

Gutes Schuhwerk kann für die langen und vielseitigen Aufenthalte am Stall ausschlaggebend sein.

Winterreitstiefel schützen Deine Füße im Stall an kalten, nassen Tagen und geben Dir sicheren Halt zwischen Halle, Weide und Paddock. Wer täglich am Stall ist, kennt das: Sobald der erste Bodenfrost kommt, werden dünne Reitstiefel zur Zitterpartie - und rutschige Sohlen zum echten Sicherheitsthema. Laut RidersDeal Reitsport-Studie 2026 (n=3.515) sind 78% der Reiterinnen täglich oder 5-6x pro Woche am Stall - da darf beim Schuhwerk nichts wackeln. In diesem Ratgeber zeigen wir Dir, worauf Du bei Winterreitstiefeln wirklich achten solltest, welche Modelle sich in unserer Community durchsetzen und wie Du die richtige Größe sicher triffst - inklusive Antwort zur Löesdau-Größentabelle.

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Kathi Beißel

Reitsport-Autorin & Pferdebesitzerin · Aktualisiert: August 2026

Was ist ein Winterreitstiefel und wann brauchst Du ihn?

Ein Winterreitstiefel ist ein gefütterter, wasserabweisender Reitstiefel mit rutschfester Sohle - gemacht fürs Reiten und den Stallalltag bei Kälte, Nässe und Schnee. Er verbindet die Bauform eines klassischen Reitstiefels mit warmer Innenfütterung und einer Profilsohle, die auf Eis und matschigem Boden Halt gibt.

Du brauchst einen Winterreitstiefel spätestens dann, wenn Du zwischen Oktober und März täglich in den Stall gehst, longierst oder in der Halle reitest. In unserer WhatsApp-Community-Umfrage geben 94% der Reiterinnen an, dass ihnen täglicher Paddock-Ausgang im Winter wichtig ist - und 59% fürchten sich vor Eis und Rutschgefahr auf dem Hof. Genau hier arbeiten Winterreitstiefel: mehr Wärme, mehr Grip, mehr Sicherheit.

Anders als reine Winterstiefel aus dem Outdoor-Bereich haben Winterreitstiefel eine flache Absatzform (max. ca. 1,5 cm) und einen glatten Fußspalt, damit Du sicher im Steigbügel stehst. Das unterscheidet sie klar von jedem Wanderschuh.

Welche Arten von Winterreitstiefeln gibt es?

Die drei häufigsten Bauformen sind lange Winterreitstiefel, kurze Winter-Reitstiefeletten und Thermo-Stallstiefel - sie unterscheiden sich vor allem in Schafthöhe, Einsatz und Kombinierbarkeit mit Chaps.

Lange Winterreitstiefel gehen bis unters Knie und sind ideal, wenn Du auch bei Kälte in einem klassischen langen Stiefel reiten willst - typisch für Dressurreiterinnen und alle, die auf einen sauberen Auftritt in der Halle Wert legen. Kurze Winter-Reitstiefeletten (z.B. Jodhpur-Modelle) werden mit warmen Chaps oder Reithosen mit Vollbesatz kombiniert. Sie sind flexibler im Alltag und schneller angezogen - laut Community der meistverkaufte Winter-Look bei RidersDeal.

Thermo-Stallstiefel wiederum sind eher robuste Ausmiststiefel mit sehr dicker Fütterung - super warm, aber zum Reiten nur bedingt geeignet, weil die Sohle oft zu grob und der Schaft zu weit ist. Für alle, die viel im Stall arbeiten und wenig reiten, sind sie trotzdem eine gute Wahl.

Woran erkennst Du einen guten Winterreitstiefel?

Ein guter Winterreitstiefel hat vier Kernmerkmale: warme Fütterung, wasserabweisendes Obermaterial, rutschfeste Profilsohle mit reit-tauglichem Absatz und einen bequemen Verschluss, der auch mit Handschuhen funktioniert.

Auf diese Details lohnt sich der Blick beim Kauf:

  • Fütterung: Fleece, Teddy oder Thermo-Membran - Teddyfell hält am wärmsten, Fleece trocknet schneller.
  • Obermaterial: imprägniertes Leder oder wasserabweisendes Synthetik - beides ist im Nassschnee praxistauglich.
  • Sohle: feines Profil mit Bügelrille, Absatz max. 1,5 cm, rutschhemmend nach SRC oder ähnlichem Standard.
  • Verschluss: Reißverschluss hinten mit Schutzklappe oder Schnürung plus Reißverschluss - so bekommst Du den Stiefel auch mit klammen Fingern schnell an.
  • Innensohle: herausnehmbar, damit Du sie zum Trocknen entnehmen kannst.

