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Kräuter für Immunsystem und Atemwege

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Kräuter für Immunsystem und Atemwege
Von RidersDeal Vor 1 Jahren 3136 mal gelesen Keine Kommentare

Atemwegsprobleme

Die Artenvielfalt auf unseren Wiesen und Feldern geht zurück, so dass das Pferd seinen natürlichen Bedarf an Vital- und Wirkstoffen aus Kräutern, wie beispielsweise ätherische Öle und Spurenelementen nicht mehr decken kann. Aus diesem Grund besteht die Gefahr, dass sich Bakterien und Krankheitserreger in den luftführenden Organen festsetzen, so dass eine Flüssighaltung des Bronchialschleims nicht mehr gewährleistet ist. Ätherischen Kräuteröle üben bei der Feucht- und Reinhaltung der Atemwege eine wichtige Funktion aus. Seltene Spurenelemente wie man sie oft in Kräutern findet, tragen zur Entgiftung und somit zur Stabilisierung des Immunsystems bei.

Wenn ein Pferd hustet, gibt es vielfältige Ursachen. Sie reichen von mechanischen Reizungen (Staub, trockene Luft) über Allergien (Histamin) bis zu chemischen Reizen (Kälte oder Ammoniakbelastung). Bronchitis ist das bekannteste Atemwegsproblem beim Pferd. Hier unterscheidet man die akute und die chronische Bronchitis. Die akute Bronchitis zeigt sich als akute Entzündung der Bronchialschleimhaut, was aber nicht immer auf eine Infektion zurückzuführen ist. So können Stress, Staub und eine starke Ammoniakbelastung durch Einstreu das Auftreten einer Bronchitis verstärken. Auch schlechte Haltungsbedingungen, wie beispielsweise das Füttern von schimmeligen Heu und Stroh, können die Atemwege schädigen.

Die richtigen Kräuter

Ist das Pferd einmal erkrankt, kann man sein Immunsystem mit Kräuter stärken. Oftmals ist das Immunsystem des Tieres nicht stark genug, damit es Angriffen von außen widerstehen kann. Dann wird das Pferd krank mit Husten, Schnupfen, Mauke und bakteriell infizierten Ekzemen. Kräuter helfen dem Tier, wenn es ständig mit Problemen der Atemwege und mit Husten kämpfen muss. Pflanzen wie Thymian, Süßholz oder Salbei haben ätherische Öle, die den Schleim lösen. Dazu gehören auch Anis, Fenchel und Bockhornkleesamen, die ebenfalls schleimlösende Eigenschaften haben. Isländisch Moos, Borretschkraut, Schlüsselblumen, Primel- und Bibernellwurzel sind klassische Schleimlöser und Entkrampfer. Durch ihre basenbildenden Eigenschaften befreien sie den Körper auch von Schlacken und entgiften ihn so. Die Selbstheilungskräfte werden gesteigert, das Immunsystem gestärkt und das Wohlbefinden des Pferdes verbessert sich. Wenn man getrocknete Kräuter-Mischungen benutzt, können diese dem Futter beigemischt oder als Tee überbrüht verabreicht werden. Natürlich sollte man sein Pferd nicht wahllos mit Kräutern in hoher Menge füttern, denn nicht alle Kräuter eignen sich zur Dauerfütterung, andere wiederum wirken erst bei längerer Fütterung. So kann Thymian in hoher oder zu langer Dosierung Schäden an der Leber bringen.

Auf die Bedürfnisse des Pferdes achten

Bei vielen Krankheiten des Pferdes muss die Fütterung auf die Krankheit abgestimmt werden. Dies ist zu erwähnen, da viele Krankheiten unserer Pferde auf falsche Fütterung beruhen können. So sollte man keine "Kräuterchen" zusätzlich füttern und schon überhaupt nicht, wenn man keine Fachwissen darüber hat. Viele Kräuter dürfen bei der Pferdefütterung nicht eingesetzt werden. Es könnte sogar zu schweren Vergiftungen bis zum Tod führen, wie beispielsweise die Tollkirsche, die Eibe oder der Buchsbaum. Generell sollte auf die Bedürfnisse des Pferdes wie seine Rasse, sein Lebensalter eingegangen werden, damit eine Vermeidung von Mangelsituationen gar nicht erst auftritt. So wird vielfach Bierhefe verfüttert, um damit den Zinkbedarf des Pferdes zu decken. Da Bierhefe aber eine große Summe an Phytinsäure enthält, kann die erforderliche Menge zu gesundheitlichen Störungen führen. Man sollte auch keine Kräuter an das Pferd verfüttern, die der menschlichen Medizin und Ernährung ähnlich sind. Kräuter für das Pferd stärken nicht nur das Immunsystem, sondern bringen dazu Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Kräuter für die Atemwege beruhigen Husten und lassen das Pferd wieder freier durchatmen.

Wer als Laie das richtige für sein Pferd tun möchte, sollte sich gerade bei Erkrankungen des Tieres, den Rat eines Tierarztes oder eines Tierheilpraktikers einholen.