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Real Cowboys: Western Disziplinen rund um die Arbeit mit dem Rind

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Real Cowboys: Western Disziplinen rund um die Arbeit mit dem Rind
Von RidersDeal Cowgirl Vor 9 Monaten 1114 mal gelesen Keine Kommentare

Mit dem Begriff Cowboy verbinden die meisten Menschen wohl einen Reiter, der zusammen mit seinem Pferd eine Herde Rinder quer über die Länder eines amerikanischen Großgrundbesitzers treibt. Dies ist die ursprünglichste Form des Westernreitens und prägte Generationen von Menschen in ihrem Denken an Freiheit und Coolness.

Doch auch auf den Turnierplätzen findet man die Cowboys (und –girls), die ihrem Namen alle Ehre machen und tatsächlich am Rind arbeiten. Diese Disziplinen sind sowohl für das Fachpublikum als auch für den Laien ein absoluter Hingucker. Die Zusammenarbeit zwischen Reiter und Pferd fasziniert die Zuschauer und gipfelt nicht selten in einer unsichtbaren Kommunikation zwischen den beiden Partnern.

In der Disziplin Cutting (engl.: to cut = schneiden, herausschneiden) müssen Reiter und Pferd ein Rind separieren und es daran hindern, sich wieder seiner Herde anzuschließen. Sobald das Rind von seinen Herdenmitgliedern „abgeschnitten“ ist, darf der Reiter sein Pferd nicht mehr durch den Einsatz von Hilfen steuern. Das Pferd soll seinen Cow Sense selbstständig präsentieren, um das Rind von seiner Herde getrennt zu halten. Dabei reagiert das Pferd in schnellen, athletischen, katzenartigen Bewegungen auf jeden Versuch des Rindes, einen Fluchtweg zu ergreifen.

Bei der Working Cowhorse hingegen wird neben dem Cow Sense noch das Talent des Pferdes für Reining abgefragt. Die zweiteilige Prüfung verlangt zunächst nach einer Darstellung der Reiningmanöver im Rahmen eines kleinen Patterns. Hier wird gezeigt, dass Pferd und Reiter die Trockenübungen, die sogenannte „Dry Work“, beherrschen und für die Arbeit am Rind geeignet sind. Der zweite Teil dieser Prüfung findet an einem einzelnen Rind statt. Hier muss die Pferd-Reiter-Kombination zuerst das Rind an der kurzen Seite der Arena halten, das sogenannte „boxing“. Nach diesen Manövern wird dem Rind der Weg zur langen Seite der Arena geöffnet und muss dort in jede Richtung mindestens einmal gewendet werden. Den Abschluss einer solchen Prüfung bildet das Zirkeln des Rindes in der Mitte der Arena, auf jeder Hand inclusive fliegendem Galoppwechsel beim Pferd.

Um die vielseitige Einsatzfähigkeit des Westernpferdes noch besser präsentieren zu können, wurde die Prüfung der Versatility Ranch Horse ins Leben gerufen. Hier wird im Rahmen eines Turniers die vielseitige Arbeit der Cowboys dargestellt, beispielsweise durch einen Ranch Trail, Ranch Cutting oder Ranch Riding. Die unterschiedlichen Prüfungsbestandteile können als Einzelprüfung geritten werden, jedoch liegt das Hauptaugenmerk auf der Kombination mindestens einer Rinderklasse, der „Conformation“ und mindestens einer weiteren Klasse, um der „All-Around-Champion“ zu werden. Die Ranch Conformation ist eine „Halter“ Klasse (Halter = Halfter), hier werden die Pferde an der Hand dem Richter vorgestellt, sodass dieser eine Bewertung des Exterieurs hinsichtlich Korrektheit, Balance und Zuchtziel durchführen kann.