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Zweiter Teil unserer Serie zum Thema Ausstattung

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Zweiter Teil unserer Serie zum Thema Ausstattung
Von Autor Autor Vor 2 Jahren 7875 mal gelesen Keine Kommentare

Wie dick darf es sein?

Nun wird es langsam Herbst draußen und die Deckensaison beginnt. Pferdebesitzer kennen die Frage nur zu gut: Wie dick decke ich mein Pferd heute Nacht ein? Hierbei ist darauf zu achten, in was für einem Stall das Pferd steht, also ob warm und windgeschützt, mit Fenster und Durchzug oder sogar in einem Offenstall. Außerdem empfindet jedes Pferd die Kälte unterschiedlich. Außerdem kommt es auch darauf an, ob ein Pferd im Winter geschoren wird oder nicht. Wir haben eine grobe Richtlinie für Euch:

Im Frühjahr und Herbst reicht meist eine dünne Decke mit einer Fütterung von 50-100g für die Nacht und die trüben Tage, damit das Pferd nicht friert. Diese wird häufig mit der Bezeichnung „light“ versehen. An sonnigen Tagen kann dann die Decke tagsüber auch abgenommen werden.

Eine mittelwarme Fütterung von 100-200g eignet sich für geschorene oder teilweise geschorene Pferde bei Außentemperaturen von bis zu 0°C. Für ungeschorene Pferde mit Winterfell kann eine solche oder gegebenenfalls eine etwas dünnere Decke sogar den ganzen Winter über genügen, abgesehen von den gelegentlichen Temperaturstürzen in den zweistelligen Minusbereich.

Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, sollte das Pferd mit einer noch wärmeren Thermodecke eingedeckt werden. Diese haben überwiegend eine Fütterung von bis zu 300g aus Fleece. Für sehr empfindliche Pferde gibt es auch Decken mit einer noch dickeren Fütterung von bis zu 400g. Diese sind schön warm und reichen bei geschorenen Pferden auch bei Temperaturen bis -25 Grad aus.

Grundsätzlich sollte bei der Wahl der Decke auf die Reaktion des Pferdes geachtet werden. Stellen sich die Haare des Pferdes auf, so ist dies ein Zeichen dafür, dass es friert und eine dickere Decke benötigt. Ist die Fütterung zu dick, fängt das Pferd unter der Decke an zu Schwitzen. Bei den atmungsaktiven Decken wird die Feuchtigkeit über das Material nach außen getragen, sodass man anhand eines Feuchtigkeitsfilms auf der Decke erkennt, ob es dem Pferd zu warm ist.


Deckentypen im Überblick

Regendecken:

Regendecken bestehen aus wasserdichtem Material und haben meistens gar keine oder nur eine sehr dünne Fütterung. Sie eignen sich, um das Pferd bei milden Temperaturen vor Nässe und Wind zu schützen. Meistens finden sie im Frühjahr und Herbst ihre Anwendung.

Übergangsdecken:

In den ersten kühlen Tagen im Herbst und an den letzten kalten Tagen im Frühjahr verwendet man in der Regel dünne Übergangsdecken. Da diese Decken meistens aus einem einfachen Baumwoll- oder Polyestergewebe bestehen, sind sie für gewöhnlich weder wind- noch wasserdicht und damit für den Weidegang nicht unbedingt geeignet. Um die Pferde an die anstehende Deckensaison zu gewöhnen, eignen sich Übergangsdecken ideal. Außerdem können sie auch bei Anhängerfahrten verwendet werden, damit das Pferd keinen Zug bekommt.

Stalldecken:

Um vor allem geschorene Pferde im Winter vor Kälte zu schützen, verwendet man Stalldecken. Da diese ebenfalls nicht wind- und wasserdicht sind, sollten sie nur im Stall verwendet werden. Diese Decken gibt es mit verschiedenen Dicken an Fütterung.

Weide-/Paddockdecken:

Outdoordecken sind speziell für draußen konzipiert. Damit das Pferd auch bei starkem Regen nicht durchnässt, ist das Obermaterial wind- und wasserdicht. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Decke im Brustbereich so geschnitten ist, dass sich das Pferd gut bewegen kann und die Decke beim Toben nicht verrutscht. Durch das atmungsaktive Material können solche Decken rund um die Uhr getragen werden, ohne dass das Pferd schwitzt.

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