Faustregel aus der Community: Ein Winterreitstiefel darf leicht wärmen, wenn Du drin stehst - aber Du solltest die Zehen noch bewegen können. Ist er zu eng gefüttert, wird Dir beim Reiten schnell kalt, weil die Durchblutung leidet.

Bei RidersDeal findest Du gefütterte Reitstiefeletten und Winterreitstiefel für Damen und Kinder nebeneinander zum Vergleichen - von der klassischen Axona bis zur Jodhpur-Variante Oslo mit warmer Fütterung.

Welche Winterreitstiefel sind in der RidersDeal-Community beliebt?

In unserer Community ganz vorne: die Covalliero Reitstiefelette Axona für Damen und Kinder sowie die Covalliero Jodhpur-Reitstiefelette Oslo gefüttert - beides Klassiker für den Übergang und den Winter im Stall.

Die Reitstiefelette Axona von Covalliero ist der Allrounder für Damen und Kinder: robustes Obermaterial, Schnürung plus Reißverschluss, feines Sohlenprofil - eine Bauform, die sich in Halle wie auf dem Hof bewährt. Sie ist im Winter mit passenden Thermo-Chaps kombinierbar. Für Kinderfüße gibt es die Axona in kleineren Größen als eigene Kinderlinie.

Die Jodhpur-Reitstiefelette Oslo gefüttert ist die Winter-Empfehlung schlechthin: fest eingearbeitete Innenfütterung, wasserabweisendes Obermaterial und ein klassischer Jodhpur-Schnitt für Trägerinnen von Reithosen mit Vollbesatz. Perfekt für alle, die morgens früh im Stall stehen und schnell in den Sattel wollen.

Als leichtere Alternative wird bei uns die Reitstiefelette Vienna für Damen gerne im Übergang gewählt - eleganter Schnitt, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer eher zum langen Reitstiefel greift, findet im Ratgeber Reitstiefel Damen die passende Übersicht; für den Nachwuchs lohnt ein Blick in unseren Reitstiefel-Ratgeber für Kinder.

Wie findest Du die richtige Größe und Passform?

Miss abends barfuß Deine Fußlänge, den Wadenumfang und die Schafthöhe vom Fußsohle bis in die Kniekehle - danach richtest Du Dich nach der Größentabelle des jeweiligen Herstellers, nicht nach der Konfektionsgröße Deiner Straßenschuhe.

Bei Winterreitstiefeln kommt eine Besonderheit dazu: Die Fütterung nimmt Platz weg. Wenn Du zwischen zwei Größen liegst, entscheide Dich beim Winterreitstiefel eher für die größere Nummer, damit die Zehen im Stiefel noch Bewegungsspielraum haben - so bleiben sie warm. Auf Zehenspitzen darfst Du beim Anprobieren nirgends stoßen.

Beim langen Reitstiefel ist zusätzlich der Wadenumfang entscheidend. Zu enge Schäfte drücken auf die Wade und schneiden nach 20 Minuten Reiten ein - zu weite Schäfte rutschen und werfen Falten unter der Kniekehle. Nutze eine Marke, deren Tabelle Wadenumfang und Schafthöhe getrennt auszeichnet.

Winterreitstiefel oder Reitstiefeletten mit Chaps: Was passt zu Dir?

Wenn Du täglich reitest und einen sauberen langen Look willst, ist der lange Winterreitstiefel die richtige Wahl - für Alltagsreiterinnen und Freizeitreiterinnen sind kurze Winter-Reitstiefeletten mit warmen Chaps flexibler und praktischer.

Winterreitstiefel und Reitstiefeletten mit Chaps im direkten Vergleich
Merkmal Langer Winterreitstiefel Stiefelette + Winterchaps
Wärme sehr gut, durchgehend warm gut, abhängig von Chap-Fütterung
Flexibilität im Alltag eingeschränkt hoch, Chaps können ab
Anziehen bei Kälte länger, oft mit Reißverschluss schnell, in zwei Schritten
Preisrahmen höher (ein Teil) flexibel (zwei Teile getrennt)
Ideal für Dressur, Halle, langer Ritt Stallalltag, Freizeit, Longieren

Mehr zur Kombination Stiefelette plus Chaps findest Du im Ratgeber Chaps beim Reiten und im großen Reitstiefeletten-Ratgeber.

Wie pflegst Du Winterreitstiefel richtig?

