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Übersicht über die verschiedenen Modelle der Gebisse

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Übersicht über die verschiedenen Modelle der Gebisse
Von Autor Autor Vor 1 Jahren 10703 mal gelesen Keine Kommentare

Für jedes Pferd das richtige Gebiss

Es gibt sie einfach gebrochen, doppelt gebrochen, aus Kunststoff, aus Kupfer und in vielen weiteren Varianten – die Gebisse. Hier den Überblick zu behalten und das richtige Gebiss für sein Pferd zu finden, ist manchmal gar nicht so leicht. Wir möchten Euch eine Übersicht der gängigsten Gebissformen geben. In unserem heutigen Blogpost erfahrt Ihr, wie diese aufgebaut sind, was sie bewirken und welches Gebiss sich für Euer Pferd am besten eignet.


Das einfach gebrochene Gebiss

Das einfach gebrochene Gebiss gehört zu den Standardgebissen und wird unter anderem auch Wassertrense genannt, da es sich mit dieser Trense noch gut trinken lässt. Es ist das am häufigsten verwendete Gebiss und wird von den meisten Pferden ohne Probleme angenommen. Bestehend aus zwei gleich langen Gebissteilen, wirkt es durch die Zügelführung hauptsächlich auf die Zunge. Wie auch die folgenden Gebisse, gibt es dieses in unterschiedlichen Längen und Dicken. Die richtige Länge für das Gebiss zu finden ist leicht. Als Richtwert sollte das Gebiss etwas einen halben Zentimeter länger sein als der Maulwinkel des Pferdes. Die richtige Dicke zu ermitteln ist gar nicht so einfach. Früher wurde gesagt, dass ein dickes Gebiss auch gleich ein weiches Gebiss ist. Doch mittlerweile können viele Pferde mit einem dickeren Gebiss das Maul nicht mehr richtig schließen. Daher solltet Ihr ausprobieren, welches die richtige Dicke für Euer Pferd ist.

Das doppelt gebrochene Gebiss

Das doppelt gebrochene Gebiss gehört ebenso, wie das einfach gebrochene Gebiss, zu den Standardgebissen und bewährt sich besonders für sensible Pferde. Es besteht aus drei Gebissteilen, die alle beweglich miteinander verbunden sind. Das mittlere Stück ist hierbei kürzer als die beiden äußeren Teile. Diese Gebissart wirkt vermehrt auf die Laden des Pferdemauls, weniger auf die Zunge. Da hier der Nussknacker-Effekt entfällt, verhält es sich äußerst weich im Maul. Dieses Gebiss wird überwiegend beim Angewöhnen sowie bei der Ausbildung von Jungpferden eingesetzt.

Das Olivenkopfgebiss

Das Olivenkopfgebiss gibt es sowohl einfach als auch doppelt gebrochen. Im Vergleich zu den oben genannten Gebissen ist hierbei an den Enden jeweils ein olivenförmiges Metallstück angebracht, welches weiter in die normale Ringform verläuft. Die Idee hierbei ist, zu verhindern, dass die Mundwinkel des Pferdes eingeklemmt werden oder die Trense durchs Maul gezogen werden kann. Das Olivenkopfgebiss gehört mittlerweile neben den klassischen ebenso zu den häufig verwendeten Gebissen.

Das Kunststoffgebiss

Das Kunststoffgebiss ist im Grunde ähnlich aufgebaut wie das einfach/doppelt gebrochene oder Olivenkopfgebiss. Es besitzt lediglich einen Stahlkern, der mit wohlschmeckendem Kunststoff, wie z.B. Apfelgeschmack, ummantelt ist. Dieses Gebiss eignet sich besonders gut für Pferde, die bisher schlechte Erfahrungen mit Trensen gemacht haben. Es wirkt sehr leicht im Maul, schmeckt angenehm und wird niemals kalt.

Die Kupfer- und Kettengebisse

Die Kupfer- und Kettengebisse dienen dazu, die Kautätigkeit und Speichelproduktion anzuregen. Speziell das Kupfer schmeckt vielen Pferden sehr gut. Die einzelnen Kettenglieder des Gebisses bewirken, dass es sich weich über die Zunge legt. Auch die Stimulation durch die einzelnen Kettenglieder empfinden viele Pferde als angenehm.

Gebisse mit Anzügen bzw. mehreren Ringen

Die Gebisse mit Anzügen sind in vielen verschiedenen Materialien erhältlich. Sie werden eingesetzt, um etwas mehr Kontrolle über das Pferd zu haben sowie eine feinere Einwirkung auszuüben. Diese Gebisse gehören jedoch nur in erfahrene Reiterhände, da sie bei falscher Anwendung sogar das Gegenteil bewirken können. Die Zügel können in die verschiedene Ringe eingeschnallt werden. Je nachdem, in welche Ringe die Zügel geschnallt sind, ergibt sich eine Hebelwirkung, die über das Gebiss auf das Pferdemaul übertragen wird. Hierbei wirken die Hebel über die oberen Anzüge bzw. Ringe mehr auf die Laden und die unteren Anzüge mehr auf die Zunge des Pferdes. Dieses Gebiss kann z.B. eine Kandare sein, welche in der Dressur verwendet wird.

Nun haben wir eine kleine Checkliste für Euch, an der Ihr Euch orientieren könnt, welches Gebiss für Euer Pferd geeignet ist:

Welches Gebiss verwende ich am besten, wenn...

...ich ein sensibles oder junges Pferd habe?

  • doppelt gebrochenes Gebiss
  • Kunststoffgebiss

...ich die Kautätigkeit und Speichelproduktion meines Pferdes anregen möchte?

  • Kupfergebiss
  • Kettengebiss
  • Kunststoffgebiss mit Geschmack

...ich das Gebiss im Maul meines Pferdes möglichst ruhig halten möchte?

  • Olivenkopfgebiss

...mein Pferd die Zunge übers Gebiss legt?

  • doppelt gebrochenes Gebiss

Habt Ihr das richtige Gebiss für Euer Pferd bereits gefunden? Dann darf natürlich die perfekte Trense nicht fehlen. Diese sollte nicht nur passen, sondern auch die Optik spielt mit. Ob schwarz oder braun, dünn oder dick, mit Schnallen, Glitzer oder rundgenäht – in unseren Deals findet Ihr regelmäßig tolle Angebote für hochwertige Trensenzäumungen!

Veröffentlicht unter: Ausrüstung