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Michelle bei der WM: Ein Interview zur Junioren-Weltmeisterschaft im Voltigieren

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Michelle bei der WM: Ein Interview zur Junioren-Weltmeisterschaft im Voltigieren
Von Tim O. Vor 2 Monaten 1034 mal gelesen Keine Kommentare

Während in Japan die Olympischen Spiele anlaufen, startet in Frankreich eine Weltmeisterschaft in einer ganz anderen Sportart. Wer beim Reitsport an Wettkämpfe denkt, hat vermutlich erstmal Springen oder Dressur im Kopf. Unsere Michelle aber hat schon früh einen etwas anderen Weg eingeschlagen. Zusammen mit Ihrem Voltigierverein starten sie nämlich diesen Mittwoch bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Voltigieren. Bei diesem Wettbewerb zeigt sich vor allem, wie harmonisch Reiter, Pferd und Musik miteinander arbeiten können um eine Synergie zu schaffen, die man sonst selten so findet. Wir als #teamridersdeal sind natürlich wahnsinnig stolz auf unsere Michelle, die als Longenführerin das deutsche Juniorenteam anführt. Um noch mehr den Reiz dieser Sportart zu verstehen und was das Besondere am Voltigieren ist, erfahrt Ihr in unserem kurzen Interview:

Hallo Michelle, seit wann voltigierst Du denn überhaupt?

Hallo, aktiv habe ich von 2002-2018 selbst voltigiert. Seit 2009 bis heute bin ich auch aktive Trainerin.

Warum voltigieren und nicht Dressur- bzw. Springreiten?

Schon seit ich klein bin wollte ich reiten. Am Anfang war ich allerdings noch zu jung für den „normalen“ Reitsport und wurde gleich zu den ansässigen Voltigierern geschickt. Das machte mir (gleich) so viel Spaß, dass ich nie damit aufgehört habe.

Was hat Dich beim Voltigieren letztendlich so gepackt?

Die Mischung aus Kraft, Ausdauer & Balance, die man mit der Musik und dem Pferd künstlerisch verbindet hat mich schon früh in seinen Bann gezogen und bis heute nicht losgelassen. Die Möglichkeiten sind endlos und so wird es nie langweilig.

Du bist ja selbst nicht mehr aktive Voltigiererin, sondern Trainerin bzw. Longenführerin. Was macht hier den Reiz aus. Bist Du sowas wie die „Dirigentin“?

Es macht mir unglaublich viel Spaß mit meinen Voltigierern zu arbeiten und alles mal aus der „Mitte“ zu beobachten und zu leiten. Das ist nochmal ein anderes, besonderes Feeling. Dirigentin könnte man insofern sagen, dass ich dafür verantwortlich bin, dass das Pferd optimal läuft. Nur so können sich alle auf Ihre Figuren konzentrieren und Bestleistungen zeigen.

Wie oft trainiert Ihr denn ca.?

3 Mal die Woche á 2 Stunden. Einmal im Turnraum und 2 Mal mit den Pferden.

Welche verschiedenen „Disziplinen“ erwarten Euch denn bei der WM?

Es gibt die Kategorien Einzel Damen, Einzel Herren, Pas de deux und Team.

Wie entscheidet sich, wer für Deutschland an den Start geht?

Pro WM darf pro Disziplin ein Team antreten. Wer das ist, entscheidet sich in nationalen Sichtungsturnieren. Dieses haben wir in der Junioren-Team-Kategorie für uns entschieden.

Wie viele Teams aus welchen Nationen treten denn an?

Insgesamt nehmen 24 Länder teil, darunter große Nationen wie USA, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Tschechien, Slowakei und viele mehr.

Ist das Deine erste WM?

Nein, ich bin bereits 2019 für Südafrika an den Start gegangen.

Wie geht das? Du bist ja deutsche und nicht Südafrikanerin.

Südafrika hat bei Ihren Pferden recht strenge Quarantäneregeln, was eine Teilnahme mit eigenen Tieren unmöglich macht. Daher haben sie sich von unserem Stall ein Pferd ausgeliehen für die WM und ich hatte das Glück, dass ich dort dann als vertraute Longenführerin des Pferdes mitkommen konnte.

Was sind denn Eure Ambitionen für die Weltmeisterschaft? Wo seht Ihr Euch?

Der Spaß steht bei uns zwar an erster Stelle, aber wir wollen definitiv gewinnen. Letzte WM haben die deutschen Junioren in allen Disziplinen Gold abgeräumt und an diesen Erfolg wollen wir anknüpfen.

Dann bedanke ich mich für Deine Zeit und wir drücken Euch die Daumen, dass Ihr Euch diesen Traum erfüllen könnt!

Man sieht also, dass unsere Michelle hohe Ambitionen hat und definitiv mit einer Medaille nach Hause gehen will. Das gesamte #teamridersdeal steht hinter Ihr und hofft, dass wir vielleicht hier die ein oder andere Person für diesen Sport begeistern konnten, weil wer weiß, vielleicht turnt ja auch bald einer von Euch auf einem von Michelles Pferden und kämpft um Gold.

Veröffentlicht unter: Turniere