Winterreitstiefel brauchen nach jedem Nasstag drei Handgriffe: grobe Nässe abwischen, Innensohle rausnehmen und den Stiefel offen, nicht direkt an der Heizung, trocknen lassen - dann bleibt die Fütterung frisch und die Sohle formstabil.

Bei Lederstiefeln imprägnierst Du das Obermaterial ein- bis zweimal im Winter mit einem geeigneten Spray oder Wachs, damit Nässe außen bleibt. Bei Synthetikmodellen genügt in der Regel eine feuchte Reinigung. Salzränder von Streusalz solltest Du zeitnah mit klarem Wasser abwischen - Salz greift auf Dauer sowohl Leder als auch Nähte an.

Ein Stiefelspanner (oder ausgestopftes Zeitungspapier) hält den Schaft aufrecht und verhindert, dass sich die Fütterung platt drückt. So bleibt Dein Winterreitstiefel über mehrere Saisons hinweg formstabil und warm.

Was ist der Unterschied zwischen Winter- und Sommerreitstiefeln?

Der Hauptunterschied liegt in Fütterung, Obermaterial und Sohle: Winterreitstiefel sind gefüttert, wasserabweisend und mit gröberer Profilsohle ausgestattet, Sommerreitstiefel dagegen ungefüttert, atmungsaktiv und mit feinerem Sohlenprofil.

Praktisch heißt das: Ein Sommerreitstiefel ist im Winter zu dünn - die Kälte zieht durch die Sohle und den ungefütterten Schaft. Ein Winterreitstiefel wiederum wird im Sommer schnell unangenehm warm und kann bei Hitze scheuern. Zwei Paar Reitstiefel für die Jahreszeiten sind daher der Standard in unserer Community - passend dazu lohnt sich auch der Blick auf einen Reitmantel für den Winter und weitere Reitbekleidung für die kalte Jahreszeit.

Stimmen aus der RidersDeal-Community

"RidersDeal ist meine erste Anlaufstelle, weil es immer tolle Deals gibt und man einfach alles rund um den Reitsport findet, so muss man nicht bei 10 Anbietern gleichzeitig bestellen."

- Anna-Lena Humpert, @Nordponys_FloKali

"Bei RidersDeal merkt man einfach, dass es eine Seite von Pferdemenschen für Pferdemenschen ist: Immer nahbar, persönlich und mit den Produkten, die man wirklich braucht."

- Frederike Wolbers, @Justanotherhorseblog

Häufige Fragen zu Winterreitstiefeln

Was macht einen Winterreitstiefel winterfest?

Winterfest ist ein Reitstiefel, wenn er eine warme Fütterung (Fleece, Teddy oder Thermo-Membran), ein wasserabweisendes Obermaterial und eine rutschhemmende Profilsohle mit reit-tauglichem Absatz (max. ca. 1,5 cm) hat. Ergänzend hilft ein herausnehmbares Fußbett zum Trocknen.

Welche Größentabelle gibt es für Löesdau-Stiefel?

Löesdau nutzt bei langen Reitstiefeln eine Tabelle aus Schuhgröße, Wadenumfang und Schafthöhe in Zentimetern - identisch zur Systematik der meisten Reitstiefelmarken. Die verbindliche, aktuelle Tabelle findest Du auf der jeweiligen Löesdau-Produktseite. Mit gemessenem Wadenumfang und Schafthöhe kommst Du bei jeder Marke sicher zur richtigen Größe.

Kann ich Winterreitstiefel auch im Sommer tragen?

Zum Reiten bei sommerlichen Temperaturen sind Winterreitstiefel zu warm - die Fütterung staut Wärme und der Fuß schwitzt schnell. Für den Übergang im Frühjahr und Herbst funktionieren sie gut, im Hochsommer solltest Du auf ungefütterte Reitstiefel oder Reitstiefeletten wechseln.

Sind Winterreitstiefel wasserdicht?

Die meisten Winterreitstiefel sind wasserabweisend, nicht komplett wasserdicht. Bei Dauerregen oder tiefem Matsch zieht Feuchtigkeit irgendwann durch. Regelmäßiges Imprägnieren erhöht den Schutz spürbar. Wer maximalen Nässeschutz braucht, kombiniert Reitstiefeletten mit Thermo-Gummistiefeln fürs Ausmisten und wechselt zum Reiten in den Reitstiefel.

Warme Füße im Winter, sicherer Halt auf jedem Boden - bei RidersDeal findest Du Winterreitstiefel und gefütterte Reitstiefeletten für Damen und Kinder.

Ausgezeichnet als Top Shop 2024 & 2026 von COMPUTER BILD & Statista in der Kategorie Freizeit, Spiel und Hobby. Zur Auszeichnung 2026



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