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Eine tierische Weihnachtsgeschichte (1/2)

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Eine tierische Weihnachtsgeschichte (1/2)
Von Lena C. Vor 3 Jahren 3660 mal gelesen 1 Kommentar

Die Pferde stehen auf der Weide und schauen ganz traurig in den Himmel. Es ist Winter, aber statt tanzender Schneeflocken sehen sie nur fiese, graue Wolken. Der Boden ist matschig und die Füße kalt, alles sieht einfach nur trostlos aus. Lustlos stehen sie am Zaun herum und treten vom einen Bein auf´s andere, selbst das Heu schmeckt heute nicht.

Danny ist besonders frustriert - all dieser blöde Matsch und der pfeifende Wind, das gefällt ihm gar nicht. Er wünscht sich doch so sehr Schnee! In all seiner Wut nimmt er Anlauf und springt mit einem großen Satz über den Koppelzaun. Er galoppiert los und läuft immer weiter, bis er nicht mehr kann. Wenn es keinen Schnee gibt, dann will er auch keinen Winter haben. Da läuft er lieber davon, irgendwohin, wo es nicht mehr nass und matschig ist.

Die anderen Pferde und Ponys versuchen noch, ihn aufzuhalten, aber es ist zu spät. Sie rufen ihm nach, aber Danny läuft einfach immer weiter.
"Was sollen wir denn jetzt machen?", fragt Anni. "Es wird doch bald dunkel und ganz alleine ist es da draußen viel zu gefährlich."
"Wir müssen Danny unbedingt zurückholen, nur wie?", Joey blickt die anderen fragend an.
Robin hat eine Idee: "Wir müssen machen, dass es schneit, dann kommt er bestimmt auch wieder zu uns zurück".

Sie überlegen was sie tun können. Risi hat einen Vorschlag: "Regenmacher, vielleicht kannst Du ja helfen. Wenn Du Regen machen kannst, dann vielleicht ja auch Schnee?".
"Das ist schon so lange her, wer weiß, ob ich überhaupt noch Regen machen kann...geschweige denn Schnee!", Regenmacher ist sichtlich verunsichert.
"Wir müssen es wenigstens versuchen", entgegnet Anni mit Nachdruck.

Die Pferde versammeln sich in einem Kreis um Regenmacher. Der schließt die Augen und verzieht ganz konzentriert das Gesicht. Minutenlang schauen die anderen ihm gespannt zu, aber es passiert rein gar nichts. "Ich kann das nicht", murmelt Regenmacher ganz enttäuscht.
"Das stimmt nicht, du kannst das ganz bestimmt!", ermuntert ihn Robin. "Kommt, wir helfen alle zusammen."
Die Pferde stellen sich wieder in einen Kreis um Regenmacher, sie schließen alle die Augen und konzentrieren sich ganz auf ihn. Und auf einmal spürt Risi etwas kleines, kaltes auf ihre Nasenspitze fallen.
Sie öffnet die Augen und tatsächlich: "Es schneit!", ruft sie laut.
Auch Robin, Anni, Joey und Regenmacher öffnen wieder die Augen. Und Risi hat recht: es hat angefangen zu schneien. Dicke, weiße Flocken fallen vom Himmel auf den kalten Boden und innerhalb kürzester Zeit ist fast das gesamte matschige Braun von schönem, reinem Weiß bedeckt.

Alle blicken gespannt in die Richtung, in die Danny verschwunden ist. Nach einigen Minuten lässt sich am Horizont ein kleiner, brauner Punkt entdecken, der immer näher kommt.
"Das muss er sein", sagt Joey hoffnungsvoll und wiehert ihm lautstark entgegen.
Der Punkt wird immer größer und schließlich taucht Danny am Koppelzaun auf. Ein Mädchen läuft neben ihm und hat einen Strick um seinen Hals gelegt. Sie läuft auf das Tor zu und lässt Danny wieder in die Koppel hinein. Die Pferde und Ponys sind überglücklich, dass ihr Freund wieder zu Hause ist. Sie begrüßen ihn lautstark und galoppieren auf ihn zu.

"Sieh nur, Regenmacher hat für Dich Schnee gemacht!", ruft Anni ihm entgegen.
Danny ist begeistert von all der Mühe, die seine Freunde sich für ihn gemacht haben. Es tut ihm leid, dass sie sich solche Sorgen um ihn gemacht haben und er verspricht, nicht mehr davonzulaufen. Abends im Stall sind alle froh, wieder zusammen zu sein und können friedlich einschlafen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch eine besinnliche Adventszeit und Vorfreude auf Weihnachten! Den zweiten Teiil der Weihnachtsgeschichte gibt es dann pünktlich vor Heiligabend.

Foto: Pixabay


Veröffentlicht unter: Stall- und Vereinsleben
TIm Obermeier Vor 3 Jahren um 11:41
Superduper!